Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

keine harte Linse mehr - was nun?

alex2404
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keine harte Linse mehr - was nun?

Post by alex2404 »

Hallo Zusammen,

ich habe seit 14 Jahren Keratokonus und trage seitdem harte Kontaktlinsen. Seit fast 2 Jahren habe ich aber Probleme mit dem rechten Auge. Angefangen hat es mit einer Entzündung im Auge. Danach hat das Auge ständig Stress gemacht und ich vertrage meine harte Linse nicht mehr richtig: ich habe ständig ein gerötetes Auge, oft besonders morgens nach dem aufstehen. Wenn ich die Linse einsetze habe ich permanent ein Fremdkörpergefühl. Schließlich werden die Schmerzen so stark, dass ich die Linse rausnehmen muss und ein paar Tage nicht tragen kann bis sich das Auge wieder erholt hat. Allerdings können sämtliche Augenärzte und Hornhautspezialisten (u.a. Prof. Kohlhaas) nichts feststellen und raten mir lediglich neue Linsen auszuprobieren bis eine besser sitzt. Ich habe bereits so gut wie alle harten Linsen (nur Fa. Hecht) ausprobiert. Nun versuche ich es mit dem Huckepacksystem. Das scheint zwar etwas besser zu funktionieren als nur die harte Linse zu tragen, jedoch treten die Beschwerden weiterhin alle 2-3 Wochen auf. Ich möchte mich noch nicht operieren lassen, da die Hornhaut noch in einem guten Zustand ist. Das haben bisher auch alle Ärzte bestätigt. Aber ich habe das Gefühl, dass ich so wie jetzt nicht auf Dauer leben kann.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie ist euch geholfen worden? Hat jemand Erfahrung mit anderen Linsen gemacht?

Ich freue mich auf eure Antworten!

Viele Grüße
Alex
Norbert S.
-
Posts: 277
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Post by Norbert S. »

Hallo Alex,

lese Dir doch mal mein Profil und meinen OP-Bericht durch. Bei mir gab es viele Ähnlichkeiten. Es war am Ende (vor der ARK) so, dass mir keiner mehr weiterhelfen konnte (nur noch Transplantation, die man aber auch nicht gerne machen wollte).

Ich habe allerdings noch etwas mit Speziallinsen herumgebastelt (z.B. Sklerallinse in Eierbechergröße), was aber auch nichts mehr brachte.

Gruß
Norbert
Alina

Post by Alina »

Ich habe genau das selbe Problem......ich trage zwar erst seit knapp einem Jahr Kontaklinsen aber jetzt schon beschwert sich mein eines Auge.

Am Anfang lief alles wunderbar und dann bekam ich aus irgendeinem Grund eine Hornhautentzündung. Als diese wieder abgeklungen war, durfte ich meine Linse wieder tragen. Nur hatte ich nach einer Woche die zweite Hornhautentzündung :-(
Danach setzte ich meine Linse nur ein, wenn ich sie wirklich brauchte und selbst da wurde mein Auge nach 3-4 Stunden etwas dick und leicht rot.
Nun hatte ich so eine Angst die reinzusetzen, denn auf eine dritte sehr schmerzhafte Hornhautentzündung konnte ich wirklich verzichten.
Inzwischen habe ich auch schon den Anpasser gewechselt und sind mit dem derzeitigen Anpasser mehr als zufrieden, denn der hat sich sage und schreibe 5 Stunden am Stück für mich Zeit genommen, damit wir endlich die passende Linse finden.
Danach hatte ich natürlich wieder große Hoffnung, jedoch habe ich die Linse nun seit drei Wochen aber das Sypmtombild ist das selbe. Habe am Montag einen Termin zur Kontrolle, werde dieses Problem dann mal ensprechen.
Ich habe auch keine Ahnung wie das auf einmal kommt.....denn am Anfang lief alles ohne Problem: keine Rötung, kein Kratzen, kein Fremdkörpergefühl.....gibt es sowas wie eine Fremdkörperabstoßung vom Körper, wie als wenn man eine neue Niere oder so bekommt??? Und wenn ja kann man was dagegen machen?

Vielleicht kann mir ja irgendeiner helfen.....;-)

LG,
Alina
RobertM
-
Posts: 60
Joined: 2004-04-16, 11:09

Post by RobertM »

Hallo Ihr lieben Leidensgenossen....
Ich hatte auch die gleichen Probleme.....erst Linse rein , alles wunderbar Visus gut 0,8 bis 1,0, dann anch ein paar Stunden Fremdkörpergefühl, Schmerzen Tränen etc....! Ursache ist das die Linse die Hornhaut quetscht, sich ansaugt und das Epithel ankratzt, z.b. wenn der Konus schon fortgeschritten ist, es ist auch bekannt das beim Konus das Epithel weich und leicht verletzlich ist!
Ich würde euch zu einer Vernetzung raten, möglichst bald...danach ist ggf Linsentragen wieder besser möglich, da sich der Konus danach leicht abflacht und stabilisiert.....schlechter kann es durch die Vernetzung nicht werden. Also Ich würde mich mal in Dresden oder Dortmund vorstellen....!
Habe mich am schlechteren Rechten Auge in Dresden vernetzen lassen, vor 3,5 Monaten...trage jetzt Brille, warte noch 2 monate und lasse mir dann ne neue Linse anpassen. NAch der Vernetzung rechts ist mein Visus mit Brille von ca 0,4 auf ca 0,6 angestiegen..die Topo hat sich nur leicht verändert...mal sehen!
Viele Grüße
Robert
Babs Johnson
-
Posts: 79
Joined: 2006-10-05, 12:01
KC-Experience: Bisherige Krankengeschichte:
Habe seit dem 16.Lj. Keratokonus auf beiden Augen gleicher Stärke, mit laufender Verschlechterung. Ich trug über 10 Jahre lang Kontaktlinsen, lange Phasen ohne Beschwerden, dann wieder phasenweise starke Beschwerden.... Visus mit Linsen war bei 80%. Als 2006 die Beschwerden wieder lästig wurden, entschied ich mich, in Hoffnung auf gutes Sehen ohne KL, für die Op auf einem Auge. Ein Arzt riet mir die lamelläre Keratoplastik, welche aber mißglückte und zur einer perforierenden wurde. Mit dem Ergebnis bin ich leider garnicht zufrieden, denn der Astigmatismus ist stärker als vorher und kann nicht mit Brille korrigiert werden und mit Kontaktlinse nicht so gut wie vorher. Eine Laseroperation 2010 sollte eine Verbesserung der Sehleistung bringen, Ergebnis warte ich derzeit noch ab. Insgesamt fühle ich mich leider von Ärzten bisher nicht gut beraten. Ich bin leider erst nach der Keratoplastik darauf gekommen dass mein Keratokunus sehr gut mit Brille korrigier bar ist (rechtes Auge) bzw. korrigierbar gewesen wäre (linkes Auge).
Keratoconus since: Erste Sehprobleme mit 16 Jahren (1995). Diagnose KK bald darauf, aber erst bei einem 2. Augenarzt.
Experience with eyeglasses / lenses: Nach den ersten Sehproblemen wurde mir eine Brille verordnet, das Sehen verschlechterte sich aber schnell. Ein anderer Arzt diagnostizerte KK und verordnete Kontaktlinsen (~1997). Seitdem trug ich immer Kontaktlinsen, die im Laufe der Jahre sehr oft bearbeitet und erneuert werden mußten. Mit Brille habe ich es nie mehr versucht, ich war davon überzeugt dass es nichts bringt! Erst 2008 wurde ich von einem Forumsmitglied hier ermutigt es mit iScription Gläsern zu probieren und siehe da- plötzlich habe ich mit Brille einen Visus von 120% und erfahre erst dann dass mein Keratokonus sehr gut mit Brille korrigierbar ist (rechtes Auge) bzw. korrigierbar gewesen wäre (linkes Auge) ....
Operationen: Im September 2006 mißglückte eine lamelläre Keratoplastik auf dem linken Auge und es wurde während der Op auf eine perforierende Keratoplastik umdisponiert. Nahtentfernung nach 18 Monaten. Mein Visus war 3 Jahre nach der Op auf 60% im Sehtest, welcher meiner meinung nach aber sehr realitätsfremd ist! Denn ich habe eine starke Verzerrung, Doppelbilder und stärkere sog. Starbursts und Halos als vor der Op, konkret einen höheren Astigmatsmus als vorher! Dieser sollte durch eine Laser-Op Anfang 2010 verbessert werden. Ergebnis steht noch aus.
Begeiterscheinungen: Mein rechtes Auge tränt sehr viel. Diagnostiziert wurde ein Verschluß des oberen Tränenkanals, dies wurde als Ursache für das Tränen von ärztlicher Seite aber ausgeschlossen, was mir gänzlich unverständlich ist.
Mögliche Ursachen: keine Ahnung. Schicksal.

Post by Babs Johnson »

Ich hatte auch das gleiche. Nach ca. 9 Jahren Tragen von KL hatte ich auch immer öfter Beschwerden und konnte die Linsen oft nicht tragen. Die KL-Spezialisten konnten mir aber auch nicht helfen und meinten, das in diesem Stadium des KK ein beschwerdefreies Tragen von KL nicht möglich ist. Ich hielt es nicht mehr aus und erkundigte mich wegen einer Operation, weil ich mir eine schnelle Verbesserung erhoffte! Ein Arzt empfahl mir die lamelläre KP, und machte mir Hoffnung darauf kurz nach der OP wieder gut sehen zu können! Also willigte ich ein! (Ich hatte auf beiden Augen gleich starken KK, eigentlich durch Zufall entschied ich mich für die OP am linken Auge, da ich in der Zeit davor eher links mehr Beschwerden mit der KL hatte). Jedenfalls bin ich mir im Nachhinein nicht mehr sicher ob es die beste Entscheidung war, denn jetzt, 7 Monate nach der OP, sehe ich viel schlechter als mit KK, habe auch Beschwerden, und bin darauf angewiesen die KL auf dem anderen Auge die ganze Zeit zu tragen wenn ich irgendetwas sehen will!
Naja ich merk schon, ich kann hier leider auch nicht weiterhelfen....