So, da ich jetzt die Augen einigermassen offen halten kann auch weitere Infos...
Am Donnerstag war die OP, und der Verlauf war gut strukturiert:
zuerst wurden von einer Assistentin die Werte der Augen ermittelt, dann während der Wartezeit auf das Vorgespräch mit dem Operateur Dr. Von Busch, wurden mir die Medikamente für die nächsten Tage und deren Anwendung erklärt.
Dann hat sich Dr. von Busch das Auge nochmal angesehen und festgestellt: alles ok, keine Veränderung zur letzten Unetrsuchung, wir können operieren.
Zuerst wurden mir dann die obligatorischen Häubchen auf Haare und Schuhe gesetzt, es gab ein Schildchen mit Name zu operierendem Auge etc auf die Schuzlter, dann ab zur Vorbereitung. Nochmal kurze Wartezeit, in der auch die Tropfen zur Betäubung des Auges reinkamen.
Die Vernetzung wird in einem OP durchgeführt, in dem normalerweise die Augen Laseroperationen erfolgen. Zuerst hat Dr. von Busch die Hornhaut entfernt, angelöst mit Alkohol dann einfach mit einem Tupfer "abgeschabt". War schon ein merkwürdiges Gefühl, zu sehen da pasiert was und nichts zu spüren... Anschliessend dann im 2-Minuten Abstand Riboflavin-Tropfen ins Auge. Nach den 30 Minuten hat Dr. von Busch die Hornhautdicke kontrolliert und es hat sich bestätigt, daß diese zu dünn war. Also erstmal zwei Dosen Tropfen zum "Aufschwemmen" der Hornhaut, damit das UV-Licht hinterher keinen Schaden anrichten kann. Dann die 30-Minuten UV-Licht, wobei alle zwei Minuten Riboflavin getropft wurde.
Hinterher Kontrolle und Einsetzen der Verbandslinse. Habe dann noch eine Kühlbrille und eine Schmerztablette (im bereits aufgelösten Zustand" bekommen und konnte abgeholt werden.
Als abends dann die Wirkung der Betäubung nachgelassen hat und ich es nicht mehr anders ausgehalten habe, habe ich dann die erste Dosis Novalgin-Tropfen eingenommen. Die haben nicht geholfen, also nach 45 Minuten die zweite Dosis. Nach weiteren 45 Minuten, in denen keine Besserung erfolgte habe ich dann die Bereitschaftsnummer angerufen, die ich mitbekommen hatte. Dort habe ich dann Dr. von Busch erreicht. Er meinte, wenn Novalgin nix nützt müssen wir das nächst stärkere Mittel nehmen und ich soll es aus der Apotheke besorgen lassen. Also ist meine Freundin losgezogen... Der Apotheker (der auch Arzt ist) hat sich geweigert nur auf telefonische Angabe von Dr. von Busch das Medikament Tramadol abzugeben, es musste ein Rezept gefaxt werden. Im Nachhinein habe ich erfahren warum.
Denn die erste Dosis Tramadol (20 Tropfen) hat nix geholfen, also wieder 45 Minuten später eine zweite Dosis (nochmal 20 Tropfen) eingenommen und ab ins Bett. Als ich nach weiteren 45 Minuten keine Besserung gespürt habe, habe ich dummerweise nochmal 40 Tropfen genommen. Das hätte ich besser unterlassen!
Nachts um 3.15 bin ich aufgewacht und wollte im Tran, weil die Schmerzen immer noch so schlimm waren, nochmal Tropfen nehmen. Das hat mein Körper dann aber verhindert, indem ich mit einem Kreislaufkollaps im Bad zusammengeklappt bin. Meine Freundin hat den Lärm gehört und den Notarzt alarmiert, weil ich im Bad sass mit offenen Augen, nicht ansprechbar war und sie den Eindruck hatte ich würde nicht mehr atmen.
Der Notarzt hat dann Blutdruck gemessen und ein EKG gemacht. Die Werte waren eigentlich ganz ok und ich war zwar etwas benommen und mir war übel, aber sonst "wieder da". Ich bakm dann ein Mittel gegen die Übelkeit, gegen das Tramadol hat mir der Arzt aber nichts gegeben, weil er meinte sonst werden die Schmerzen wieder schlimmer und eigentlich ist die Wirkung sowieso schon am abklingen. Ich solle mich hinlegen und schlafen, das wäre das Beste. War es dann auch! Tramadol ist ein Mittel auf Opiat-Basis, das nach Angabe des Notarztes nicht jeder gut verträgt und das "die letzte Instanz" vor den Mitteln ist die unters Betäubungsmittelgesetz fallen! Daher kann ich davor nur warnen und werde es auch nie wieder einnehmen. Wobei es diesmal möglichweise die Wechselwirkung mit dem Novalgin war...
Am nächsten Morgen dann in die Euromed zu ersten Kontrolle. Es sah ganz gut aus, die Hornhaut war auch schon zu 1/3 zugwachsen. Also brav Tropfen und Salbe ins Auge, dann sollte es passen. Auf meine Hinweis mit dem Tramadol hin war die Ärztin besorgt, so einen Fall hatten sie bis jetzt noch nicht... Aber sie war froh dass es mir wieder besser ging.
In den anschliessenden Tagen erstmal die Augen geschont und erst am Samstag mal einen Spaziergang gewagt bei dem ich die Augen etwas offen gehalten habe. Das ging ganz gut, hatte nur den Effekt daß mir die Knochen ums Auge und nicht das Auge selbst geschmerzt haben. Das ist lt. Aussage der Ärztin aber normal

)
Gestern dann einen weiteren Spaziergang ohne Nachwirkungen und ich konnte die Augen auch schon viel länger offen halten.
Heute dann Kontrolle des Auges und Entfernung der Verbandslinse: sieht soewit gut aus, Hornhaut ist komplett zugewachsen. Nur natürlich habe ich eine Trübung und der operierte Bereich ist noch geschwollen.
Das sollte jetzt erstmal reichen, weiteres evtl. dann am Donnerstag, nach der nächsten Untersuchung!!!!