Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Einfluss Licht/Helligkeit auf Refraktion/Visus bei Keratokonus

carioca
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KC-Experience: z.B.: Erste Diagnose 199x, bei Augenarzt xxxxx / Klinik xxxx
z.B.: Erste Vernetzung: links, 200x, Hamburg, Klinik xxxxx
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Einfluss Licht/Helligkeit auf Refraktion/Visus bei Keratokonus

Post by carioca »

Hallo

ich habe auch seit kurzem die Diagnose Keratokonus.

Bin jetzt dabei herauszufinden, was ich mit einer Brille noch an Visus herausholen kann.
Mir ist dabei folgende Frage gekommen...

Ich war bisher bei 3 Optikern In der letzten Zeit da wusste ich aber noch nichts von meiner Diagnose.
Die ersten beiden haben in einem dunklen Raum gemessen und sind auf ca. 65% Visus gekommen.

Der letzte hat in einem normal beleuchteten Raum gemessen und ist auf fast 80% Visus gekommen.

In meiner Hornhauttopografie sieht es so aus als wäre der Konus eher etwas dezentral.

Könnte es sein, dass bei viel Licht weniger Irregularitäten meiner Hornhaut zum Tragen kommen, da die Pupille weniger geöffnet ist ? was den besseren Visuswert erklärt ?

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Zusammenhang Refraktionsergebniss und Beleuchtung ?

Ich hatte bisher das Gefühl keiner der Optiker stellt bewusst die Beleuchtung auf die Bedürfnisse des Kunden ein ? so wie man ihr am Häufigsten im Alltag ausgesetzt ist z.b. helle Bildschirme bei der Arbeit oder ähnliches

Gruß

Thomas
KeraToni
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Experience with eyeglasses / lenses: Verschiedene Brille(n) reichen meist; Sehstärke liegt seit vielen Jahren so bei 80-90% - das ist Ok; ganz selten weiche TagesLinsen oder Huckepack
Operationen: - gegen CXL entschieden
Begeiterscheinungen: trockene Augen, Hautprobleme; Je älter ich werde, desto unwichtiger wird der Keratokonus - es ist halt alles "relativ".
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Re: Einfluss Licht/Helligkeit auf Refraktion/Visus bei Keratokonus

Post by KeraToni »

Hallo Thomas,

ja, bei ganz einfacher Betrachtung ist das ist der Haupt-Grund für besseren Visus bei mehr Licht = die Iris schließt sich mehr, damit sind weniger Störungen im Lichtweg. Darum ist Autofahren im Dunkeln auch viel schwieriger als bei Sonnenschein.

Es gibt zwar eine DIN Norm für die Beleuchtungsstärke der Umgebung beim Sehtest, und für die Abstände, die Höhe, die Größe der Buchstaben/Zahlentafeln, etc. aber das wird leider so gut wie nie eingehalten.

Also eigentlich ist es eine gute Idee, die Beleuchtungsstärke bei der Messung, der für den späteren Einsatzort anzupassen - dann braucht man aber mehrere Brillen. Eine für Dunkelheit, eine für PC, eine für Sonnenschein - möglich, aber teuer.

.... und wenn sich die Hornhautoberfläche durch den Keratokonus verändert, muss wieder alles neu...., wieder teuer.

Gruß, KeraToni
carioca
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Re: Einfluss Licht/Helligkeit auf Refraktion/Visus bei Keratokonus

Post by carioca »

...eine perfekt abgestimmte Brille brauche ich im Moment eigentlich nur für meinen Bildschirmarbeitsplatz, da ich dort migräneartige Kopfschmerzen bekomme, wenn mein rechtes Auge zuviel "Arbeit" übernehmen muss..ich glaube die Grenze liegt bei mir da wahrsch irgendwo bei 65% oder so, wenn ich darunter bleibe führt das zu Kopfschmerzen.

Gibt es dazu eine Lehrmeinung oder so ? Verhältnis Visus links/rechts ?

Bei anderen Situationen Sport, Autofahren etc. komme teilweise sogar ohne Brille klar, da mein Gehirn hauptsächlich das rechte Auge benutzt (ca. 100 % Visus).

Ich bin im Moment auch am überlegen ob ich das schwache Auge vernetzen lassen soll.
Ich bin jetzt 33 Jahre alt. Vor ca. 5 Jahren habe ich wohl links noch bei optimaler Korrektion 100 % gesehen.
Bei der Refraktion hat sich die Sphäre ca. um + 1 Dioptrien verändert, Zylinder ca. +0.5. Visusverschlechterung
ca. 25-30%. Ich habe erst vor 1.5 Jahren eine Verschlechterung subjektiv bemerkt und bis zur Diagnose bei Ärzten und Optikern rumgedoktert, die mein Auge für schwachsichtig erklärt haben.

Mir fällt es im Moment etwas schwer quantitativ abzuwägen wie hoch die Erwartungswerte für eine weitere Verschlechterung des Visus durch Fortschritt des KK (bin ja schon etwas älter) gegen mögliche Verschlechterung durch Vernetzung sind.

Also ob lieber direkt vernetzen lassenoder lieber den KK engmaschig kontrollieren und nur bei weiterer Progression vernetzen lassen sollte

Ich bin im Moment auch in einer Kontaktlinsenanpassung einer KK-linse für das Auge,
es sieht aktuell so aus, als würde mein Auge darauf nicht übermäßig empfindlich reagieren und wahrsch. eine Sehleistung von ca. 100% möglich sein.

Bin auch nächste Woche zu Beratung bei Prof. Kohlhaas in Dortmund bzgl. Vernetzung.

Ängste im Bezug auf die Vernetzung sind bei mir hauptsächlich eine mögliche Visusverschlechterung durch die Vernetzung und vielleicht eine mögliche erhöhte Sensibilität des Auges danach auf harte Kontaktlinsen.

Ich hoffe darauf viell auch von euch noch ein paar Erfahrungswerte zu bekommen.


Gruß

Thomas
yomo86
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KC-Experience: Keratokonus Stufe 1. Beidseitig. Erste Kontaktlinsen Ende 2016

Re: Einfluss Licht/Helligkeit auf Refraktion/Visus bei Keratokonus

Post by yomo86 »

Ich möchte mich kurz zu Wort melden. Ich habe auch neue Kontaktlinsen wobei trotz Korrektur eines der beiden mit Keratokonus behafteten Augen (1. Stufe beidseitig) den typischen Doppelbilder "Zieheffekt" hervorruft. Mit Brille oder Kontaktlinsen habe ich ein viel besseres Ergebnis mit dem Aufstellen einer sehr stark ausleuchtenden Lampe im Büro bei gleichzeitiger Helligkeitsreduzierung des Bildschirms erreicht. Wenn möglich also für viel mehr Licht sorgen. Die kleinen Tischlämpchen oder die flackernden Röhrenleuchten sind unnütz.