2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).
Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)
Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.
Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501
Crosslinking trotz gleichbleibender Sehkraft?
-
Bluemchen_90
- Beiträge: < 10 - Forenrechte eingeschränkt
- Posts: 2
- Joined: 2016-06-06, 12:18
- KC-Experience: Erste Diagnose 2014, seitdem harte Linsen
Crosslinking trotz gleichbleibender Sehkraft?
ich stehe momentan auch vor der Entscheidung crosslinking ja/nein. Mein Keratokonus ist seit gut 2 Jahren bekannt, seitdem eigentlich stabil. Nun wurde aber im Juni eine Progradienz auf dem rechten, eigentlich besseren Auge festgestellt und mir wurde von dem Augenarzt zu einem crosslinking geraten.
Ich habe nun auch schon einen Termin in der Augenklinik Kiel für Ende September bekommen, aber mittlerweile plagen mich doch viele Zweifel und Sorgen deswegen.
Zum einen hat meine Sehkraft auf dem rechten Auge in den letzten zwei Jahren für mich gar nicht abgenommen und auch mein Optiker, der mir die formstabilen Kontaktlinsen anpasst, sieht das crosslinking nicht als nötig an, da sich für ihn meine Werte in den letzten zwei Jahren nicht verändert haben.
Allerdings weiß ich nicht, ob das nicht vielleicht auch daran liegt, dass er seine Messungen durchführt, wenn ich die Kontaktlinsen normal davor getragen habe und die Augenärzte in der Uniklinik immer nach einer 3 tägigen Kontaktlinsenpause untersuchen.
Außerdem hab ich ab Oktober bis Februar meine Staatsexamensprüfungen. Nun hab ich natürlich Angst, dass mich die Folgen der OP beim Lernen (wo ich täglich viele Stunden vor dem PC sitzen werde) stark behindern.
Außerdem hab ich wie wahrscheinlich jeder auch Angst vor Komplikationen. Dass ich mir mein gutes Auge ( mit Brille 70% Sekkraft, links nur 25%) durch das crosslinking "kaputt" mache und frage mich, ob ich nicht besser bis nach den Prüfungen warten sollte mit dem crosslinking.
Leider haben mir weder die Augenärzte hier Informationen dazu gegeben, noch konnte ich in der Augenklinik wo ich das crosslinking machen werde, bis jetzt einen Arzt sprechen. Wurde nur mit einem kurzem Bericht über das OP-Verfahren abgespeist und hatte keine Zeit irgendwelche Fragen zu stellen.
Kann jemand mir vlt aus seiner Erfahrung berichten oder mir einen guten Augenarzt in Sachsen empfehlen, wo ich für eine Zweitmeinung hingehen könnte?
Würde mich über Antworten sehr freuen!
-
alpay
- -
- Posts: 13
- Joined: 2016-03-16, 06:53
- KC-Experience: Erste Diagnose 2015, bei Augenarzt / Klinik Dünyagöz/Istanbul
Re: Crosslinking trotz gleichbleibender Sehkraft?
Ich schliesse mich dir an habe genau das selbe Problem ! Linkes besseres auge mit Kontaktlinsen 100% rechts mit linse 50%. Das Problem ist das anscheinend das bessere Auge leicht anfängt. Wenn ich jetzt das Crosslinking machen würde gehen die 100% Sehleistung verloren ? Mein Augenklinik Artzt empfahl mir mit irgendwelchen Operationen vorerst zu warten...
MfG
-
AndreasM
- -
- Posts: 183
- Joined: 2007-05-13, 23:04
- KC-Experience: Bei mir wurde der Keratokonus am Do. den 10.05.2007 im Alter von 36 Jahren diagnostiziert.
Ich wurde am 8.10.2007 in Dortmund auf dem rechten Auge vernetzt. - Experience with eyeglasses / lenses: Im März 2008 wurden mit testweise Kontaktlinsen angefertigt, mit denen ich jedoch massive Probleme - und keine Sehverbesserung gegenüber der Brille hatte.
Meine Fielmann-Brille habe ich jedoch ausgemustert, nachdem mir dort klar gemacht wurde mehr sei nicht herauszuholen mit Brille.
Meine neue Brille von Amon&Sebold in Aschaffenburg hat mir jedoch gezeigt, daß nicht nur 70%, sondern auch 100% Sehstärke bei mir möglich sind - und damit bin ich nun glücklich - Operationen: Ich wurde am 8.10.2007 in Dortmund auf dem rechten Auge vernetzt.
- Mögliche Ursachen: starker emotionaler Stress hat nach meiner Einschätzung meinen Keratokonus ausbrechen lassen bzw. gefördert.
Re: Crosslinking trotz gleichbleibender Sehkraft?
In der Folgezeit hat sich aber auch das bessere Auge in der Sehrkraft bis heute praktisch nicht verändert.
Mein Augenarzt hatte im vorigen Jahr mit dem Keratograph inwischen wieder Veränderungen festgestellt und mich zur Uni Frankfurt überwiesen mit der Fragestellung ob diese auch für das bessere Auge nun eine Vernetzung empfehlen.
Dort war ich vor einigen Wochen und bei dem Termin hat mich die Ärztin der Uniklinik gefragt, warum ich überhaupt da sei.
Einen Bedarf zum Crosslinking sieht sei einerseits nicht, zum anderen ist sie der Überzeugung das ein Keratokonus sich etwa ab einem Lebensalter von 40 Jahren nicht mehr verändere.
Das passt zu meiner Erfahrung, dass meine Sehkraft seit einigen Jahren stabil ist.
Da ich aber noch vom Augenarzt verunsichert war, habe ich das Angebot angenommen im kommenden Jahr nochmals zur Untersuchung in die Augeklinik der Uni Frankfurt zu kommen und mich mit dem Ergebnis der dort wesentlich genaueren und detaillierteren Untersuchung davon überzeugen zu lassen, das diese Theroie zutreffend ist.
Ich halte die Entscheidung zu einer Crosslinking OP daher für eine Sache, die nicht übereilt getroffen werden sollte und eine entsprechende Einschätzung des Augenarztes von einer guten Augenklinik auf Notwendigkeit verifizieren zu lassen.
Übrigens zweifle ich im Nachhinein am Nutzen des Crosslinkings, weil mein nicht operiertes Auge seit der OP praktisch auch unverändert geblieben ist und die Art Veränderungen, die nun beim Augenarzt vom Keratograph ausgewiesen wurden das operierte Auge in gleichem Masse betreffen wie das nicht operierte.
-
birdo74
Re: Crosslinking trotz gleichbleibender Sehkraft?
mir geht es auch genauso. Ich habe links einen KK im Anfangsstadium. Bin 30. Rechtes Auge ist stärker betroffen (ohne KKLinse ca 5 Prozent) mit 60.
Habe seit Jahren Angst dass sich links eine Progression abzeichnet eines Tages. Da mich der KK auch psychisch belastet gehe ich nur ganz ganz selten mal zum Augenarzt. Ich versuche den KK so gut es geht außerhalb meines Fokuses zu haben, da es mir dann viel besser geht. Im Juli war ich wieder einmal beim Augenarzt. Da keine alten Daten vorliegen, kann auch keine objektive Aussage zur Progression getroffen werden. Subjektiv sehe ich diese aber beidseitig nicht entscheidend stattfinden. Jetzt rät mir der Augenarzt zum beidseitigen CCL, das er auch selber ausführen würde. Ich glaube ich werde dies nicht machen und auf eine natürliche Stagnation bzw. v.a. links auf ein weiteres Ausbleiben einer Progression hoffen. Die Vorstellung dass mein letztes Auge durch CCL schlagartig schlecher sehen könnte macht mir Angst. Ich tendiere momentan auf beiden Augen weiterhin ohne CCL zu leben! Vielleicht ist es auch iwie doch sinnvoll das der MDK der KK die Kostenübernahme idR ablehnt. VG BIRDO