Vorgeschichte:
ein kleiner Bericht aus Dresden. Der Keratokonus wurde bei mir im Alter von 18 Jahren bei einer Routinekontrolle Entdeckt. Doch ich kam im Leben immer irgendwie klar, da wohl unser Gehirn recht viel gerade rückt.
Vor der OP:
Der Untersuchungstermin war Ende November 2012 wo ich dann auf die Spenderliste gesetzt wurde mit bitte des Transplantat ab Februar 2013. Im Mai wurde ich dann etwas nervös und meldete mich beim Uniklinikum und es war genau der Tag an dem auch das Uniklinikum bei mir melden wollte. Mir wurde ein OP Termin für 31.Mai gegeben. Die Schwester machte mir Mut das Oberarzt echt gute Dinge macht. Dann gab es eine Woche vor dem Termin einen Anruf, man müsse die OP verschieben wegen eines weiteren Tests der Hornhaut. So wurde der OP Termin auch 4.Juni verschoben. Eine Woche Vorher wieder ein Anruf aus dem Uniklinikum, die Hornhaut wäre qualitativ nicht in Ordnung. Man hätte eine Andere und würde mich am 12.Juni operieren. Am 11.Juni ist dann etwas passiert was einem im Leben nie passiert. Ich habe ein Pickel an der Unterseite des Lieds des betreffenden Auges. Zur Kontrolle bin ich sofort ins Krankenhaus und nach Prüfung wurde die OP abgesagt und ich musste für zwei Wochen Salben und mich dann wieder melden. Im Endeffekt fand die OP am 10.Juli statt aber ihr könnt euch sicher vorstellen das man bei der Anzahl der Verschiebungen etwas nervös wird.
Der OP Tag:
Ich bin morgen nüchtern ins Krankenhaus. Es folgte eine Untersuchung und alles war in Ordnung. Mir wurde ein Zimmer zugewiesen und erfreut das es ein Zwei Bett Zimmer war. Ich erhielt in Abständen vor der OP zwei Tabletten. Kurz vor Mittag war es dann soweit und es ging in den OP. Die OP fand unter Vollnarkose statt und ich bin im Aufwachraum wach geworden. Mein Auge war verbunden. Im Zimmer selber erhielt ich einen Tropf und Überwachung über den Nachmittag. Ich fühlte mich ein wenig platt. Ich kann nicht sagen, dass ich schmerzen hatte aber man hat gemerkt da war irgendwas am Auge. Beim Schlafen war man natürlich besonders vorsichtig.
Im Krankenhaus:
Morgens gab es die erste Untersuchung. Es war alles in Ordnung und ich hatte 10% Sehkraft (Vorher 2,5%). Der Verband wurde abgemacht ab da an wurde 6x Floxal Tropfen, 6x Predni Opthal Salbe, 6x Vitamin A und einmal am Tag ich glaube Kortison Intravenös. In der Nacht erhielt ich einen Salbenverband aufs Auge. Nach drei Tagen hieß es dann ich könnte entlassen werden, jedoch äußerte ich Bedenken bezüglich Salben zu Hause. So blieb ich noch eine Nacht länger um mit den Schwestern das Salben des Auges zu üben. Mein Auge war noch recht häufig geschlossen und Abends sehr blendempfindlich. Schmerzen hatte ich dem Sinne keine aber einen leichten Druck.
Zu Hause:
Ging es weiter mit 6x Floral, 6x Predni Opthal und 6x Vitamin A. Morgens nahm ich noch Prednisolon 80mg zu beginn um es alle drei Tage um 20mg zu reduzieren. Über diese Zeit musste ich auch 20mg Nexum Mups einnehmen. Zu Hause lief das Salben super nur das Tropfen war etwas problematisch. Das Auge war noch recht häufig halb verschlossen auch wegen der Salben. Nachts nutze ich einen Uhrglas Verband da ich Bauchschläfer bin und das Auge an sich noch Druckempflindlich ist. Zu dem bin ich sechs Wochen krank geschrieben und soll besonders vorsichtig (nicht schwer tragen, Menschenmengen meiden, Keine Sauna oder Schwimmbad, hohe Konzentration des Auge meiden)sein.
Zwischnzeitlich hatte ich meine Augenärztin gefragt ob ich das Flexal als Salbe haben kann. Nach dem ersten Mal Salben war mir klar warum das Uniklinikum das als Tropfen verschreibt, denn das Auge wird dadurch richtig verklebt.
Ich bin seither jede Woche beim Augenarzt zur Kontrolle und alles ist soweit ganz gut. Das Auge ist mittlerweile wieder komplett offen. Anfang August war die Nachkontrolle im Uniklinikum. Nun muss ich noch 5x Predni Opthal und 5x Vitamin A Salben und nutze den Verband nachts. Ich bin bei 20% Sehkraft im Moment mit einer Linse fast 50% aber ich merke das es von Woche zu Woche besser wird. Wobei ich auch sagen muss die Sehkraft Kontrollen sind recht spannend. Denn wenn ich das rechte Auge (gesund) schließe wird die Sehkraft von Minute zu Minute links irgendwie besser. Der nächste Termin im Uniklinikum ist Anfang Oktober und in dem Monat werden auch die ersten Nähte gezogen.
Im Alltag:
Wenn ich raus gehe dann meist mit Sonnenbrille wegen des blenden und Schutzes. Das Duschen mache ich noch mit dem Uhrglasverband am Morgen zur Not hätte ich noch eine Taucherbrille
Danke
Ein ganz großes Danke gilt OA Dr. Raiskup und seinem Ärzte Team, die mich während das Aufenthalt betreut haben. Des Weiteren ein großes Danke an Schwester Kerstin und ihr Team für die gute Betreuung, allem voran Schwester Irena die sich die Zeit nahm mit mir das Salben zu üben. Weiterhin sei auch meiner Augenärztin Fr. Dr. Einert zu danken die das initiert hat und nun die Nachbetreuung übernimmt.