Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Ggf. Myoring Entfernung - habe noch Fragen

Artur123
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Ggf. Myoring Entfernung - habe noch Fragen

Post by Artur123 »

Ich bin auch am überlegen den Ring entfernen zu lassen, waren die Halos nachts genauso stark wie mit den Ring?
Deleted User 14173

Re: Myoring Entfernung Mai 22

Post by Deleted User 14173 »

Nein, das ist absolut kein Vergleich. Die dünnen Ringe sind praktisch komplett weg. Ich kann Lichtquellen wieder verorten, jetzt sind eben wieder diese schiefen "Glares" da wie zuvor. Ich sehe nachts auch ohne Linse wieder brauchbar, mit natürlich gut.

Das leicht Milchige von den Narben, die durch den Schnitt entstanden sind bleibt bei weiter Pupillenöffnung, ist aber gefühlt etwas besser geworden. Trotzdem ist die Sicht stabiler und besser als zuvor, vor allem bei realen, alltäglichen Lichtverhältnissen in Innenräumen.
Artur123
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Re: Myoring Entfernung Mai 22

Post by Artur123 »

Vielen dank für deine nachricht, hat mir echt weiter geholfen bei meiner entscheidung.
Ich hätte noch 2 kurze fragen undzwar wielange hattest du den Ring im Auge und hat die Entfernung was gekostet
Deleted User 14173

Re: Myoring Entfernung Mai 22

Post by Deleted User 14173 »

Ich hatte ihn knapp 11 Monate im Auge. Ich war im März nochmal in München, allerdings habe ich mehrfach reklamiert, dass das Teil nicht tut, was es soll. Dennoch wurden mir 200 Euro für die Nachkontrolle (5' - alles sei gut, man könnte den Ring gegen einen stärkeren tauschen, wodurch ich dann wegen 6-7 Dioptrien Weitsichtigkeit auf einem Auge auch praktisch blind geworden wäre), dann habe ich mein Vorhaben mit meinem Doc an der Uniklinik besprochen. Er hat mich über die Konsequenzen aufgeklärt und prognostizierte vollkommen korrekt die Rückkehr des alten Zustandes vor dem Ring und eine leichte, bleibende, aber nicht weiter störende Fibrose (Vernarbung). Dass man damit eine Progression in Gang setzt, sei auch nicht zu erwarten, was bislang auch so war.

Ich musste nichts für die Entnahme zahlen, das (oder Ringtausch) sei bei der Implantation schon einkalkuliert. Da das Vertrauen in diese Entwicklung logischerweise gelitten hat, war die Entnahme für mich auch nervenaufreibender als die Einsetzung. Aber es ist tatsächlich in etwa einer Minute erledigt. Dann muss man erst einmal mit der neuen alten Optik zurechtkommen, das geht aber schneller als andersrum.

Ich habe nach 3-6 Monaten zunehmend begonnen, Sinn und Unsinn des Ringes für mich zu erörtern, nachdem der Visus in alltäglichen Situationen schlechter wurde und die Begleiteffekte nicht wirklich verschwunden sind. Habe mir dann Statistiken angesehen, wie es sich eigentlich entwickeln hätte sollen und habe meine Augenärztin und meinen Augenklinik-Doc befragt. Erstere war sowieso nie Fan davon ("Was soll der Ring bringen? Er ist in einem Bereich, den Ihre Pupille in Ihrem Alter noch immer gut erreichen kann und dann haben Sie dort eine Art Stufe in der Hornhaut. Ansonsten ist die Situation im Zentrum verheerender geworden als zuvor." Zitat annähernd im Wortlaut) Und auch in der Augenklinik hörte man Ähnliches: Manchmal funktioniere es ganz gut, sie kennen das Verfahren, wenden es aber nicht an, da die Nachteile den Nutzen in den meisten Fällen überwiegen. Selbst eine minimale Laserglättung nach erfolgreichem CXL wäre noch eher eine Option, die man mit höherer Erfolgsquote probieren würde, käme ich mit einer konservationen Versorgung (CL) nicht klar.

Das persönliche Abwägen - vielleicht auch mit den Nahestehenden Personen, die Kenntnis von deiner Sicht haben - würde ich dir auch raten. Leider war ich bei der Implantation zu voreilig und habe warnende Stimmen euphorisch ausgeblendet. War ein teures Lehrgeld mit hohem Zeitaufwand. Noch ärgerlicher ist es, wenn man den Ring entfernt und das dann aus welchen Gründen auch immer bereuen sollte, weils doch ganz okay war.

Alles Gute bei deiner Entscheidung, egal wie diese aussehen mag. 🙂
Kannst ja auch berichten, solltest du dich für eine Entfernung entscheiden.
TheodorKeller
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Experience with eyeglasses / lenses: Huckepacksystem getragen (Uni Klinik Köln)
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Myoring links München 2022 Okt.
Begeiterscheinungen: Kopfschmerzen
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Re: Ggf. Myoring Entfernung - habe noch Fragen

Post by TheodorKeller »

"Er ist in einem Bereich, den Ihre Pupille in Ihrem Alter noch immer gut erreichen kann und dann haben Sie dort eine Art Stufe in der Hornhaut"

Macht gar keinen Sinn, 2/3 der Brechkraft des Auges wird über die Krümmung der Hornhaut erreicht, diese ist auch nicht verstellbar, die Pupille kann sich verstellen, aber das bringt nichts wenn das einfallende Licht durch eine konus der Hornhaut stark gestreut wird. Die Pupille macht eigentlich auch garnix es ist die Linse im Auge und das mit der Treppe in der Hornhaut hat auch kein Sinn.

Wenn man nichr mal diese basic richtig versteht und aufsagen kann und sowas als argument eines arztes verkaufr, da wär ich vorsichtig.

Außerdem ist der Nutzer gelöscht.
Mart54
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Joined: 2021-06-17, 00:38
KC-Experience: Karrierebeginn 1973 - KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, 2024 li - Transplantatreaktion re 1994 - Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 - KK war in der ganzen Zeit nie stabil.
Keratoconus since: Diagnose mit 19
Experience with eyeglasses / lenses: erste KL 1973, nur rechts, war kaum auszuhalten.
1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag
Operationen: KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, DMEK 2024 li -
Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 -
Grauer Star re und li 2017
Begeiterscheinungen: Transplantatektasie li u. re
Map-Dot-Fingerprint Dystrophie + Salzmannknoten li
Trockene Augen, hohe Lichtempfindlichkeit, Schatten an Buchstaben, Strahlenkränze um Lichtquellen, Nachtblindheit

Depression, Überlastung

Verschlechterung durch Stress
Mögliche Ursachen: Jeder möchte doch erben, ich hab! Meine Oma hatte auch KK.
Ich über mich: verheiratet, 2 Töchter, 4 Enkel
Singen, Lesen (lassen), Geschichte, Religion
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Re: Ggf. Myoring Entfernung - habe noch Fragen

Post by Mart54 »

Hallo Theodor,

ich denke, dass es für uns wichtig ist, hier im Forum sowohl positive, als auch negative Erfahrungen kennenzulernen. Beides findet man nirgends sonst so wie hier. Es ist doch wichtig, vor einer Entscheidung zu einer OP beides gehört bzw. gelesen zu haben.

Dass Dir der Ring so gut geholfen hat finde ich klasse und ich hoffe sehr, dass alles so bleibt. Dass es bei anderen - ich hoffe, es sind nur wenige - weniger gut geklappt hat, finde ich schlimm; für die Betroffenen heißt es weiterkämpfen, weiter auf Lösungen warten und hoffen, weiter mit Einschränkungen leben müssen ...

Das gönn ich niemandem!

Jetzt aber zum „Pupillenproblem“!

Ja, die Pupille macht keine Refraktion. Aber die Pupille regelt die Lichtmenge, die über Hornhaut und Linse auf die Netzhaut fällt. Das macht sie, indem sie den Durchmesser ihrer Öffnung verändert. Bei jungen Menschen liegt dieser im Bereich von ca. 1,5 bis 8 mm, bei alten Menschen bei ca. 1,5 bis 5 mm.

Ist die Hornhaut im gesamten Bereich der Pupillenöffnung gleichmäßig klar und glatt, müsste die Sicht bei jedem "Grad" der Pupillenöffnung gleich oder ähnlich gut sein. Ist die Hornhaut an einer Stelle innerhalb des Öffnungsbereichs verändert z. B. durch eine Vernarbung oder ein Implantat, dann könnte dies, wenn die Pupille Licht durch diesem Hornhautbereich ins Auge lässt, durchaus zu ungewünschten Effekten auf der Netzhaut führen. Das wäre auch der Fall, wenn die Pupillenöffnung über den Rand des Rings hinausreichen würde.

So betrachtet komme ich zu der Überzeugung, dass der Augenarzt des "Deleted User" mit seinem Hinweis recht hat. Ich denke aber, dass auch den Ärzten, die den Ring einsetzen, dies klar ist und dass sie die Größe des Rings an die Weite der Pupillenöffnung anpassen und auch bei der Positionierung des Rings das Problem berücksichtigen.

Liebe Grüße
Martin
"Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen."
(Mahatma Gandhi)