Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

USA Fernsehbericht zu Scleral-Linsen

Markus
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...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;)
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USA Fernsehbericht zu Scleral-Linsen

Post by Markus »

Hallo!

Hab im Internet einen Bericht eines amerikanischen Senders gefunden.
Es geht um Sclerallinsen, und wie sie dem "blinden" Jungen ein neues Leben gegeben haben. Er hatte die schreckliche Krankheit "Keratoconus". "Es war wie ein Wunder!"

Abgesehen von der Überdramatisierung und der Sensationshascherei aber in ganz interessanter Kurzbericht, wenn man solche Linsen noch nie gesehen hat.

http://www1.whdh.com/features/articles/ ... rt/DBM944/

Dazu braucht ihr allerdings den REAL-Player und ne schnelle Internetverbindung.

VG MARKUS
Norbert S.
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Re: USA Fernsehbericht zu Scleral-Linsen

Post by Norbert S. »

Ja, als mein Optiker das Ding in der Hand hatte und er mit einem zielstrebigen Blick vor mir stand, habe ich gedacht: Der will jetzt aber nicht etwa das Ding da irgendwie in mein Auge bekommen!? (Durchmesser 2,7 cm)

Ist zum einen gut vorher so etwas mal gesehen zu haben und zu wissen, dass das mit der Handhabung in der Praxis dann ganz einfach geht. Das Teil war mir von der Handhabung fast lieber als die herkömmlichen Linsen.

Die Idee, den Konus zu entlasten, fand ich auch recht gut.

Gruß
Norbert
Markus
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Re: USA Fernsehbericht zu Scleral-Linsen

Post by Markus »

Hi Norbert!

da wollt ich dich sowieso noch fragen, wer dir die Linse angepasst hat und wie teuer die war und wie alng die Anpassung so gedauert hat und wie es damit lief und und ob du gut gesehen hast und sie vertragen hast und so weiter! ;-)

Ach ja, hättest du vielleicht Lust für eine neue Keratokonus.de-Seite etwas zu Sclerallinsen zusammenzusuchen und zu formulieren?

Ich möchte jetzt eigentlich doch langsam Leuten inhaltliche Aufgaben verteilen, damit die neue Seite vielleicht doch relativ schnell was werden... ;-)

Jetzt hab ich zwar verschiedene Sachen vermixt, aber egal... ;-)

VG MARKUS
Norbert S.
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Re: USA Fernsehbericht zu Scleral-Linsen

Post by Norbert S. »

Hi Markus,

die Linse hat mir der Optiker angepasst, den ich auch unter "Adressen" hier im Forum empfohlen habe (Jens Singer).

Das mit dem Anpassen ist so ne Sache. Leider funktioniert das nicht so einfach wie mit den herkömmlichen, man kann hier nichts fertig ausmessen. Die Linsen müssen nach dem "try and error"-Prinzip angepasst werden.

Ich hatte da viel Glück mit meinem Optiker. Das war eine super Zusammenarbeit. Er hat mir mal gesagt, dass die Linsen seines Erachtens nichts für Leute sind, die zum Optiker gehen und sagen "Hey, da bin ich Spezialist, verpassen Sie mir mal die optimalen Linsen". Die optimale Linse muss man sich gemeinsam erarbeiten.

Das funktioniert so: Es gibt ein Set an Linsen, die man entsprechend der vorliegenden Messungen nach und nach mal probiert und dann schaut, wie gut die passen und wie sie sich so "anfühlt".

Eine Sklerallinse hat drei Bereiche. Der innere steht von der Hornhaut ab und liegt nicht auf. Der äußere Bereich liegt auf der Lederhaut auf (weißer Bereich im Auge), die sehr unempfindlich ist. Wichtig ist der Übergangbereich zwischen den beiden, der die Funktion beeinflusst und auch nicht aufliegen darf.
Auf folgendes muss geachtet werden:
:: saubere gleichmäßige Auflage, ohne dass sich zu starke Druckstellen bilden
:: gleichmäßige Luftblase (keine Wülste, keine "schaumigen" Luftblasen, nicht zentral)
:: kein Beschlagen der Optikzone

Vorteile:
;; man kann sie nicht verlieren
:: kein Festsaugen
:: stabiler Sitz
:: mechanischer Schutz
:: Schonung der Hornhaut (Linse liegt dort nicht auf)

Nachteile:
:: kompizierter individueller Anpassvorgang (mehrere lange Termine)
:: teuer (so mit 500 € pro Linse sollte man rechnen; ist nur ne "Hausnummer")

Ob die Linse überhaupt für einen taugt, ist auch nicht unbedingt sicher (das merkt man aber schon beim Anpassen oder mit der Probelinse).

Zu meinem Fall: Es waren drei Termine fällig (teilweise bis zu einer Stunde). Es mussten neue Linsensätze angefordert werden (aus den Erkenntissen mit den Linsen des vorhandenen Satzes).
Insgesamt hat sich das doch über etliche Wochen hingezogen.

Allerdings habe ich auch mit dieser Linse Probleme bekommen. Ich habe ja ziemlich trockene und v.a. auch sehr "gereizte" Augen.
Unabhängig vom Linsentragen hatte ich oft feuerrote Augen. Da war dann auch mit der Sklerallinse nichts mehr zu machen. Wenigstens habe ich damit nicht mehr die Hornhaut verletzt wie bei den früheren Linsen.

Mir viel ja die Entscheidung für die ARK-Operation von daher leichter, dass ich echt nicht mehr wusste wie es mit Linsen weitergehen soll. Als nächstes wäre dann das Huckepack-System dran gekommen. Das hat mich allerdings auch nicht überzeugt (hab's aber auch nicht probiert).

Die andere Frage die sich mir stellte: Ist nach einer Transplantation die Linsenunverträglichkeit weg und auch mein trockenes Auge, die Reizungen etc...?

Kannst Du hier vielleicht nochmals kurz etwas dazu sagen?
Ich kam zu dem Ergebnis, dass man das nicht sicher sagen kann, die Wahrscheinlichkeit, dass die Probleme nachher noch da sind ist aber groß.
Und dann? Hoffen, dass ich nach einer Trans ohne Linsen gut sehe?

Gruß
Norbert
Günter
Administrator/in
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KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
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Re: USA Fernsehbericht zu Scleral-Linsen

Post by Günter »

Hallo,

die Linsenunkverträglichkeit ist nach einer Transplantation leider nicht immer weg. Bei mir war sie weg. Aber ich kenne auch andere Fälle nach einer Transplantation wo die Linsen nur schwer vertragen wurden.

Ich habe zu diem Thema Transplantation und Linsen im Forum schon einiges geschrieben. Aber man kann wohl keine sichere Aussage darüber machen ob jemand nach einer Transplantation Linsen verträgt oder nicht. Obwohl die Verträglichkeit wohl bei den meisten deutlich besser wird.
Gruß Günter
Norbert S.
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Scleral-Linsen

Post by Norbert S. »

Hallo!

Sajeev, der in UK lebt, sagte mir, dass dort sehr häufig mit Sklerallinsen gearbeitet wird. Gerade auch bei Keratokonus und Linsenunverträglichkeit werden diese Linsen gerne eingesetzt.

Bei uns sind diese Linsen eher unüblich, da sie sehr schwierig anzupassen sind (v.a. zeitaufwändig).

Hier ein Link zu einem Kurzartikel der Deutschen Ophtalmologischen Gesellschaft zum Thema Sklerallinsen:
http://www.dog.org/2003/abstracts/264_d.html

Viele Grüße
Norbert