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Kassenübernahme Keratokonuslinsen
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sherlock4711
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- KC-Experience: Bei mir wurde im Jahre 2014 ein beidseitiger Keratokonus diagnostiziert. Seither hatte ich zwei Crosslinking-Behandlungen und verschiedene Kontaktlinsen-Typen, mit denen ich heute weitestgehend problemlos durch den Alltag komme. Ich möchte mich hier austauschen und über verschiedene Krankenkassen und deren Umgang mit KC informieren.
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Kassenübernahme Keratokonuslinsen
das leidige Thema Kostenübernahme durch die Kassen scheint viele von uns Betroffene zu beschäftigen - so auch mich.
Jetzt ist das Thema Krankenkasse aktuell, aufgrund der Erhöhung der Zusatzbeiträge, so oder so aktuell und auch mein Auslöser, mich mit dem Thema näher zu befassen. Aktuell bin ich bei der Knappschaft, die aber mit einem Zusatzbeitrag von 4,4% den Vogel massiv abgeschossen haben und mich zu der Entscheidung gebracht haben, die Kasse zu wechseln.
Die Knappschaft hat die Kosten für Linsen bisher immer übernommen (zuletzt m.W. nach Sklerallinsen, rotations-symetrisch, sphärisch). Da sowohl die Verordnung, Anfertigung und Anpassung immer über meinen Augenarzt lief (ich musste mich also nie um irgendwas selbst kümmern), habe ich bisher auch keinerlei Daten zu den Linsen.
Daher kann ich hier nur allgemein Fragen: Welche Erfahrungen habt ihr mit eurer Krankenkasse in dieser Hinsicht gemacht? Bei welcher seid ihr und hat eure Kasse (bis auf die 10€ Zuzahlung) die Kosten immer übernommen? Oder musstet ihr selbst etwas zuzahlen?
Ich würde mich über euer Feedback freuen, denn inzwischen kenne ich zwar die gesetzlichen Festbeträge, von der alle Kassen immer schreiben, diese sind aber deutlich kleiner als das, was meine Kasse bisher immer gezahlt hat und ich verstehe nicht, wie das zustande gekommen ist.
Liebe Grüße,
Timo
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Mart54
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- KC-Experience: Karrierebeginn 1973 - KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, 2024 li - Transplantatreaktion re 1994 - Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 - KK war in der ganzen Zeit nie stabil.
- Keratoconus since: Diagnose mit 19
- Experience with eyeglasses / lenses: erste KL 1973, nur rechts, war kaum auszuhalten.
1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag - Operationen: KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, DMEK 2024 li -
Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 -
Grauer Star re und li 2017 - Begeiterscheinungen: Transplantatektasie li u. re
Map-Dot-Fingerprint Dystrophie + Salzmannknoten li
Trockene Augen, hohe Lichtempfindlichkeit, Schatten an Buchstaben, Strahlenkränze um Lichtquellen, Nachtblindheit
Depression, Überlastung
Verschlechterung durch Stress - Mögliche Ursachen: Jeder möchte doch erben, ich hab! Meine Oma hatte auch KK.
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Re: Kassenübernahme Keratokonuslinsen
frag doch einfach bei Deiner Kasse nach, wie sie sich zukünftig an den Kosten Deiner Linsen beteiligen wird. Ich würde die Anfrage an Deiner Stelle schriftlich machen - per Brief. Die Kasse muss dann auf alle Fälle antworten und Du hast dann etwas auf der Hand für später bzw. kannst, wenn Dir die Antwort nicht passt nachfragen bzw. Einspruch erheben oder nachfragen.
Bei mir werden neue Linsen Anfang Februar angepasst. Ich warte ab, was der Optiker bezüglich Kosten und Kassenanteil weiß. Wenn mir die Auskunft nicht passt, werde ich bei meiner Kasse selber nachfragen. Klar habe ich schon nachgelesen. Meine Kasse übernimmt bei Verordnung pro Linse 100,- €.
Es kann aber auch sein, dass die Kosten vollständig übernommen werden, wenn die Linsen therapeutisch notwendig sind. Sollte ich nur die 100,- Euro pro Linse als Zuschuss bekommen, werde ich mit meiner KK einen kleinen Schriftverkehr starten. Der bringt mir zwar nix, kostet aber die KK Arbeitszeit und damit Geld. Ich glaube so geht passiver Widerstand? Klar fällt das nicht ins Gewicht, wenn ich das mache - aber das wird anders, wenn jeder Keratokonus-Kontaktlinsenträger bei seiner Kasse nachfragt.
Ich würde mich freuen, wenn Du uns auf dem Laufenden halten würdest.
Ich werde mich melden, wenn ich weiß, wie es bei mir weitergeht.
Liebe Grüße
Martin
(Mahatma Gandhi)
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sherlock4711
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Re: Kassenübernahme Keratokonuslinsen
Hallo Martin, vielen Dank für deine Antwort.Mart54 wrote: 2025-01-24, 20:38 frag doch einfach bei Deiner Kasse nach, wie sie sich zukünftig an den Kosten Deiner Linsen beteiligen wird.
Leider hilft mir das nicht weiter, denn es geht gar nicht darum, wie viel meine Kasse in Zukunft bezahlen wird, sondern ganz generell um eure Erfahrungen hinsichtlich Kassen und Kostenübernahme. Wie ich schrieb, möchte ich meine Krankenkasse verlassen und wechseln, daher bringt ein Schriftverkehr mit ihr nicht mehr viel. Ohne konkrete Angaben, können wir aber auch neue Kassen leider keine Antworten geben. Mich geschrieben habe, liegen mir Angaben nicht vor, da die gesamte Abwicklung bisher immer über meine Augenarzt lief.
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Stefan1985
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Re: Kassenübernahme Keratokonuslinsen
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Artur123
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Re: Kassenübernahme Keratokonuslinsen
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Mart54
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1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag - Operationen: KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, DMEK 2024 li -
Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 -
Grauer Star re und li 2017 - Begeiterscheinungen: Transplantatektasie li u. re
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Re: Kassenübernahme Keratokonuslinsen
der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen - GKV - hat Festbeträge für Hilfsmittel, auch Sehhilfen, festgelegt.
Die Festlegung wurde durch folgende Kassen beschlossen:
- AOK-Bundesverband, Bonn-Bad Godesberg
- BKK Bundesverband, Essen
- IKK-Bundesverband, Bergisch Gladbach
- See-Krankenkasse, Hamburg
- Bundesverband der landwirtschaftlichen Krankenkassen, Kassel
- Knappschaft, Bochum
- Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V., Siegburg
- AEV - Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e. V., Siegburg
https://www.gkv-spitzenverband.de/krank ... traege.jsp
und speziell zu den Festlegungen für Sehhilfen:
https://www.gkv-spitzenverband.de/media ... hilfen.pdf
Damit die KK die Kosten für eine Sehhilfe übernimmt, ist eine ärztliche Verordnung notwendig.
Ob ein Arzt eine Verordnung ausstellen kann oder nicht, ist in der Hilfsmittelverordnung (Richtlinie über die Verordnung von Hilfsmitteln in der vertragsärztlichen Versorgung – HilfsM-RL) festgelegt.
Dazu hat die „Keratokonus.Selbsthilfe“ einige Folien erstellt und im Netz veröffentlicht.
Auch hier der Link:
https://www.keratokonus-selbsthilfe.de/ ... onus-1.pdf
Liebe Grüße
Martin
(Mahatma Gandhi)
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Cucugm
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Re: Kassenübernahme Keratokonuslinsen
Ich bin bei der AOK PLUS (Dresden). Ich hatte bisher keine Probleme mit Kostenübernahme bei OPs, formstabiler Kontaktlinsen.
Seit ich jedoch meine Sklerallinsen übernehmen lassen wollte, will AOK nicht zahlen.
Nach ihrem internen "objektiven" Arzt seien meine Augen nicht schlecht genug für Sklerallinsen und außerdem würden sie mir nur eine formstabile Linsen übernehmen (obwohl sie letztes Jahr beide übernommen haben).
Nun Widerspruchsbrief zusammen mit Gemini anfertigt, anhand der Argumente der AOK und die Notwedigkeit der KL beschrieben.
Seit Mitte Oktober warte ich auf eine Antwort..
Deshalb würde es mich interessieren ob andere ihre KK empfehlen könnten. Barmer und Techniker sollen ganz gut sein.
Die Medizinische Angestellte meines Augenarztes meinte etwa "Viele Keratokonus Patienten haben Probleme bei der Übernahme der KL.
Barmer macht wenig Ärger." Tendiere ebenfalls zu Audi BKK weil sie in meiner Stadt sehr präsent sind.
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Mart54
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1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag - Operationen: KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, DMEK 2024 li -
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Re: Kassenübernahme Keratokonuslinsen
die Krankenkasse ist nur ein Rädchen im Hilfsmittel-Genehmigungs-Prozess.
Wie bist Du vorgegangen?
- Wurden die Sklerallinsen von Deinem Augenarzt verordnet?
- Hat Dein Optiker für die Linsen ein Angebot erstellt und dieses zur Genehmigung an Deine Krankenkasse geschickt?
- Hat die Krankenkasse die Kostenübernahme schon in diesem Stadium abgelehnt?
Wenn Du die Linsen ohne Verordnung und ohne Kostenübernahmezusage hast anfertigen lassen und Du die Rechnung nach Lieferung der Linsen bei der Krankenkasse eingereicht hast, wird die Krankenkasse die Kostenübernahme ablehnen.
Liebe Grüße
Martin
(Mahatma Gandhi)