Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Methode Dr. Krumeich

brinja

Methode Dr. Krumeich

Post by brinja »

Ich habe vor ca. drei Wochen erfahren, dass ich Keratokonus habe!
Zu meiner anfänglichen Verzweiflung ist mitlerweile große Verunsicherung gekommen. Über das Internet bin ich auf Dr. Krumeich gestoßen. Bei einem Besuch in seiner Klinik sagte er mir, ich müsse sofort operiert werden, nur dann würde sich die Krankheit nicht weiterentwickeln. Die üblichen Linsen taugten nichts, ja sind sogar schädlich.

Wer kann mir etwas zu der von Krumeich durchgeführten zirkulären Keratotomie sagen ?
Wer ist schon von Ihm operiert worden?
Warum wird die OP nicht von der Krankenkasse bezahlt ?
Tim_OS_78
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Joined: 2003-06-03, 21:48
KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg.
Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge.
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Re: Methode Dr. Krumeich

Post by Tim_OS_78 »

Hallo Brinja,

nachdem Du seit 3 Wochen weißt das Du Keratokonus hast solltest Du erstmal nichts überstürzen, sondern Dich erstmal hier schlau machen. Und Dir einen Überblick verschaffen.

Was gibt es für Möglichkeiten und wie Dein aktueller Stand ist.
Die zirkuläre Keratotomie wurde hier allerdings nicht berichtet, nur die Assymetrische Keratotomie von Prof. Lombardi.

Früher hieß es immer, Linsen tragen bis es nicht mehr geht.
Inzwischen kommen häufiger Meinungen auf, das Linsen tragen schädlich ist und im Anfangsstadium die OPs am sinnvollsten sind. Gerade auch wegen Methoden wie Vernetzung und ARK!

Wenn Du noch mehr Infos möchtest, dann gebe ich gerne Auskunft.
Bei Dr. Krumeich war ich auch schon.

Gruß
Tim
Thomas Quinkert
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Re: Methode Dr. Krumeich

Post by Thomas Quinkert »

Hallo Brinja!

Dr. Krumeich behandelt den Keratokonus stadiengerecht, zunächst besteht hier im Anfangsstadium die Möglichkeit der zirkulären Keratotomie, hier wird die Hornhaut gezielt mit einem Rundmesser (Trepan) auf eine bestimmt Tiefe eingeschnitten, dieser Schnitt vernarbt dann (allerdings außerhalb des Blickfeldes) und soll Deine Hornhaut stabilisieren.

Wenn dies nicht mehr möglich ist, weil der KC weiter fortgeschritten ist, zieht Dr. Krumeich eine Epikeratophakie in Betracht, hier wird eine geschliffene Spenderhornhaut wie eine Art Kontaktlinse auf die eigene aufgenäht, ohne daß die eigene Hornhaut beschädigt wird. Diese kann jederzeit wieder entfernt werden.

Die nächste Möglichkeit ist dann eine lamelläre Keratoplastik, wenn der KC noch weiter fortgeschritten ist. Hier werden die oberen beschädigten Schichten Deiner eigenen Hornhaut entfernt und durch eine Spenderhornhaut ersetzt.

Und wenn von der eigenen Hornhaut nichts mehr zu retten ist, dann wird eine perforierende Keratoplastik gemacht, wo dann Deine eigene Hornhaut komplett gegen eine Spenderhornhaut ersetzt wird.

Ich selbst habe innerhalb von 2 Jahren im April 2003 erst links und dann im September 2004 auch rechts von Dr. Krumeich jeweils eine lamelläre Keratoplastik durchführen lassen und bin mit dem Ergebnis derzeit sehr zufrieden. Ich komme auf ca. 80-90 % mit Brille auf beiden Augen (rechts -0,5 Dioptrien und links +1,5 Dioptrien bei einem Astigmatismus von je ca. 2-3 Dioptrien, diese Werte schwanken rechts noch leicht, weil die OP noch nicht so lange her ist) und bin nicht mehr auf Kontaktlinsen angewiesen, was mir meinen Alltag sehr erleichtert.

Ich persönlich würde mich sofort wieder von Dr. Krumeich operieren lassen, falls es notwendig sein sollte. Aber diese Entscheidung kann Dir sicherlich keiner abnehmen. Ich kann Dir nur das raten, was Tim schon geschrieben hat, nämlich daß so eine Operation gut überlegt sein will. Es kommt immer auf die Ausgangssituation an. Wenn Dr. Krumeich Dir die Keratotomie anbietet, dann ist der KC bei Dir sicher noch im Anfangsstadium. Vor meinen Operationen kam ich mit Linsen gerade mal auf 50-60 %, hätte ich noch mehr Sehschärfe erreichen können, so hätte ich mir das mit der Operation sicherlich anders überlegt.

Warum manche OPs von der Krankenkasse nicht übernommen werden, kann ich mir auch nicht erklären. Manche Operationen sind einfach nicht anerkannt, obwohl sie den Betroffenen sicherlich helfen. Es geht hier sicherlich in erster Linie um Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Beispielsweise wird eine Epikeratophakie auch nicht komplett gezahlt, weil hier ein Laser zum Einsatz kommt, und das ist von der Krankenkasse nicht anerkannt. Genauso ist es mit den ganzen Laser-OPs z. B. wegen Kurzsichtigkeit usw.

Viele Grüße aus dem Sauerland
Thomas
Ziggy
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Re: Methode Dr. Krumeich

Post by Ziggy »

Thomas Quinkert wrote: Warum manche OPs von der Krankenkasse nicht übernommen werden, kann ich mir auch nicht erklären. Manche Operationen sind einfach nicht anerkannt, obwohl sie den Betroffenen sicherlich helfen. Es geht hier sicherlich in erster Linie um Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Beispielsweise wird eine Epikeratophakie auch nicht komplett gezahlt, weil hier ein Laser zum Einsatz kommt, und das ist von der Krankenkasse nicht anerkannt. Genauso ist es mit den ganzen Laser-OPs z. B. wegen Kurzsichtigkeit usw.

Welch ein Trugschluß der Kassen. Ich war genau 51 Wochen nach meinen beiden Operationen Krankgeschrieben und fast jede Woche Hat die "Tussi" von der Kasse angerufen wann ich den wohl wieder Arbeitsfähig werde.

Glaube das Krankengeld das sie mir gezahlt haben übertrift ein vielfaches dem was bei einer unkonventionellen Behandlung draufgeht.
andyH.
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Joined: 2005-02-07, 21:57
KC-Experience: kommt noch
Keratoconus since: ungefähr mit 16
Operationen: volles Programm:

linkes Auge: Tranplantation, wegen zu hoher Krümmung, danach noch gelasert. Trotzdem nur ca.60% mit starker Brille

rechts: zirkuläre Keratotomie mit Titanringring- hat überhaupt nicht funktioniert,
danach 2mal Operation in Rom bei Dr. Lombardi: ARK. Dann mit Brille ca.80%, aber Schmerzen im Auge und ständig schwankender Visus und Kopfschmerz
Sept. 09 Transplantation in Homburg.
Begeiterscheinungen: häufig Kopfschmerzen
Mögliche Ursachen: wenn ich das mal wüsste
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Re: Methode Dr. Krumeich

Post by andyH. »

hi brinja,

bist du inzischen operiert worden??