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nrw12: Transpl, Bochum, 12-2004
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nrw12
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nrw12: Transpl, Bochum, 12-2004
Hallo,
hier meine (bis jetzt positiven Erfahrungen) mit der Hornhaut OP.
Ich bin Anfang 30 und lebe seit mehr als 15 Jahren mit Keratokonus (beidseits). Bis vor wenigen Jahren kam ich mit harten KL auf 80% Sehvermögen, und -da ich die KL gut vertrug- habe mir eigentlich wenig Sorgen um meine Augenkrankheit gemacht.
Anfang 2004 kam ich nur noch auf 50 %, das machte mir dann schon mehr Sorgen. Die Aussage der Ärzte damals war, dass Sie nichts machen könnten, und erst wenn die Sehkraft noch wesentlich weniger wird, könnte man eine Hornhauttransplantation vornehmen. Aber Spenderhornhäute sind knapp und nach der Operation käme ich auch nur bestenfalls auf 50%. Lohnt sich also (noch) nicht.
Nach einem beruflich bedingten Unzug nach Bochum habe ich im Herbst 2004 die Augenarztpraxis (mit angeschlossener -klinik) von Herrn Dr. Krumeich, die er gemeinsam mit seinem Sohn und einem anderen Augenarzt betreibt, besucht, Dort werden jährlich uber 300 Transplantationen durchgeführt (das wusste ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht).
Herr Dr. Krumeich war der Meinung, dass eine sofortige Operation das beste für mich sei und stand damit eher im Widerspruch zu seinen Kollegen. Er empfahl, eine tiefe lamelläre Operation durchzuführen. Dabei werden nur die obersten Schichten der Spenderhornhaut übertragen. Die Vorteile dieser Operationsmethode seien, dass Abstossungsreaktionen wesentlich unwarscheinlicher sind als bei "konventionellen" (perforierender) Transplantationen. Und er sagte mir, dass ich nach geglückter Operation wahrscheinlich für den Rest meines Lebens "Ruhe" haben werde (das war für mich der wichtigere Grund). Die andere Operation müsste man alle 10-20 Jahre wiederholen.
Am 6.12.2004 sollte es soweit sein. Ich habe mich im Krankenhaus Bochum-Wattenscheid eingefunden. Leider kam es erst einen Tag später zur Operation, und auch nicht, wie geplant, unter Vollnarkose im OP des Krankenhauses, sondern mit lokaler Betäubung in der Klinik von Herrn Dr. Krumeich.
Nach diversen Vorbereitungen (EKG, Blutdruck, Anbringung einer Infusion mit Beruhigungsmitteln, ein letztes Mal zur Toilette etc.) kam ich dann in einem Raum, in dem noch mehrere ander Patienten auf OP-Tischen lagen und auf ihre OP warteten bzw. sie hinter sich hatten.
Dann kam auch schon Dr. Krumeich und verabreichte mir die Betäubung (Ekelhaft! Zwei Spritzen ins Auge).
Während der Operation bekam ich ein Tuch übers Gesicht gelegt und einen Schlauch, der mich mit Luft versorgte. Gesehen habe ich somit (fast) nichts, auch weil ich die KL aus dem anderen Auge herausnehmen musste. Dann musste ich meinen Kopf ruhig halten (Hätte ich mich ruckartig bewegt, wäre wohl die ganze Operation für die Katz gewesen).
Nach über 1 Stunde war die Operation vorbei. (War mir gar nicht so lang vorgekommen)
Danach bin ich mit dem Taxi wieder zum Krankenhaus. Mein Auge war natürlich verbunden und ich durfte die ersten Tage noch der Operation nicht nach unten sehen und auch nicht auf der operierten Seite schlafen.
Im Krankenhaus bekam ich alle zwei Stunden jeweils abwechselnd Isopto-Max und Ecolicin (beides Antibiotika mit ein wenig Cortison). Dreimal am Tag kam ein Eisbeutel aufs Auge und ein dünner Schlauch durch den reiner Sauerstoff aufs Auge gepustet wurde. Jeweils ca. 5 min lang.
Am Morgen nach der Operation fühlte ich mich schon wieder recht wohl. Ich brauchte die bereitliegende Schmerzpille nicht zu nehmen. Wenn der Verband ab war, konnte ich mit dem operierten Auge in etwa so gut (bzw. schlecht) sehen wie vor der Operation ohne Kontaktlinse. Fürs erste war ich damit zufrieden.
Drei Tage nach der Operation wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. (Der stationäre Aufenthalt ist mittlerweile nicht mehr ublich, die meisten lassen die Operation ambulant vornehmen und mieten sich für 5 Tage in ein Hotel ein, wenn Sie von weiter weg kommen)
Im Krankenhaus lernte ich einen Herrn kennen (schätze er war etwas über 60), der aus einem Ort nahe Frankfurt kam. Er liess sich bereits das zweite Auge "machen": perforierende Keratoplastik, also komplett-Transplantation der Hornhaut. Er wusste vorher gar nichts von der Möglichkeit, die Hornhaut teilweise zu übertragen, wie bei mir. Er hatte zwar in der Nacht nach der Operation Schmerzen, bekam aber ansonsten die gleichen Medikamente wie ich. Auf dem 10 Monate zuvor operiertem Auge kam er (mit Brille) auf 70%, Zeitunglesen konnte er auch ohne Brille (Ich habe seit 10 Jahren ohne Kontaktlinsen nicht mehr lesen könne). Bei ihm lief es also ähnlich "glatt" ab wie bei mir.
Sieben Tage nach der Operation brauchte ich kein Verband mehr zu tragen, die Medikmente wurden umgestellt auf 4x täglich Posifenicol-Augentropfen (Antibioticum) und 3xtäglich Blephamide Augensalbe (Cortison)
Zwei Wochen nach der Operation konnte ich wieder arbeiten (EDV-Berater)
Vier Wochen nach der Operation sollte dann eine Brille angepasst werden, nur für das operierte Auge, das andere musste weiterhin ein Kontaktlinse tragen. Das war allerdings ein Rückschlag, da der Wert -9 sph./-4 cyl sehr hoch war. Herr Krumeich wollte durch vorsichtiges Zeihen einiger Operationsfäden wenigstens die -4 cyl wegmachen. Ist ihm auch zum Teil gelungen. Ich bin immer noch beindruckt von der ruhigen Hand des Mannes.
Aber eine Brille mit -9 ist wie wenn man von der falschen Seite in ein Fernrohr blickt: Man sieht alles viel kleiner. Und mit dem anderen Auge sah ich ein total anderes Bild. Die Monate drei und vier nach der Operation waren deshalb ziemlich trübsinnig.
Dann "verpasste" mir Dr. Krumeich eine weiche Kontaktlinse auf dem operiertem Auge (!) und damit konnte ich auf Anhieb besser sehen als mit dem anderen.
Mittlerweile (rund ein halbes Jahr nach der Operation) bin ich bei 80% (was so gut ist wie in meinen besten Tagen vor der OP). Die KL vertrage ich sehr gut, und an Medikamenten nehme ich nur zweimal Posifenical und einmal Blephamide.
Das Auge ist so gut verheilt, dass sich Dr. Krumeich nur noch dem anderen Auge widmet und ich Ihn extra bitten muss, mir doch etwas über das operierte zu sagen...
Für das andere Auge steht jetzt auch ein Operation an, allerdings ist die Hornhaut so dünn, dass Sie wahrscheinlich doch komplett ausgetauscht werden muss. Oder wir machen das an der TU Dresden entwickelte Cross-Linking-Verfahren, wofür Herr Dr. Krumeich gerade die notwendigen Maschinen geliefert bekommen hat. Damit könnte man die Hornhaut stabilisieren, und man gewänne ein paar Jahre Zeit.
D. h. der nächste Bericht steht auch schon an.
Herrn Dr. Krumeich kann ich als Chirugen nur empfehlen. Wo ander Ärzte einfach zu abwarte raten und die Sache anscheinend nur aussitzen möchten und als letzte Instanz nur die Komplett-Transplantation sehen, bietet er noch andere hilfreiche Operationen an. Ich verstehe auch nicht, warum sein Name hier im Forum wenig genannt wird, z.B. im Vergleich zu Professore Lombardi.
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sabine s.
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- KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird. - Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
- Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Hornhauttransplantation Dez 2000
toller, bericht! danke.
freut mich, daß es für dich so positiv gelaufen ist und hoffe, daß es dies auch bleibt. o-k
ich würde dir nach diesen schon guten erfahrungen auf jeden fall zum cross-link verfahren raten.
erst wenn das keinen erfolg gebracht hat, kannst du immer noch eine perforierende kp machen lassen.
ich glaube einfach inzwischen, daß dieses wirklich nur der allerletzte ausweg ist, nachdem alles andere versagt hat.
alles gute,
so long, sabine
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Markus
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- KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;) - Has thanked: 4 times
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Re: nrw12: Hornhauttransplantation Dez 2004
Herzlich Willkommen im Forum! Und vielen Dank für deinen Bericht! Ist echt klasse, auch mal mehr von positiven Ergebnissen zu hören! UNd viel Glück für eine eventuelle neue OP!
Viele Grüße aus dem hohen Norden!
MARKUS
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nrw12
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Re: nrw12: Hornhauttransplantation Dez 2
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RobertM
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Re: nrw12: Hornhauttransplantation Dez 2004
Vielen dank für Deine Antworten und wirklich alles Gute und ToiToiToi für den Visus.
Herzlichen gruß
Robert
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nrw12
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Re: nrw12: Hornhauttransplantation Dez 2
Bis jetzt habe ich nichts wirklich negatives erlebt am operierten Augen, keine Abstossungsreaktionen, keine Schmerzen nichts. Sehschärfe ist 70 bis 80 % mit weicher Kontaktlinse, ohne nur 10 % (wobei die Prozentzahlen m.E. eine Genauigkeit suggerieren, die gar nicht da ist, jeder Arzt misst anders). Schleier habe ich auccch noch nie gesehen.
Von irgendwelchen Problemen am Interface weiss ich nichts, Schleier etc. sehe ich nicht und sonderlich lichtempfindlich war das Auge höchstens in den zwei Wochen nach der Operation.
Bei der tiefen lamelläre Keratoplastik sind Abstossungsreaktionen wesentlich seltener, deswegen ist man bei der Auswahl der Spenderhornhaut flexibler. Bei mir lagen zwischen Terminabsprache und Operation 6 Wochen; offensichtlich gabs da kein Problem mit Wartezeiten. Die Klinik “importiert” auch Spenderorgane aus den USA.
Die Frage nach harten Kontaktlinsen stellt sich für das operierte Auge gar nicht, da ich jetzt “nur” stark kurzsichtig bin und nicht mehr die Keratokonus-typische Hornhautverkrümmung habe. Dann tuts eben auch eine weiche. Wenn die Fäden gezogen sind (dauert noch ein paar Monate), dann dürfte ich auch wieder harte tragen. Aber darüber mache ich mir noch keine Gedanken.
Die tieflamelläre Keratoplastik ist eine für den Chirugen technisch anspruchsvollen Angelegenheit (komplizierter als die perforierende), deshalb wird Sie auch nur von einer Handvoll Kliniken in Deutschland durchgeführt (das ist zumindest mein Eindruck)
Gruss
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Tim_OS_78
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- KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg. - Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
- Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
- Operationen: Februar 2005 ARK in Rom auf beiden Augen.
Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge. - Has thanked: 13 times
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Re: nrw12: Hornhauttransplantation Dez 2004
vielen Dank für diesen informativen Bericht.
Ich denke das es leider immer noch zu wenige sind, die hier Berichte abgeben.
Das ist wohl auch der Grund warum so wenig von Dr. Krumeich hier steht, vielleicht liegt es auch einfach nur daran weil seine Patienten einfach zufrieden sind und kaum Probleme haben.
2 Fragen habe ich aber doch noch.
Macht die weiche Linse denn Probleme mit den Fäden oder kannst Du diese problemlos den ganzen Tag tragen?
Was für eine OP wirst Du auf dem anderen Auge machen, auch lamelläre KP oder Vernetzung?
Tim
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nrw12
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Re: nrw12: Hornhauttransplantation Dez 2
die weiche Kontaktlinse habe ich normalerweise 14 Stunden drin, und auch danach habe ich nicht den Eindruch, dass ich sie unbedingt rausnehmen muss.
Aber schon früher hatte ich mit harten KL nie Probleme, ich konnte sie so lange tragen, wie ich wollte.
Zur Operation:
Ich würde auf jeden Fall jetzt wieder die tief lamelläre Keratoplastik machen lassen, aber es besteht lt. Aussage des Chirugen eine recht hohe Wahrscheinlichkeit (10 %, mehr als im letzten Jahr), dass die Hornhaut während der Operaaaaation reisst und man umdisponieren müsste auf perforierende - mit allen bekannten Nachteilen. Die Hornhaut ist sehr dünn.
Vernetzung wäre eine Möglichkeit, den jetziken Zustand "einzufrieren", wenn dann in 10 Jahren die perforierende Operation ansteht, wäre das nicht ganz so schlimm
Entscheiden werde ich mich kurzfristig innerhalb von Wochen.
Gruss
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andyH.
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- KC-Experience: kommt noch
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- Operationen: volles Programm:
linkes Auge: Tranplantation, wegen zu hoher Krümmung, danach noch gelasert. Trotzdem nur ca.60% mit starker Brille
rechts: zirkuläre Keratotomie mit Titanringring- hat überhaupt nicht funktioniert,
danach 2mal Operation in Rom bei Dr. Lombardi: ARK. Dann mit Brille ca.80%, aber Schmerzen im Auge und ständig schwankender Visus und Kopfschmerz
Sept. 09 Transplantation in Homburg. - Begeiterscheinungen: häufig Kopfschmerzen
- Mögliche Ursachen: wenn ich das mal wüsste
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Re: nrw12: Hornhauttransplantation Dez 2004
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nrw12
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Tim_OS_78
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- KC-Experience: Ich denke ich hatte die typische KC-Karriere mit vielen Ärzten und Optikern, die keine Ahnung hatten. Es dauerte 6 Monate bis der KC diagnostiziert war. Danach brauchte es noch einige Zeit bis ich einen fähigen Optiker vor der Haustür in Osnabrück gefunden hatte.
Stand Oktober 2008 bin ich zufrieden auch die beiden Operationen gemacht zu haben, denn seitdem brauche ich nicht mehr alle 3 Monate neue Linsen. Die Augen sind seitdem einigermaßen stabil. Also auch wenn das primäre Ziel der OPs eine Sehverbesserung zu erreichen, nicht erreicht wurde, so war es doch ein Erfolg. - Keratoconus since: Ich habe den KC etwa mit 20 Jahren bekommen, das war 1998. Das ging sehr rapide bergab. Und innerhalb von kürzester Zeit war eine zufriedenstellende Sehstärke nur noch mit Kontaktlinsen zu erreichen.
- Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage täglich mehr als 10 Stunden die Kontaktlinsen und das ist auch mein Mittel der Wahl, da das schlechte linke Auge mit Brille nicht zu korrigieren ist und bei einem Visus von 0% bleibt.
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Juli 2005 Vernetzung auf dem linken Auge. - Has thanked: 13 times
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Re: nrw12: Hornhauttransplantation Dez 2004
ich denke dann macht die Vernetzung auf alle Fälle Sinn, denn in 10 Jahren ist die Medizin vielleicht viel weiter und die Transplantation ist nicht mehr so risikoreich wie heute.
Wie sind denn die Werte von dem Auge?
Hornhautdicke und Visuswerte?
Besten Gruß sendet
Tim
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Karl Hauf
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Re: nrw12: Hornhauttransplantation Dez 2004
danke für deinen ausführlichen Bericht; bei mir sieht's sehr ähnlich aus, du hast meinen Bericht sicher schon gelesen.
Jetzt wollt ich nur fragen:
Du schreibst das deine andere Hornhaut schon zu dünn wäre für eine weitere lamällere Transplantation, wie dick ist denn die Hornhaut auf diesem Auge ?
Viele Grüße
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nrw12
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Re: nrw12: Hornhauttransplantation Dez 2
wie dünn genau, kann ich nicht sagen. Nach Weten habe ich nicht gefragt. Werde das aber bald nachholen
Vor ca. 15 Monaten (also auch rd. 8 Monate vor der tief lamellären KP waren es an der dünnsten Stelle 4,6 mm (wenn ich das Diagramm richtig deute)
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nrw12
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Re: nrw12: Transpl, Bochum, 12-2004
Nach langer Zeit ist es Zeit für ein Update.
Obwohl – Viel neues gibt es nicht zu erzählen.
Mit der weichen Kontaklinse komme ich auf dem transplantietten Auge auf rund 80%.
Die Werte hatten sich nicht verändert, alles ist stabil.
Mein Kontaktlinsenspezialist (ist selbst kein Augenarzt) meinte, ich könnte mit harten Linsen noch mehr Sehkraft bekommen, damit werde ich aber warten, bis die Fäden gezogen sind.
Ach ja, die Fäden (doppelt umlaufende Nähte): Sie sind noch immer drin, obwohl die KPL jetzt 14 Monate her ist. Dr. Krumeich meint, daß Sie drinbleiben können, solange sie sich nicht verfärben. Er schätzt, noch etwa 4 Monate.
Eine Sache gibt es noch, die etwas beunruhigend ist: Und zwar haben sich offensichtlich Gefäßeinsprossungen gebildet, also kleine Äderchen, die in die Hornhaut hinenwachsen.
Während der Kontaktlinsenspezialist sowie eine weitere Bochumer Ärztin leicht besorgt schienen, war es offensichtlich nichts ausseergewöhnliches (und erst recht nicht besorgniserregendes) für Dr. Krumeich und zwei seiner angestellten Ärzte, die ich jeweils unabhängig voneinander gefragt habe. Die Gefäße seien am Rand, weit ausserhalb des Sichtbereiches.
Jetzt habe ich mir erst einmal eine sauerstoffdurchlässigere KL verpassen lassen und bin ziemlich guter Hoffnung, dass sich bis zum Sommer nichts wesentlichess ändeern wird.