Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

Joschy: Transpl, Erlangen, 09-2005

Joschy
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Joschy: Transpl, Erlangen, 09-2005

Post by Joschy »

KPL Erlangen 23.09.05

am 23.09.05 wurde in erlangen an meinem linken auge eine keratoplastik durchgeführt. vom 22.-29.09. lag ich in der klinik, nachdem ich nach 5monatiger wartezeit am 20. endlich den entscheidenden anruf erhalten hatte.

die kpl wurde unter vollnarkose durchgeführt. fast hätte ich sie auf video aufgezeichnet bekommen, aber ich war der letzte patient in der woche und die zeit war wohl zu knapp. hätte es gerne hier veröffentlicht.

aber ich habe excel-tabellen zum tagesablauf und zu den kosten erstellt, welche aber noch nicht ganz fertig sind. ist vllt ganz interessant für alle die noch keine kpl mitgemacht haben.

zum bisherigen verlauf der kpl ist zu sagen, daß bisher keine infektionen oder abstoßungsreaktionen aufgetreten sind. allerdings wächst die neue hornhaut an 2 stellen nicht gut an, weswegen ich stündlich gelen muß (corneregel) und diese woche bereits wieder in erlangen war.

//edit 10.10.:
der tagesablauf in tabellarischer form ist fertig. die ausführliche version ist noch in arbeit.

to be continued...
sabine s.
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augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: KPL Erlangen 23.09.05

Post by sabine s. »

hallo joschy,

zunächst, glückwunsch und daumen-drück!!!!
ich hätte noch ein paar fragen:

hast du ein HLA-typisiertes Tp.?
warum wunrde das in vollnarkose gemacht?
siehst du jetzt schon etwas. bzw. besser als vor der op.?
was für medikamente nimmst du sonst noch?
warum mußtest du so lange stationär bleiben?
hast du schmerzen?

das wär's fürs erste.
ich wünsche dir alles gute
sabine s.
Joschy
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Re: KPL Erlangen 23.09.05

Post by Joschy »

hallo sabine,

ob hla-typisiert oder nicht weiß ich nicht :oops: aber ich denke mal nicht, da ich nicht zur (hoch-)risikogruppe gehöre. oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?
in erlangen wird immer unter vollnarkose operiert. hat sich wohl bewährt.
ich habe vor der OP selbst handzeichen nur teilweise sehen können (visus <0,02). bei der entlassung lag er bereits bei 0,08. damit kann man schon ne ganze menge sehen, aber es ist noch anstregend. gerade wegen der lichtempfindlichkeit.
ich nehme Oftaquix, Inflanefran Forte und stündlich Corneregel.
vor der OP wurden 10 tage stationärer aufenthalt veranschlagt, halte ich auch für sinnvoll. selbst ich als junger patient war lange zeit sehr angeschlagen. außerdem war ich am 11. tag schon wieder in der klinik (eines der "erlangener orientierungszähnchen" steht ab).
ich hatte bisher 2 wirklich schmerzhafte tage, aber nur wegen dem orientierungszähnchen. ansonsten war die OP bei weitem nicht so schmerzhaft wie ich sie mir vorgestellt habe.

mfg
joschy
sabine s.
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Re: KPL Erlangen 23.09.05

Post by sabine s. »

hallo joschy,
danke, für die schnelle antwort :P
dein visus hat sich ja enorm gebessert!! das ist echt toll, und ich erblasse vor neid und wünsche dir,daß es genauso zügig weitergeht. hat sich das abstehende zähnchen inzwischen hingelegt?
was ist denn oftaquix? das kenne ich überhaupt nicht.
ich wünsche dir weiterhin alles gute !!
das freut mich richtig, wenn eine kp mal total easy von statten geht.
so long, sabine
Joschy
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Re: KPL Erlangen 23.09.05

Post by Joschy »

hallo sabine,

mein augenarzt ist auch sehr zufrieden. letzten donnerstag in der klinik lag der visus bereits bei 0,15. hätte nicht gedacht daß er so schnell so gut wird. nur das zähnchen macht noch immer probleme.
oftaquix ist ein antibiotikum, ist aber so gut wie abgesetzt.

aber ich freu mich lieber nicht zu früh, in der klinik sind mir 2 patienten begegnet bei denen es monate nach der OP zur abstoßungsreaktion kam. auch sonst kann noch ne menge schief gehn.

mfg
joschy
sabine s.
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Re: KPL Erlangen 23.09.05

Post by sabine s. »

oh oh, bitte nicht!
du mußt weiterhin positiv denken!!!
das wird schon nicht schief gehen!!
laß dir das von einem hardcore-fall gesagt sein ;-)
glaub mir!! ich war auch dauernd skeptisch und ängstlich, das bringt nichts.
Geh regelmäßig zur kontrolle, schmier dein zeug rein und freue dich, daß du immer besser sehen kannst.
o-k :shock:
alles gute, sabine
Udo
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Re: KPL Erlangen 23.09.05

Post by Udo »

Hallo Joschy,

herzlichen Glückwunsch zum guten Verlauf deiner Hornhauttransplantation!
Was den Tagesablauf anbelangt, habe ich in Mainz ähnliche Erfahrungen gemacht, nur dass ich die Nacht vor der OP in einer Art Abstellkammer verbracht habe (Bettennot).
Soweit mir bekannt ist, werden KPL fast ausschließlich unter Vollnarkose durchgeführt, lediglich bei starken Herz-/Kreislauferkrankungen gibt es Ausnahmen.

Wie wurde bei dir operiert? Da bei mir perforierende KPL mit Fadenvernähung durchgeführt wurden, kenne ich den Begriff "Orientierungszähnchen" nicht. Was ist denn das? Ich hatte nur vereinzelt reizungen/Schmerzen durch die Fadenenden oder gelockerte Schlingen. Es wurden dann stets Stücken des Fadens gezogen (lokale Betäubung).

Viele Grüße und weiterhin guten Verlauf!
Udo

P.S.: Tropfst du auch hyaluronhaltige Mittel (aus Apothekerproduktion)?
sabine s.
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nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
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Re: KPL Erlangen 23.09.05

Post by sabine s. »

hallo,
in münchen werden Keratoplastiken und auch andere augenops fast ausschließlich mit lokalanästhesie durchgeführt. vollnarkose ist dort die ausnahme.


grüßle sabine
Joschy
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Re: KPL Erlangen 23.09.05

Post by Joschy »

vor 2 wochen ist die entzündung besser geworden. ich konnte das corneregel langsam auf die normale dosis reduzieren.
allerdings ist mein visus nun schlechter geworden. vor 10 tagen in der augenklinik kam ich rechts auf knapp 0,25 und links auf 0,3. heute beim augenarzt waren es rechts noch 0,2 und links nur noch 0,13. und das obwohl die entzündung deutlich besser geworden ist (die nächste ist im kommen).
nun meine frage: sind solche verschlechterungen noch im toleranzbereich? ich vermute ja daß es wieder ein schub ist. was tue ich wenn sich der effekt noch verschlimmert?
Udo wrote:Wie wurde bei dir operiert? Da bei mir perforierende KPL mit Fadenvernähung durchgeführt wurden, kenne ich den Begriff "Orientierungszähnchen" nicht. Was ist denn das?

P.S.: Tropfst du auch hyaluronhaltige Mittel (aus Apothekerproduktion)?
operiert wurde per excimer-laser. zur besseren positionierung werden in erlangen transplantate mit 10 "erlangener orientierungszähnchen" verwendet. das tansplantat sieht also aus wie ein zahnrad mit 10 zähnen. bei mir wurden keine hyaluronhaltige mittel angewendet.

(hab den thread endlich mal aboniert :roll: )
Günter
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KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
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Re: KPL Erlangen 23.09.05

Post by Günter »

Hallo Joschy,

Freut mich, das deine Entzündung besser geworden ist.

Visusveränderungen nach einer Transplantation (KP) sind, auch in deinem Bereich, sind noch völlig normal.

Es kann passieren, das sich deine Werte bis zu 2. Jahre lang ständig verändern.

Normalerweise stabilisieren sich die Visuswerte innerhalb eines Jahres. Aber dann werden in der Regel die Fäden gezogen. Danach können sich die Visuswerte noch einmal stark ändern.
Es kann auch nach dem Fädenziehen noch bis zu ein Jahr dauern bis sich die Hornhaut dann stabilisiert hat. Das ist alles noch im normalen Bereich.
Es kann also bis zu 2 Jahre dauern bis die Hornhaut wieder stabil ist – das ist noch völlig normal.

Also nur geduld. Es kann sich noch viel, zum positiven, ändern.
Gruß Günter
Joschy
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Re: KPL Erlangen 23.09.05

Post by Joschy »

hallo günther,

danke für die antwort. daß es 2 jahre dauert bis der visus stabil bleibt wurde mir in der klinik erklärt. ich hätte nur nicht gedacht daß die verschlechterungen so massiv sein können. gerade weil das transplantat momentan deutlich besser aussieht als noch vor 2 wochen.

allerdings ist die 2. entzündung heute im laufe des vormittages schlimmer geworden, kann also auch damit zusammenhängen.
Chemist
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Re: Joschy: Transpl, Erlangen, 09-2005

Post by Chemist »

:-)
Hallo Joschy!

Mich würde interessieren, ob das mit der Entzündung nun ausgestanden ist und ob das Orientierungszähnchen ( Es sind übrigens 8 nicht 10 )
jetzt sitzt ? Wer hat Dich operiert ? Seitz, Kruse oder etwa unser "Spezialist" Herr Cursiefen ?

Also ich kenne bisher keinen vergleichbaren Fall wo ein Orientierungszähnchen nicht richtig sitzt.
Eher üblich in Erlangen sind schlechte Hornhäute, die zu Transplantatversagen führen.

Es ist allerdings ein unter Insidern bekannter Umstand, dass gerade Keratokonus-Patienten bei der Erstoperation ein mäßiges bis schlechtes Transplantat bekommen. Einziges Qualitätskriterium ( Endothelzahl über 2000). Ein Patient mit "bullöser Keratopathie" hat einen höheren Zellverlust und bekommt von Anfang an das bessere Material, doch das wissen viele Patienten gar nicht.

Bis bald

Chemist
Joschy
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Re: Joschy: Transpl, Erlangen, 09-2005

Post by Joschy »

hallo chemist,

es sind nur 8? vllt sollte ich mal den augenarzt wechseln :roll: aber mit der erlangener variante waren alle augenärzte bei denen ich bisher war etwas überfordert.

die entzündungen sind beide überstanden. laut augenarzt sieht es "sehr gut" aus. das orientierungszähnchen macht ebenfalls keine probleme mehr. wie gut es verheilt ist werde ich aber wohl erst genau sagen können wenn ich wieder in erlangen war. einzig der visus liegt noch immer bei mageren 0,2.

operiert hat dr. seitz. er hat auf mich einen sehr kompetenten eindruck gemacht. ist nur ein wenig schade daß er so selten da ist.

daß man bei der erstoperation schlechtere hornhäute bekommt finde ich durchaus angemessen. auch wenn es mir vorher nicht gesagt wurde.
Joschy
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Post by Joschy »

laut meinem augenarzt hat sich dort wo der faden verläuft eine narbe gebildet, die größer wird. hat jemand damit erfahrungen?

das zentrum ist zwar in ordnung, aber der visus ist nun auf 0,1 gesunken. ich denke doch mal, daß da ein zusammenhang besteht.
sabine s.
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op in erlangen

Post by sabine s. »

hy joschy
ist der faden schon draußen? habs jetzt nicht mitgekriegt.
evtl. kann man solche narben weglasern, bzw glattlasern. das kommt drauf an, wie dick die hornhaut ist, wie groß die narbe ist.
möglicherweise muß aber auch nochmal neu genäht werden, aber ich denke, das müßte in griff zu kriegen sein, was sagen denn die ärzte dazu??
trotzdem alles gute
sabine
Joschy
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Post by Joschy »

hi sabine,

der faden ist noch drin. das transplantat ist erst ein halbes jahr drauf. mir geht es hauptsächlich um das größer werden der narbe. hat das auswirkungen auf das ziehen der fäden?

mehr hat der augenarzt dazu nicht gesagt, außer daß es ja nicht stört, weil die narbe nicht im zentrum liegt.
sabine s.
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kp erlangen

Post by sabine s. »

tja, würde mich schon interessieren, warum es dann zu einer narbe gekommen ist. war da die stelle mal offen? ich könnte mir vorstellen, daß es beim fadenzug dann etwas schwieriger wird, wird der in erlangen gezogen?
wenn deine sicht durch die narbe nicht beeinträchtigt ist und du sie sonst auch nciht spürst, dann kann man sie wahrscheinlch doch lassen.
warum kriegst du so wenig informationen von deinem arzt? das ist doch mist. aber scheint leider weit verbreitet zu sein, da könnte ich dir ein lied von singen..

grüßle
sabine
gabriel
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Posts: 29
Joined: 2006-01-26, 19:25

Post by gabriel »

Hallo Joschy,
mir wurde gesagt, dass ich mich bei Unsicherheiten wieder in Erlangen in der Sprechstunde melden könnte. Allerdings weiß ich nicht, wie lang die Wartezeit ist. Vielleicht ist der Stationsarzt, der dich bei KPL nach einem halben Jahr auch noch kennen sollte, zu einer telefonischen Auskunft bereit?
Machs gut!
gabriel
Markus
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Joined: 2003-06-24, 13:49
KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;)
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Post by Markus »

Hallo Joschy!

Eine Narbenbildung entlang der Fadenkanäle ist wohl mehr oder weniger normal. Bei mir war es auch so. Es gibt allerdings unterschiedlich starke Narbenbildung bei unterschiedlichen Patienten.
Bei mir ist die Narbenbildung sehr stark, was im Prinzip, zumindest an allen anderen Stellen des Körpers, nicht schlecht ist. Eine sehr schnelle Heilung halt.

In oder auf der Hornhaut ist das natürlich ein zweischneidiges Schwert. Schnelle Heilung ist zwar nicht so schlimm, aber die starken Narben, die oft dabei wuchern wachsen nicht gleichmäßig in der Regel. Das Transplantat wächst ungleichmäßig ein, was dann auch zu einem Astigmatismus führen kann.
Außerdem ist überflüssiges Narbengewebe, was entlang der Fäden dann auf der Oberfläche der Hornhaut wächst natürlich störend für eine spätere Linsenanpassung.
Außerdem kann es sein, dass dieses relativ stabile Gewebe die Hornhaut unter Spannung versetzt.

Bei mir wurde das Narbengewebe auch entfernt durch eine Narbenresektion. Mein Professor hat das allerdings per Hand gemacht, weil er so genauer arbeiten kann als mit einem Laser, der immer auch etwas des benachbarten Hornhautmaterials abtragen würde. Hat mich schon beeindruckt...
Er hat also das überstehende Narbengewebe weggeschnitten und so die Oberfläche geglättet. Die Narben haben dann zwar wieder leicht gewuchert, aber nur minial und nicht störend.

Die Schmerzen nach der OP waren allerdings nicht zu verachten. Wie bei anderen Hornhautverletzungen eben auch. Ein zwei tage ätzend halt...

Viele Grüße,
MARKUS
Joschy
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Post by Joschy »

hallo markus,

sehr informativ. zu welchem zeitpunkt wurde das narbengewebe denn entfernt? kurz bevor die fäden gezogen wurden?
ich wollte noch den nächsten augenarzttermin abwarten und noch ein paar fragen stellen.
sollte sich die uniklinik die narbe mal ansehen? für mich ist das immer ein gewisser aufwand.

mfg
joschy
Markus
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Post by Markus »

Nein, die überflüssigen, überstehenden Narbenwülste wurden erst eine ganze Zeit nach dem ziehen der Fäden entfernt, wenn ich mich recht erinnere. Sonst findest du das genauer in meinem OP-Bericht hier im Forum. Ich weiss selbst schon nicht mehr genau wie es war... ;-)

VG MARKUS