2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).
Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)
Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.
Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501
Gibt es Hoffnung oder nicht ?
-
Frank
Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Es beschäftigt mich folgende Frage: Gibt es Hoffnung als KC-Erkrankter irgendwann wieder optimal zu sehen ? Wer hat eine OP hinter sich und kann wieder gut sehen ? Wenn ich ehrlich bin, habe ich noch nie ein wirklich positiven Erfahrungsbericht von einem operiertem KC-Leidensgenosse gelesen. Man liest immer nur von "Alternativtherapien" oder Behandlungsmethoden, wie z.B. Vitamine, Gentechnik, ICR, Laser u.s.w. Hat sich schon wirklich mal eine Therapie oder Behandlungsmethode (wohlgemerkt mit Erfolg) bewahrheiten können ? Mir fehlen einfach dazu die positiven Berichte. In dem Forum hat fast jeder Bericht einen negativen "touch". Ich glaube, dass sich die Forschung nicht wirklich die Mühe macht (und natürlich somit auch das Geld ausgibt) um irgendeine erfolgreiche Therapie oder Behandlungsmethode zu finden. Einfach zu wenig Patienten - unrentabel. Ich lass mich aber gern eines besseren belehren.
Ich würde gerne Eure Meinung dazu wissen.
Gruß Frank
-
Herbert
Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Als Antwort auf: Gibt es Hoffnung oder nicht ? geschrieben von Frank am 16. Oktober 2001 15:22:39:
Hallo Frank,
ich habe diese Seite erst vor einigen Wochen entdeckt.
Mein linkes Auge wurde am 11. Oktober 2001 operiert (Keratoplastik). Ich bin 50 und habe seit meinem 16. Lebensjahr beidseitig Keratokonus, der sich leider gerade in der letzten Zeit stetig verschlechtert hatte.
Bei -20 Dioptrien war der Visus ohne Linsen mit den Sehtesttafeln nicht mehr klassifizierbar, auch den letzten großen einzelnen Buchstaben auf der Tafel konnte ich nicht mehr sehen.
Mit Linsen, die ich immer schlechter vertrug, warens immerhin noch ca. 50%. Die Operation ist gut verlaufen, bis jetzt gibt es keine Abstoßungsprobleme.
Ohne Korrektur sehe ich jetzt fast so gut wie vorher mit Linsen. Vor einer Woche habe ich eine Brille bekommen (-2,5 Diop.) und sehe damit auf dem operierten Auge ca. 80%. Für mich ist das wie ein neues Leben. Die Auswirkungen betreffen nicht nur die "wichtigen" Dinge, wie Beruf, Autofahren ..., sondern auch die vielen allgegenwärtigen Alltagssituationen, Blickkontakte etwa oder auch nur die Freude über die vielen kleinen Details in der Natur, die ich lange nicht mehr gesehen habe.
Ich bin froh, daß ich mich zu der Operation entschlossen habe, wenngleich ich früher oder später keine ander Wahl gehabt hätte.
Drückt mir die Daumen, daß es im Mai mit dem anderen Auge auch so geht!
--------------------------------------------------------------------------------
-
Hendrik
Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Als Antwort auf: Gibt es Hoffnung oder nicht ? geschrieben von Frank am 16. Oktober 2001 15:22:39:
Es gibt Hoffnung
Bei mir wurde vor 17 Jahren bzw. vor einem Jahr transplantiert, links und rechts.
Seit etwa 6 Wochen trage ich weiche Kontaktlinsen, die ich sehr gut vertrage und mir ein Sehvermögen von 80 bzw 60% ermöglichen. Der Visus wäre sogar noch um einiges besser, wenn es gelänge, meine recht hohe Hornhautverkrümmung, die sich auf dem zuletzt operierten Auge eingestellt hat, mittels Lasertechnik zu korrigieren. Bücher zu lesen, Auto zu fahren u. dergl. bereitet mir keinerlei Probleme. Hatte wohl verdammt viel Glück, daß beide OPs so gut verliefen .....
Also Leute, nur nicht den Kopf hängen lassen!
Gruß
Hendrik
-
Udo
Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Als Antwort auf: Gibt es Hoffnung oder nicht ? geschrieben von Frank am 16. Oktober 2001 15:22:39:
Hallo Frank,
ich habe neulich auf einer Homepage der Münchener Augenklinik
einen interessanten Bericht über eine neue OP Möglichkeit
gelesen. Diese scheint jedoch erst noch in den Kinderschuhen
zu stecken. Bei dieser OP wird eine Art Kunststoffring in die
Hornhaut eingesetzt, der die Hornhaut wieder straffen soll.
Die OP soll sogar ambulant erfolgen können.
Hat vielleicht noch jemand Informationen darüber?
Grüße, Udo
-
Udo
Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Als Antwort auf: Gibt es Hoffnung oder nicht ? geschrieben von Frank am 16. Oktober 2001 15:22:39:
Hallo Frank, Anja und Gudrun,
ich habe neulich auf einer Homepage der Münchener Augenklinik
einen interessanten Bericht über eine neue OP Möglichkeit
gelesen. Diese scheint jedoch erst noch in den Kinderschuhen
zu stecken. Bei dieser OP wird eine Art Kunststoffring in die
Hornhaut eingesetzt, der die Hornhaut wieder straffen soll.
Die OP soll sogar ambulant erfolgen können.
Hat vielleicht noch jemand Informationen darüber?
Grüße, Udo
-
LAKI
Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Als Antwort auf: Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ? geschrieben von Udo am 16. Oktober 2001 21:37:36:
du meinst warscheinlich die sogenannten intracornealen ringe.sie werden mittlerweile in den usa haufig angewendet.besuche doch mal mit den links dieser seite das amerikanische forum fuer keratokonus da wirst du mehr informationen erfahren,bis jetzt jedenfalls soll es eine gute loesung sein obwohl keiner weiss wie lange diese ringe eine gute sehleistung gewaehren und wann sie ausgetauscht werden muessen ebendeshalb weil sie noch zu neu sind.
-
Anja
Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Als Antwort auf: Gibt es Hoffnung oder nicht ? geschrieben von Frank am 16. Oktober 2001 15:22:39:
Hallo Frank!
Ich bin fets davon überzeugt, dass es irgendwann mal eine Behandlungsmöglichkeit gegen KC geben wird. Ich beschäftige mich vor allem beruflich sehr ausführlich mit dem Bereich der Biotechnologie und bin überzeugt, dass sich in den nächsten Jahren sehr viel tun wird. Bis dahin müssen wir eben noch mit unseren Linsen leben.
Bei mir hat man KC erst vor drei Monaten festgestellt, obwohl ich auf dem rechten Auge nur noch 20% Sehkraft (ohne Linsen) habe. Das war für mich damals der totale Schock. Gestern war ich an der Uni-Klinik in Düsseldorf und "seh" das alles nicht mehr ganz so dramatisch. Ganze vier Stunden haben mir die Ärzte und ein Optiker alle meine nervigen Fragen bereitwillig beantwortet. Kann ich also nur empfehlen!
Was die von Dir angesprochene Transplantation angeht, so kann ich nur jedem raten, davon so lange es geht abzusehen und die Zeit für sich arbeiten zu lassen. Selbst bei einer erfolgreichen Transplantation werden noch mehrere folgen müssen.
Da ich mich seit kurzem mit der Homöopathie intensiv beschäftige, möchte ich mich in nächster Zeit besonders mit dem Thema Auge befassen. Falls ich irgendwas finden sollte, geb ich bescheid.
Würde mich auf Antwort sehr freuen,
Anja
-
Frank
Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Als Antwort auf: Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ? geschrieben von Anja am 16. Oktober 2001 15:50:17:
Hallo Anja,
danke für deine ausführliche Antwort.
Ich bin auch überzeugt davon, dass man den Krankheitsverlauf irgendwann stoppen kann. Aber ist man in einem fortgeschrittenen Stadium, ist ja (wenn man das so sagen kann) die Hornhaut schon kaputt. Diese zu "reparieren" wird wohl nicht möglich sein. Das wir mit unseren Linsen leben müssen ist leichter gesagt als getan. Es gibt nämlich sehr viele Leidensgenossen, die massive Probleme mit KL´s haben. Ich gehöre auch dazu.
Was mich auch ein bisschen entmutigend stimmt, ist das jeder Augenarzt od. Optiker eine andere Aussage zu dieser Krankheit macht. Ist das dir (oder euch) noch nie aufgefallen ? Das mit der Transplantation sehe ich genauso. Aber der Zeitpunkt kann nunmal kommen und man kann nichts dagegen tun. Ich kenne meine Krankheit jetzt ca. 8 Jahre und damals hat man auch schon von Alternativmethoden (die ja anscheinend noch in den Kinderschuhen stecken) gesprochen. Keine einzige Methode ist derzeit wirklich praktisch angewandt worden. Ich würde mal liebend gerne zu einem Leidensgenosse Kontakt aufnehmen, der sich ICR´s einsetzen hat lassen. Gibt es überhaupt einen ?
Über Homöopathie sollte jeder selber denken was er will. Ich bin skeptisch was dies betrifft.
Viele Grüße
Frank
-
Gudrun
Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Als Antwort auf: Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ? geschrieben von Anja am 16. Oktober 2001 15:50:17:
Hallo Anja,
beschäftige mich aus seit geraumer Zeit mit dem Thema Auge und Homöopathie. Könnten dahingehend Infos austauschen!!!
Mfg
Gudrun
-
Anja
Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Als Antwort auf: Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ? geschrieben von Gudrun am 16. Oktober 2001 18:59:50:
Hallo Gudrun!
Können gern Infos austauschen. So bald ich Näheres in Erfahrung gebracht habe, melde ich mich.
Muss erst meine Kursleiterin mal kontaktieren, um einen Termin mit ihr zu vereinbaren.
Bis bald,
Anja
-
Gudrun
Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Als Antwort auf: Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ? geschrieben von Anja am 17. Oktober 2001 16:35:29:
Hallo Anja,
vielleicht könntest Du Deine Kursleiterin fragen, ob Sie schon etwas von einer homöopathischen Arznei namen "AETHIOPS ANTIMONIALIS" gehört hat. Dabei handelt es sich um den Spießglanzmohr, einer Verbindung aus Quecksilber und Schwefel. In der Potenzierung D4 soll es lt. einem homöopath. Handbuch bei Keratokonus eingesetzt werden.
Vielleicht kannst Du was in Erfahrung bringen.
Bis dann
Gudrun
-
Anja
Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ?
Als Antwort auf: Re: Gibt es Hoffnung oder nicht ? geschrieben von Gudrun am 17. Oktober 2001 21:52:34:
Hallo Gudrun,
konnte leider noch keine ausfürlichen Infos zu dem von Dir genannten Mittel erhalten.
Habe jedoch gelesen, dass "Ruta" bei Überanstrengung der Augen, beispielsweise am PC sehr gut helfen soll. Ich hab mir das Mittel mal in D12 besorgt und spiel jetzt mal Versuchskaninchen. Geb Dir bescheid.
Ach noch was, falls jemand den ganzen Tag am PC arbeitet: Ich habe meinen Chef nach der Diagnose KC um einen Flachbrettbildschirm gebeten und ihn prompt am anderen Tag bekommen. Ich kann nur sagen, dass sich das echt bemerkbar macht. Die Augen sind nicht mehr so trocken und der die Linsen tragen sich länger und besser.
Liebe Grüße - Anja