auch ich habe mich bei Prof. Lombardi operieren lassen:
Nach einem Telefonat im Anfang September, ging alles sehr schnell. Ich hatte für Ende September (28.09.09) schon einen Termin für die Untersuchung bekommen. Hecktisch habe ich dann natürlich Flug und Hotel für eine Woche gebucht, da es sogar möglich war, mich Untersuchen zu lassen und einen Tag später falls möglich operieren lassen. Ok, gesagt getan. Am 27.09.09 sind wir vom Baden Airpark mit Ryanair dann nach Rom Campino geflögen und mit dem Taxi ins Hotel Impero gefahren. Das war nix für schwache Nerven, der Taxifahrer ist gefahren, wie in der Formel 1 und hat uns dann auch noch Abgezockt mit 60 Euro Fahrtgeld... Angekommen im Hotel mussten wir dann feststellen, dass ich ein Hotel gebucht hatte, was wirklich winzige Zimmer hat, aber für eine Woche ging es mehr oder weniger....
Montag 28.09.09 war es dann soweit, um 13.00 Uhr hatte ich den Termin zur Voruntersuchung. Gehzeit vom Hotel zur Praxis waren ca. 5 Minuten. Dort angekommen musste ich erstmal über eine Stunde warten bis sich jemand um mich kümmerte. Los ging es mit vielen Formularen, die ich ausfüllen musste mit Fragen über Stuhlgang, Geschlechtskrankheiten, schwitzigen Händen und anderen lustigen Dingen
Eigentlich bin ich nur mit dem Gedanken zu Prof. Lombardi gekommen, mein rechtes Auge operieren zu lassen, da ich ohne Kontaktlinse mit dem Auge garnichtsmehr erkennen konnte. Mein linkes ist/war nur leicht betroffen. Er riet mir aber gleich beide Augen machen zu lassen, da man nicht weiß, wie schnell der Keratokonus auch das linke Auge schlechter macht und man hat eben die gleichen Schmerzen nur einmal. Ok, ich machte mir den ganzen Abend Gedanken ob beide Augen oder nur das Rechte.
29.09.2009 - Es war soweit, wir liefen in die Praxis, Prof. Lombardi fragte, was er machen soll und ich habe mich spontan dann für beide Augen entschieden, da mir Prof. Lombardi sehr professionel vorkommt. Ich musste wieder ein paar Formulare ausfüllen, wir hier in Deutschland auch, dass wenn was schief geht, ich selber Schuld bin
Ca. 11.20 Uhr Gings los, die Helferin hat mir OP Kleidung gegeben zum überziehen. Ich musste mich dann auf den OP Tisch legen und sie machte mir Beteubungsaugentropfen erstmal ins rechte Auge. Das linke Auge wurde mit einem Plastikdeckel abgeklebt. Nach ca. 15 gefühlten Minuten kam Prof. Lombardi und hat angefangen. Erst hat er, wie mit einem runden Stempel, mir aufs Auge gedrückt, dann die ersten Schnitte gemacht. Danach haben sie mit dem Gerät wo man die Verkrümmung regenbogenartig darstellen kann, gemessen wie es aussieht. Prof. Lombardi hat das insgesammt 3 mal wiederholt, Schneiden und messen. Als er mit dem rechten Auge zufrieden war, gings ans Linke, was deutlich schneller fertig war. Als er fertig war sollte ich langsam hinsitzen und er fragte mich ob sein Kittel weiß oder gelb war. Anfangs war er gelb fleckig, wurde aber kurz darauf weiß. Sehen konnte ich in dem moment nur noch sehr schlecht, als er mich fragte was ich auf dem Bild sehe, welches über der Türe hängt. Erkannt habe ich nichts darauf. Er meinte aber, das sei normal da mir unteranderem auch Wasser ins Auge gespritzt wurde, ist das so wie wenn man unter Wasser die Augen aufmacht.
Nun sollte ich in den nächsten Raum, wo das Crosslinking begann. Ich musste für eine halbe Stunde starr liegen und in 2 kleine UV Lampen schauen. Eine 2te Helferin saß die ganze Zeit hinter mir und hat immer wieder von den Tropfen ins Auge gemacht, die für das Crosslinking sind. Nach einer halben Stunde war ich dann soweit fertig habe noch in beide Augen medizinische Kontaktlinsen eingesetzt bekommen und konnte gehen. Bis zu diesem Zeitpunkt war eigentlich alles ziemlich schmerzfrei. Weder bei der OP noch beim Crosslinking gab es Probleme. Ich habe nur sehr schlecht gesehen. Links alles schemenhaft durch einen Nebel. Rechts habe ich nur noch hell und dunkel wahrgenommen.
Aber wie schon oft hier im Forum gelesen, gingen die Schmerzen dann gegen später Nachmittag los. Meine Augen tränten und brannten, wie als ob mir jemand direkt Feuerrauch ins Auge geblasen hätte. Bis Abends ca. 21.30 Uhr hatte ich durchgehalten und habe dann eine Schmerztablette genommen, die auch etwas gewirkt hat. Die Nacht war allerdings sehr unruhig, da die tränenden Augen sehr nervig waren. So viel geheult hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt mein ganzes Leben noch nicht
Am 02.10.09 bin ich noch ein letztes mal zu Prof. Lombardi gegangen damit er nochmals meine Augen anschauen kann. Alles in Ordnung wie er nochmals bestätigte. So konnte ich beruhigt am 04.10.09 zurückfliegen.
Bis heute hat sich der Nebel in meinen Augen schon gebessert. Im Linken Auge ist er schon fast komplett weg, ich sehe ihn je nach Lichtverhältnis nur noch ein Wenig. Im Rechten Auge ist er noch da, ich erkenne aber hinter dem Nebel langsam wieder Gegenstände, die vor der Operation nichtmehr möglich waren. Nun warte ich gespannt bis der Nebel sich verzogen hat um dann zum Optiker zu gehen
Ich hoffe ich konnte euch helfen mit dem Bericht. Wer Fragen hat oder was unklar ist, darf mich natürlich gerne Fragen