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Cross-Linking-Behandlung beim fortgeschrittenen Stadium
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lepper01
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Cross-Linking-Behandlung beim fortgeschrittenen Stadium
ich bin neu hier im Forum. Ich habe eine Frage bzgl. Cross Linking.
Zu meiner Person, 1992 wurde bei mir Keratokonus auf beiden Augen daignostiziert, 1997 hatte ich Keratoplastik auf dem rechten Auge. Seit dem kann ich einigermaßen funktionieren dh. arbeiten (Bildschirmarbeitsplatz) und normal leben. Ich habe auch harte Kontaktlinsen aber ich tue sie nicht tragen, da ich ohne Kontaktlinsen zu recht komme und zweitens wenn ich sie getragen hätte, dann immer nach jeder Herausnahme ist man praktisch blind, da die Hornhaut sich wieder zurück verformen muss.
Vor kurzem war ich an der Uni Klinik Regensburg (Hornhautvermessung) und der Arzt empfahl mir die Durchführung einer Cross-Linking auf dem linken Auge. Der Grund: Die einzige Möglichkeit um ein Fortschreiten der ektatischen Veränderungen am linken Auge zu verhindern besteht in der Durchführung einer Cross-Linking-Behandlung.
Was meint Ihr? Ich denke, dass das linke Auge so schwach ist, dass ich an Keratoplastik nicht vorbeikomme, dh. lohnt es sich überhaupt noch eine Cross-Linking-Behandlung durchzuführen? Es wird immerhin fast 700 EUR kosten.
Hier meine Daten:
LA: Keratokonus Grad 3 bis 4
LA: sc 0,25p
RA: Z. n. Keratoplastik
RA: sc 0,5p
Grüße
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RomanTK
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Re: Cross-Linking-Behandlung beim fortgeschrittenen Stadium
entscheidend ist die Hornhautdicke. Die Hornhaut dünnt sich mit Fortschreiten des KK sich weiter aus.
Die Hornhautdicke sollte beim Crosslinking bei über 400 Microns liegen. Wird diese nicht mehr erreicht
kann die Hornhaut künstlich aufgeschwemmt werden.
Hierbei gibt es aber allerdings auch Grenzen. Die Informationen hierzu gibt dir dein Augenarzt.
Ist bei dir eine Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) durchgeführt worden ?
Nehmen wir mal an :
- Hornhaut lässt sich auf 400 Micros aufschwemmen
- Kontaktlinsenanpassung gelingt und du bekommst eine akzeptable Sehleistung
- Hornhaut ist noch nicht vernarbt und getrübt
Unter diesen Umständen ist ein Crosslinking machbar und sinnvoll.
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lepper01
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Re: Cross-Linking-Behandlung beim fortgeschrittenen Stadium
Nicht dass ich wüsste, aber ich gehe davon aus, dass die Ärzte an der Uniklinik die Dickemessung durchgeführt haben. Ich meine als sie die Hornhaut vermessen haben.RomanTK wrote:Ist bei dir eine Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) durchgeführt worden ?
Tja, mit Kontaktlinsen erreiche ich etwa 50% aber lesen kann ich damit nicht. D.h. auch mit Kontaktlinsen ist die Welt nicht in Ordnung. Deswegen meine zweifeln, ob ich es doch machen sollte. Mit dem Auge habe ich mich schon verabschiedet. Ich denke erst mit der Transplantation wird es funktionieren, da ich bessere Sehschärfe erreichen kann.RomanTK wrote:- Kontaktlinsenanpassung gelingt und du bekommst eine akzeptable Sehleistung
Deswegen meine Frage, was soll mir Cross-Linking bringen.
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sabine s.
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- KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird. - Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
- Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Cross-Linking-Behandlung beim fortgeschrittenen Stadium
daß es mit transplantation gelingt eine bessere sehschärfe zu erlangen ist keineswegs sicher und eher selten!
transplantieren sollte man erst dann, wenn wirklich nichts anderes mehr möglich ist, wenn die hornhaut so dünn und oder kaputt ist, daß keine linsen mehr angepasst werden KÖNNEN und auch kein crosslink ect. mehr gemacht werden kann.
eine transplantation ist IRREVESIBEL und es besteht lebenslang die möglichkeit einer abstoßung und somit einer erneuten transplantation. abgesehen davon hält ein transplantat nicht lebenslang. ich wurde 5x transplantiert und weiß, wovon ich rede.
der visus wird in den seltensten fällen besser. was besser wird (aber auch nicht immer), ist,daß man linsen besser anpassen kann oder man sogar nur mit brille sehen kann. ein visus von 100% oder auch von 80% wird dabei aber äußerst selten erreicht. meistens liegt dieser dann MIT korrektur bei ca. 60%.
ich würde mir also an deiner stelle die option "transplantation" sehr sehr gut überlegen.
hab grad gesehen, daß du ja schon mal transplantiert worden bist. dann weißt ja eh bescheid. daß das eine auge so gut geworden ist, muß nicht bedeuten, daß es mit dem anderen auch so wird, deshalb kann ich das oben geschriebene schon so stehen lassen.
grüßle
sabine s.
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lepper01
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Re: Cross-Linking-Behandlung beim fortgeschrittenen Stadium
Na ja, damals war ich sehr zufrieden, ich habe nach ein paar Wochen fast normal gesehen. Damals habe ich Werte von 80% Sehschärfe erreicht (ca. 5 Jahre lang), jetzt so zwischen 60-70%, aber es sind schon 14 Jahre vergangen, ohne mit dem Auge Probleme zu haben. Ich muss nicht mal tropfen.sabine s. wrote:hab grad gesehen, daß du ja schon mal transplantiert worden bist. dann weißt ja eh bescheid. daß das eine auge so gut geworden ist, muß nicht bedeuten, daß es mit dem anderen auch so wird, deshalb kann ich das oben geschriebene schon so stehen lassen.
Ohne eine Sehschärfe Verbeserung wäre so eine Transplantation sinnlos. So wie ich es mitgekriegt habe, es gibt schon einige Leute, die nach der Transplantation "viel" bessere Sehschärfe erreicht haben. So, ich wurde 1997 operiert, wie gesagt es sind schon 14 Jahre vergangen, ich gehe davon aus, dass die OP-Technik in der Zwischenzeit sich auch weiter entwickelt hat.
Klar, es ist mit dem Risiko verbunden aber immerhin Keratoplastik ist weltweit die am häufigsten durchgeführte Gewebetransplantation.
Keratokonus ist aber auch IRREVESIBEL, dh. man riskiert nicht all zu viel.sabine s. wrote:eine transplantation ist IRREVESIBEL
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RomanTK
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Re: Cross-Linking-Behandlung beim fortgeschrittenen Stadium
erübrigt verstehe ich voll und ganz.
Wo du gerade die OP Verfahren ansprichst. Ich würde wenn ich an deiner Stelle
wäre die Option prüfen ob du für eine TKPL (Teilkeratoplastik) in Frage kommst.
Dies geht meines Wissens nur bis zu einem gewissen Grad.
Als Ansprechpartner hierfür hört man oft Dr. Krumeich in Bochum.
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sabine s.
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5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird. - Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
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Re: Cross-Linking-Behandlung beim fortgeschrittenen Stadium
deshalb rate ich jedem die eigene hornhaut zu behalten, bis wirklich gar nichts mehr geht.
mein derzeitiger visus ist korrigiert bei ca. 35-40% und ich lebe eigentlich ganz normal und einigermaßen zufrieden (dies nur, um darzustellen, daß ein visus unter 60% kein weltuntergang bedeuten muß)
das risiko ist bei einer perforierenden keratoplastik einfach relativ hoch.
die von roman angesprochene teil-keratoplastik könnte ich mir auch gut vorstellen, denn da behält man seinen eigenen endothelzellen noch, was die abstoßungsgefahr wohl gegen null tendieren läßt.
grüßle
sabine