Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

Wie lange wird man nach der OP krankgeschrieben??

Tipps und Tricks zum Umgang mit Keratokonus in Beruf und Freizeit. Erfahrungen mit Hilfsmitteln und psychologischer Beratung bei chronischen Krankheiten.
Willi

Wie lange wird man nach der OP krankgeschrieben??

Post by Willi »

Hallo,

ich hätte da eine Frage, die nicht unwichtig ist :-) wie lange wird man nach der OP Krankgeschrieben? Ab wann ist man 100% Körperlich belastbar? Wa muss man nach der OP beachten?

Danke im Voraus

Willi
Günter
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KC-Experience: - Ende 1978 Diagnose KC , mit 14 jahren
- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
- 1993 endgültiger Zusammenbruch des linken Auges, tragen von Linsen nicht mehr möglich, ca. 5% Sehfähigkeit (Visus)
- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- 2000 habe einen neuen Optiker, und klasse Linsen jetzt auf beiden Augen ca. 120%
- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.

Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131
Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
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Re: Wie lange wird man nach der OP krankgeschrieben??

Post by Günter »

Hallo Willi,

das sind eine schwierige Fragen, weil das von Deinem Heilungsverlauf nach der OP abhängt und auch von Klinik zu Klinik unterschiedlich gehandhabt wird.

Ich habe 2 Transplantationen hinter mir, eine 1991 in Heidelberg und eine 1995 in Jena, nach der ersten war ich 3 Wochen und nach der zweiten 9 Wochen Krank geschrieben. Ich muss allerdings dazu sagen, das ich nach den OPs auf dem jeweils operierten Auge erst nachdem ich Kontaktlinsen tragen konnte wieder vernünftig gesehen habe.

Nach der Operation braucht das Auge erst mal ein bis zwei Jahre ruhe. In dieser Zeit können auf dem Auge keine Kontaktlinsen getragen werden.
Wenn Du glück hast entwickelt sich der Heilungsverlauf so positiv, das der Sehfehler nach der Operation mit einer Brille ausgeglichen werden kann, dann kann schon einige Wochen nach der Operation eine optische Korrektur durchgeführt werden.
(War bei mir leider nicht so ich musste bei beiden Augen 2 Jahre warten bis ich Kontaktlinsen tragen konnte, dann war es allerdings super - besser wie vorher.)
Während der ersten Monate in denen die Hornhaut einwächst verändert sich dein Visus dauernd, am Anfang schneller gegen ende der Einwachsphase langsamer. Bei mir hat sich der Visus nach entfernen der Fäden Nocheinmahl stark verändert, das war aber auch nach einigen Monaten abgeschlossen. Danach bekam ich Kontaktlinsen, die dann erst nach 2 Jahren erneuert werden mussten.

Viele Ärzte raten meistens, dass ca. 3-6 Monate nach der Operation körperliche Anstrengung schädlich für den Heilungsprozess ist, aber das ist von Arzt zu Arzt unterschiedlich. Die Narbe ist in dieser Zeit noch offen. In dieser Zeit sollten keine Fremdkörper in dein Auge kommen, die sich in der Narbe festsetzen könnten.
Schwimmen darfst Du in dieser Zeit deshalb auch nicht.

Ich hatte in den letzten paar Jahren zu einigen Operierten Kontakt, bei einigen haben die Ärzte Sport und körperliche Anstrengung strikt verboten, bei andern nicht, scheinbar gibt es hier auch keine allgemeingültige Regel.
Gruß Günter
Willi

Re: Wie lange wird man nach der OP krankgeschrieben??

Post by Willi »

Hallo Günter,

vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Mal sehen, was sich bei mir ergibt.

Gruss
Willi
Ziggy
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Re: Wie lange wird man nach der OP krankgeschrieben??

Post by Ziggy »

haha 9 wochen schön wärs. ich bin aktuell seit 5 monaten krank geschrieben weil meine op voll in die hose gegangen ist. warte auf eine neue hh op.

hoffe das ich meien job nicht verlieren werde,.
Markus
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...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;)
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Re: Wie lange wird man nach der OP krankgeschrieben??

Post by Markus »

Hallo ziggy!

Hast Du denn so schlechte Voraussetzungen, dass du eine ganz spezielle Hornhaut benötigst?
Oder warum wartest Ud ansonsten so lange auf eine Hornhaut?

Bei mir war es so, das mein Arzt mir an dem Termin, an dem wir beschlossen haben, dass ich eine Transplantation bekomme, gefragt hat, ob ich in der nächsten oder übernächsten Woche operiert werden möchte. Von einer Hornhautwarteliste keine Spur.

Ach ja, wegen der Belastbarkeit nach der OP...
Ich hab nach einer Woche wieder alles machen können. Eigentlich sogar schon früher. Natürlich vorsichtig. Aber studieren zum Beispiel war kein Problem.

VG,
MARKUS
Günter
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- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
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- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen.
Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
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Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.

Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).

Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
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Re: Wie lange wird man nach der OP krank

Post by Günter »

Hallo Ziggy,

es tut mir leid, das deine Kertoplasik Operation schief gelaufen ist. Aber das muss nicht immer so sein. Jede Operation, besonders Transplantationen, sind nicht ohne Risiko – das hast du gewusst, bevor du Dich zu einer Operation entschieden hast. Leider kann niemand vor einer Operation deren Ausgang vorhersagen.
Hier im Forum findest Du einige Leute, wie ich, die mit ihren Transplantationen zufrieden sind, denen diese Operation erst wieder ein einigermaßen normales Leben ermöglicht hat.

Über die Lange Wartezeit bin ich auch verwundert. Vielleicht solltest Du mal in betracht ziehen zu einer anderen Klinik zu gehen – die auch Problemfälle, wie Du offensichtlich einer bist - vorziehen.
Wo bist du den operiert worden und was ist schief gelaufen?
Gruß Günter
Ziggy
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Re: Wie lange wird man nach der OP krank

Post by Ziggy »

ja klar wuste ich das es auch daneben gehen konnte mit der op.

jetzt sind es aktuell 8 monate(wenn ich mich nicht verrechnet habe) die ich krankgeschrieben bin, warte auf eine spezielle hornhaut weil man bei der zweiten kein risiko eingehen möchte.

kein plan aufjeden fall ist man mit der zeit total verbittert und hat eigentlich bock auf nichts und niemanden.
diavlo
-
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Joined: 2004-11-25, 16:04
KC-Experience: Keratokonus ist gemein!
Keratoconus since: Kurzsichtigkeit seit ca. dem 13. Lebensjahr (Brillenkorrektur) / Diagnose Keratokonus durch Dr. Hartje, Detmold (2000) / beidseitig progressive Entwicklung
Experience with eyeglasses / lenses: Erfahrung mit fast allen Arten von Brillen und Kontaktlinsen - inzwischen leider absolute Kontaklinsen- und Brillenunverträglichkeit.
Operationen: PKP (perforierende Keratoplastik) l. 2003, r. 2005 - Uni-Klinik Münster -> Nachkorrektur durch Brille/Kontaktlinsen, fortschreitender Keratokonus,
seit ca. 2010 Kontaktlinsen-/Brillenunverträglichkeit

Dr. Krumeich sen. (Bochum): PKP l. mit Titan-Ring & Kunstlinse (Krumeich-Ring): Januar 2013 - Abstoßung, März 2013: Re-PKP l. - positiver Verlauf, März 2014: PKP r. (Krumeich-Ring), div. Komplikationen, allergische Reaktion, keine Abstoßung, Entfernung Grauer Star / Nov. 2014: Entfernung Nach-Star (Grauer Star) / l. Auge: leichte stabile Ödeme auf Teilen der Netzhaut

2017 (aktueller Stand, keine Korrektur Brille/Kontaklinsen):
l. Auge: Visus ca. 0.35, Horhaut klar
r. Auge: Visus ca. 0.08, Hornhaut teilw. vernarbt, hoher Astigmatismus (irregulär)
Begeiterscheinungen: Symptome und Probleme: extreme Augentrockenheit, Brennen, Kratzen, starkes Fremdkörpergefühl, Augenränder, sehr unflexibler Schlafrythmus, starkes Augenreiben und Blinzeln, häufige Ermüdungserscheinungen, Konzentrationsschwächen, Schleier-Sehen, Doppelbilder, starke Halos, hohe Blend-/Lichtempfindlichkeit, Überempfindlichkeit gegen UV-Licht
Mögliche Ursachen: Unterfunktion der Tränendrüsen, hohe Augentrockenheit, häufig infektiöser Tränenfilm, häufiges Augenreiben, Bildschirmarbeit, Rauchen, Streß, Fehlanpassungen mit harten KL 2006-2008
Ich über mich: Computer (Hard-/Software) sind mein Hobby und mein Beruf - leider auch das größte Problem für meine Augen + leider ein Berufsbild aus einer inzwischen sehr beschränkten Auswahl :/
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Re: Wie lange wird man nach der OP krankgeschrieben??

Post by diavlo »

Hi!

Sorry, dieses Thema musste ich jetzt einfach noch mal aufgreifen.
Mir ging es bei der der zweiten OP auf dem l. Auge ähnlich wie Ziggy.
Ich habe eigentlich bei allen 3 Op´s nicht unter 4 Monaten warten müssen.
Es gibt doch einmal eine synthetische Plastik und eine Spenderplastik, glaubich oder? (Kunststoff oder so)
Wenn ich mich nicht irre, habe ich auf dem rechten bei der ersten Op eine synthetische bekommen, musste aber auch schon 3-4 Monate warten, weil man sich kurz vorher doch für eine synthetische entschieden hat.
Bei der zweiten Op links bekam ich eine Spender-Plastik (so eine, die nach exakter Übereinstimung ausgesucht wird) und musste über 5 Monate warten.
Bei 3. Op links wars am schlimmsten. Da meine Hornhaut gerissen war, musste nochmal schnell eine passende Spender-Plastik her. Ich bin dann aber leider trotzdem knapp 4 Monate mit zerfetzter Hornhaut durch die Gegend gerannt.
Tja, die Leute sterben halt (leider) nicht auf Abruf, makaber, ich weiss.
Aber ich bin fast aus allen Wolken gefallen, wo ich hier Wartezeiten von um 6 Wochen gelesen hab. Hab wohl eine langsame Klinik erwischt, hm? :grin:

Allerdings war ich nach den Op´s jeweils mind. ein halbes Jahr krankgeschrieben, bei meiner vorletzten Op war es sogar fast ein ganzes Jahr.