ich bin wieder da. Ich habe meine KPL nun hinter mir und kann nunberichten wie es war.
Am 16.08.06 war mein erster Tag auf Station in der Uniklinik Homburg/Saar und zugleich mein letzter Tag in meinem"alten Leben"...
Der Aufnahmetag war sehr stressig. Um ca.9.30 Uhr kam ich zur stationären Aufnahme.
Ich musste von einer Untersuchung zur nächsten
- Linsen rein- Linsen raus, Foto machen,
- Linsen rein- Linsen raus, Endothelzellzahl messen (war leider nicht möglich....
- Sehtest gemacht (die Ärztin saß mit der Lesescheibe direkt vor mir, also waren es wohl unter 5%...).
- Tropfen rein, Pupillen groß- Linsen lieber draußen lassen -
Am Abend kam dann die Schwester um mit dem Tropfen anzufangen (Antibiotikum und irgend etwas um die Pupille wieder zu verengen)
"Das rechte Auge ist es, gell, Frau Klug?"
Ich hob die Augenbrauen und entgegnete ihr: "Eigentlich das linke, aber vom Prinzip her sind ja beide Augen fast gleich schlecht..."
Also musste ich erst noch einmal mit Prof. Seitz klären welches Auge denn nun operiert werden soll. Wir entschieden uns dann doch für das rechte Auge, nicht wie geplant für das linke...
Nunja, eine Nacht hatte ich ja noch um mich noch mit der Entscheidung anfreunden.
Ich ließ mir eine, ich glaube im Fachjargon heißt es "Heiopei", geben... Jedenfalls schlief ich tief und fest bis zum Morgen.
Um ca. 8.00 Uhr am Donnerstag lief dann der Countdown, ich kam in den Op. Der Anästhesist und auch die Pflegen im OP waren informiert über meine Narkose-Panik
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kurzer Zwischenstopp:
bei der letzten OP kam es zur Panik-Attake, weil wahrscheinlich dieses Muskel-Relaxations-Mittel gewirkt hatte bevor die Narkose wirken konnte, so der Anästhesist im Aufklärungsgespräch...
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weiter geht´s:
Der Pfleger im OP allein war schon Beruhigung pur...diese Stimme...so sanft und beruhigend, besser als die Medikamente!
Also die OP-Vorbereitung war schon ein Erlebnis, wäre hier aber zu viel zu schreiben.
Nach der OP war mir ziemlich mies, ich hatte Schmerzen (nicht am Auge, aber ich weiß auch nicht mehr wo...) und mir war speiübel
Ich bekam irgendwas dagegen verabreicht und es ging besser.
Vom Op hat mich dann meine Mama abgeholt, die alles in Allem wohl die Höller durchlebt hat...sie hatte uvor viel mehr Angst als ich und konnte sich dir Tränen nur mit Mühe verkneifen. ("Mama- ich liebe dich!!!!":::bye)
Mit Blutdruck-Messgerät und einer Infusion (die mich fast das Leben gekostet hatte) verbrachte ich den restlichen Tag im Dämmerschlaf in meinem Zimmer. Aber diese Infusion...
Also ich sag euch- es ist sehr schmerzvoll eine ganze Infusion abwarten zu müssen und nicht aufs Klo zu können, denn im Liegen ging es einfach nicht...Dafür war es umso schöner als ich aufs Klo gehen konnte
Schmerzen am Auge hatte ich keine, jedoch ließ ich mir die ersten 2 Tage Ibuprofen gegen Kopfschmerzen geben.
Die Erst- Untersuchung war freitags. Prof. Seitz war sehr zufrieden, Zitat: "Das schaut gut aus". Das Epithel war schon am ersten Tag wieder dicht. Darauf folgte der erste Sehtest, der mich fast umhaute: 10%.
Boah! Um mehr zu sagen war ich nicht in der Lage. Das sollte aber auch erst der Anfang sein, denn ca alle 2 Tage wurde gemessen.
Beim nächsten mal kam ich auf 20%. Wow!
Das Doppelte innerhalb von 2 Tagen. Meine Nerven hielten diese Freude gar nicht aus und ich konnte mir ein Grinsen nun wirklich nicht mehr verkneifen (nach einem Tag grinsen tut einem aber auch alles weh im Gesicht...).
Der Druck wurde auch regelmäßig gemessen und war immer zwischen 13 und 15 und auch die tägliche Visite brachte fast nur gute Nachrichten. Es hatten sich ein paar Bläschen (Ödem) im oder am oder unterm (keine Ahnung) Epithel gebildet, die aber nach drei Tagen wieder weg waren. Dann kam mitttwochs der größte Schock von allen: Visus 0,4.
Natürlich wieder nur mit Korrektur, aber das hatte ich nicht einmal mehr mit KL auf keinem meiner Augen und schon seit jahren nicht mehr geschafft.
Am Tag der Entlassung waren es dann nur noch zwischen 0,3 und 0,4, war aber nicht so schlimm.
Ich sollte in den ersten 6 Wochen 2x wöchentl. zur Kontrolle gehen und hatte heute die erste Nachuntersuchung seit Entlassung am Freitag (ich war also insg. 10 Tage im KH).
Mein Augendruck war heute bei 13 und wenn die Ärztin nicht bei Visus 0,4 einfach aufgehört hätte mit messen/korrigieren, dann hätte ich vielleicht sogar die 0,5 ins Visier nehmen können. Doch da ich übermorgen noch einmal dort bin, kannman das ja noch einmal in Angriff nehmen.
Urbason darf ich schon ab heute absetzen (hatte heute auf 10mg reduziert). Nun muss ich nur noch 5x 1AT Inflanefran und
5x 1AT Hylo-Lasop (Corneregel-Alternative...viel besser! Schmiert besser und trocknet Auge nicht aus!) konsumieren. Ich bin auch erleichtert, dass ich nun dieses Gift von Urbason los bin, denn ich habe einen mords Hunger und fiese Ekzeme auf der Haut bekommen.
Zur Kontrolle brauche ich ab nächster Woche nur noch 1x wöchentlich zu kommen bis zur "Mega-Kontrolle" in ca 6 Wochen.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich glücklich bin den Eingriff so gut überstanden zu haben und auch dass Prof. Seitz solch tolle Arbeit geleistet hat (Leute, der Mann hat goldene Hände!!!!!).
Es ist ein sehr großes Geschenk, schon ohne Korrektur Gesichter erkennen zu können und sogar TV schauen, ohne Kopfschmerzen vom Augenkneifen zu haben. Ebenso erstaunlich ist, dass wenn ich am Abend die KL ausziehe, ich noch immer mein Gesicht im Spiegel sehen kann...
Trotz dass es "nur" eine Augen-OP war, also nix "Lebensnotwendiges", habe ich doch irgendwie eine neues Lebensgefühl und nun versuche ich jeden Tag mit Freude zu beginnen und mit Dankbarkeit zu beenden, denn es ist wirklich ein tolles Geschenk was ich bekommen habe...
Jetzt ist aber genug für heute.
Bis bald!
Grüßli
Danielle