Ab und zu kommt im Forum immer mal wieder die Frage auf, wie man am besten Fotos von Augen machen kann. Vor allem nach Transplantationen, denn es sind ja schon Kunstwerke, die das genäht werden!

Und irgendwas Gutes muss so ne Operation ja auch haben! Und wenn es nur coole Fotos sind zum rumzeigen!
So ganz leicht ist es allerdings nicht, wie ich auch selbst festgestellt habe. Die Selbstversuche sind eigentlich alle unbefriedigend geblieben. Also braucht ihr ne Person, die euch hilft.
Am besten nehmt ihr ne Digitalkamera. Gerade, wenn ihr wenig Ahnung vom Fotografieren habt. Damit lässt so schön rumprobieren und man sieht das Ergebnis gleich auf dem Computer, wenn man will.
Die Augen sollen natürlich möglichst gross sein auf dem Foto. Wie gross die abgebildet werden können hängt stark von der Kamera ab. Am besten ist, wenn sie einen Makro-Modus hat. Ein Modus, der speziell für Nahaufnahmen ist. Meistens wird der durch eine kleine Blume symbolisiert.
Es gibt zwei Arten von Makro-Modi. Mit einigen Kameras kann man im Makro-Modus ganz nah an das Objekt gehen, andere arbeiten so, dass man weiter weg bleibt und dafür ganz dicht heranzoomen kann. Dichter als ohne Makromodus. Die Linsen im Objektiv müssen dafür anders kombiniert werden.
Beide Makro-Modi haben Vor- und Nachteile. Wenn man mit der Kamera ganz dicht rangehen muss, um das Auge gross zu zeigen, dann bleibt oft wenig Platz für eine gute Ausleuchtung. Bei der Variante mit vollem Zoom verwackelt man das Bild leichter.
In jedem Fall sollte die Kamera möglichst viele Pixel (Bildpunkte) haben. Dann kann man auch hinterher noch gut Ausschnitte des Fotos vergössern.
Bei meiner damaligen Fotosession hatten wir eine Kamera mit nur einem relativ schlechten Makro-Modus. Man konnte das Auge nicht besonders gross fotografieren. Das Foto oben ist nur ein Ausschnitt des Ganzen Bildes. Hier seht ihr das Original.
Mein Kumpel musste fast das halbe Gesicht fotografieren. Dabei wollten wir doch nur das Auge. Aber mit der Kamera funktionierte es nicht näher, denn dann hat sie nicht mehr scharfstellen können.
Wenn man in diesem Fall eine Kamera hat, die sehr viele Bildpunkte aufnimmt, dann kann man hinterher noch prima in das Foto zoomen und die Schwächen der Optik ausgleichen.
Bei und ging das leider nicht, denn die Kamera hatte nur 3Mio Pixel. Beim Hineinzoomen wird es schnell unansehlich. Bei gutem Makrobereich reichen 3Mio Pixel aus, bei anderen sind Kameras mit 5 oder 6 Mio Pixel hilfreich.
Ich ärgere mich schon etwas, dass ich keine hochauflosenderen Bilder habe. Den Faden hätte ich gerne noch viel genauer gesehen.
Das wichtigste beim Fotografieren ist das Licht. Für die Augenfotos kann man eigentlich nicht genug Licht haben, denn je mehr Licht man zu verfügung hat, desto kleiner kann man die Blendenöffnung machen. Und das ist sehr hilfreich für unseren Zweck, denn je kleiner die Öffnung, desto mehr ist Scharf. Das erleichtert das Scharfstellen sehr! Bei den meisten kameras kann man die Blende manuell wählen, wenn man den Automatikmodus verlässt. Das soltet ihr machen und eine möglichst gro0e Blenden-Zahl einstellen. MUss man ausprobieren. Ke nach Lichtsituation. Je größer die Zahl, desto kleiner das Blendenloch. Das macht das Bild natürlich erstmal dunkler. Daher brauchen wir viel Licht. (Es ürde auch mit längere Belichtungszeit gehen, aber es ist sehr schwierig sie Kamera lang genug still zu halten. Länger als 1/60sekunde kann man kaum stillhalten) Also Licht.
Den eingabauten Blitz kann man vergessen. Der blitzt das Bild kaputt, weil das Licht direkt von vorne kommt. Und gerade bei Makros funktoniert das nicht. Also Blitz ausschalten! Externe Blitze, die seitlich positioniert werden, würden zwar gehen, aber die haben bestimmt die wenigsten von euch.
Daher empfehle ich eich mit einer Lampe seitlich ins Auge zu leuchten. Möglichst helles LIcht, aber auch nicht übertreiben. So wie wir:
Wir haben einen 1000W-Fotostrahler genommen, der in 10cm neben meinem Kopf stand. Und wir haben ne ganze Menge Fotos gemacht. HInterher hatte ich nen Sonnenbrand. Also Vorsicht!
Und es geht auch mit weniger hellen Lampen.
Aber seitlich durch die Hornhaut zu leuchten hat auf jeden Fall das beste Ergebnis gebracht.
Das Scharfstellen ist noch ein Problem. Am besten probieren. Und wie geasgt, bei kleiner Blendenöffnung ist der Schärfentiefebereich größer. das gleiche gilt übrigens für den Zoom- Sogar noch mehr. Je mehr Zoom, desto kleiner der Schärfebereich. Daher ist es auch mit Kameras, mit den man nah ran gehen kann leichter scharf zu stellen als mit Kameras die weiter weg sind und nah ranzoomen.
So jetzt probiert mal und präsentiert eure Werke! Ihr müsst eure Augen ja nicht unbedingt piercen lassen wie ich. Coole Fotos können es auch ohne Fäden werden!
Viele grüße,
MARKUS