auch ich möchte meinen Beitrag zu den OP-Berichten leisten, nachdem ich nun mein linkes Auge an der Charité Berlin habe vernetzen lassen.
OP-Tag:
Die OP an sich war nicht schmerzhaft. Am aufgeregsten war ich, ob die Betäubungstropfen (4x mal getropft) auch wirklich wirken, aber bin generell etwas ein Schisser in dieser Hinsicht. Am besten merkt man, ob die Betäubung schon wirkt, wenn man den 2. oder 3.Tropfen gar nicht mehr merkt, wie er im Auge aufkommt.
Zuvor kriegt man ein schönen blauen Kittel an, vermutlich wegen der Riboflavintropfen.
Dann ging es in ein Nebenzimmer vom Warteraum, wo der Oberarzt mich bat durch durch dieses typische Untersuchungsgerät vom Augenarzt durchzuschauen, ihr wisst schon was ich meine, wenn man halt auf dem Stuhl sitzt und er dann so ein Lupengerät da wohl hat.
Da hat er mir nochmal zur Sicherheit einen 4. Betäubungstropfen gegeben und während ich schon meinen Kopf in das Guckloch lehne diesen Einmal Schaber rausgeholt, das war das Gute, dass ich das gar nicht so mitbekommen habe, auch nicht wie das Ding aussieht und schon war er damit an meinem Auge zu gange.
Ich hatte keinerlei Schmerzen, deshalb hab ich erst 2 Sekunden später gemerkt, dass er überhaupt schon am arbeiten ist. Der Vorgang an sich lässt sich so schreiben als ob jemand wie ein Scheibenwischer über das Auge geht. Hatte hier auch schon mal jemand im Forum treffend so beschrieben glaube ich.
Solche Ärzte sind mir am liebsten die schnell und professionell aber auch einfühlsam vorgehen. Ich kann Dr. Torun wirklich empfehlen. der Prof. wäre mit Sicherheit auch sehr gut gewesen, aber von seiner Art her ist Dr. Torun wirklich ein sehr angenehmer und ruhiger Arzt. Auch sein Auftreten und seine Stimme haben mich schon etwas beruhigt.
Das aber nur nebenbei.
Beim Abtragen des Epithels merkt man wie sich die Sicht ganz leicht verschleiert. Nach 20 Sekunden oder 15 war er dann fertig. Hat gefragt ob alles ok ist, weil ich wohl etwas verkrampft aussah
Dann ging es in den anderen Raum mit Lasergeräten und den UV Strahlern. Ab auf eine Liege, mit dem Hinweis man könne auch Musik hören.
Während des Tropfens war anfangs Dr. Torun, danach eine Krankenschwester ständig da, die dann immer die "Eieruhr" im Blick hatte und alle 3 Minuten getropft hat.
Mit Ihr hab ich auch noch etwas geredet, was ablenkender war, als der I-Pod mit einem Hörspiel, weil man halt doch irgendwie noch aufgeregt ist.
In der Phase als dann auch die UV Quelle dran kam (30min) war Dr. Torun fast die ganze Zeit da, was ich sehr beruhigend fand. Mit ihm hab ich auch noch ein paar Sätze gewechselt, weil der ganze Vorgang an sich für einen selbst und auch die Ärzte und Schwester eher eintönig ist. Ein guter Tipp ist das andere Augen, dass nicht bestrahlt wird abzudecken. Ist ein komisches Gefühl sonst. Die ganze Zeit in das Licht zu schauen ist schon etwas anstrengend, aber es geht und man freut sich wirklich dann immer auf den nächsten Tropfen mit dem Riboflavin.
Nach der ganzen Prozedur kam dann eine Verbandslinse drauf. Er hatte mich vorher noch gefragt, ob ich eher der schmerzempfindliche Typ bin, was leider stimmt.
Deshalb hat er sich für eine Verbandslinse entschieden. Weil ansonsten die Schmerzen wohl heftiger sind. Manchmal wird vermieden eine Verbandslinse zu nehmen wegen der theoretischen erhöhten Infektionsgefahr. Im nachhinein war ich froh, dass ich die Verbandslinse hatte (mehr dazu später)
Als Mitgabe gab es noch Tropfen Fluxal, Dexa Edo und 0815 Schmerztabletten. Ibuprofen 400mg und Paracetamol so insgesamt 4 Stück glaub ich. 0815 deshalb weil diese MIttel bei mir NULL gewirkt haben. Auch nachdem ich die Dosis noch erhöht hatte bzw, dann auch nochmal Novalgin porobiert hatte. Die Augen lassen sich wohl sehr schlecht speziell mit Schmerzmitteln betäuben.
Die ersten 3 Stunden ging es hatte ich noch keine Schmerzen, aber dann langsam fing es an ... auch das Tränen, das Tränen war zunächst sehr stark, hat aber am nächsten Morgen schon nachgelassen.
die ersten zwei Tage nach der OP:
Wie gesagt ich bin der schmerzempfendliche Typ wohl, aber so starke und spezielle Schmerzen hatte ich bisher noch nicht in meinem Leben. Die ersten 2 Tage waren dementsprechend extrem unangenehm. Supercrasse Lichtempfindlichkeit und verschiedene Arten von Schmerzen Stechen war das unangenehmste, was auch um das Auge herum auftrat. Manchmal ein Ziehen, weniger ein Brennen. Also auf jeden Fall alles abdunkeln und gute Sonnenbrille kaufen. Wenn man den ersten Tag eine "Betreuung" Freundin/Freund
, Verwandte hat kann das sicherlich nicht schaden. Männer sind eh wehleidiger oder?
Kurzum, manche haben Glück und gar keine Schmerzen, andere extrem crasse. Hat mir auch Dr. Torun bestätigt. Man muss dann halt die 2 Tage da durch. Kurz bevor ich dachte ich dreh durch, war dann am 3. Tag früh das ganze schon wesentlich besser! kein Tränen mehr, kein pulsierendes Stechen etc.
Kontrollen:
Am 1. /3. und 7. Tage nach der OP gab es bisher an der Charité Nachkontrollen.
Am 3. Tag wurde meine Verbandslinse entfernt, nachdem zu erkennen war, dass das Ephitel wieder zu ist. Die Verbandslinse wird vorsichtig mit einer Pinzette entfernt, vorher kriegt man noch so einen Tropfen rein, vielleicht löst der die Linse nochmal, hatte irgendwie Angst, dass die klebt beim rausnehmen und schmerzt, aber nichts dergleichen.
Nach ca.