Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Stephen33
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KC-Experience: Hatte Keratoplastik OP am 01.06.2011

Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

Nachdem ich dieses Forum genutzt habe, um mich auf meine KP OP vorzubereiten, möchte ich hier meine Erfahrungen zum Thema schildern.

Bei mir wurde eine Perforierende Keratoplastik (PKP) durchgeführt, da meine Hornhaut vernarbt war. Wie bei vielen anderen auch, hatte ich beim Gedanken an eine Hornhauttransplantation ein ungutes Gefühl. Mich störte vor allem die lange Heilungsphase.

Meine Hornhauttrübung trat durch einen fortgeschrittenen Keratokonus ein, der eine Entzündung mit der dementsprechenden Vernarbung auslöste. Das war im Jahr 2001. Meine Sehkraft verschlechterte sich damals auf circa 10 Prozent.

Da ich damals beruflich sehr angespannt war, kam eine sofortige Operation nicht infrage. Außerdem zweifelte ich stark am Erfolg einer Hornhauttransplantation. Vor circa fünf Jahren meldete ich mich für eine OP an, konnte diese aber wiederum nicht aus beruflichen Gründen durchführen.

Am Anfang des Jahres 2011 entschloss ich mich, nachdem ich hier viele positive Kommentare zum Thema Hornhauttransplantation gelesen hatte, nun endgültig zur Operation. Als erstes ließ ich mich in der Helios Klinik in Schwerin vom Professor Frank Wilhelm Untersuchen. Hier merkte ich, dass mir ein Fachmann mit langjährigen Erfahrungen gegenüber saß. Er offerierte mir gleich, dass in meinem Fall nur eine PKP durchgeführt werden konnte, da mein Keratokonus schon zu weit fortgeschritten war, und die Vernarbung der Hornhaut keine andere Alternative zu ließe. Das verschreckte mich etwas, so dass sich mir vornahm, noch eine andere Meinung und einen anerkannten Experten einzuholen.

Also fuhr ich nach Bochum zu Dr. Krummeich. Auch dort merkte ich schnell, dass ich in den besten Händen war. Leider sagte mir auch Dr. Krummeich, dass nur eine PKP für mich infrage kommt.

Da ich in Schwerin wohne, entschied ich mich aus praktischen Gründen (Anfahrt usw.) für eine Operation bei Professor Frank Wilhelm in Schwerin.

Da die Helios Klinik eine eigene Hornhautdatenbank hat, beziehungsweise mit anderen Datenbanken vernetzt, dauerte es nicht lang bis ich einen Operationstermin für die Transplantation bekam. Insgesamt wartete ich nur circa drei Monate auf den Termin.

Zwischenzeitlich informierte ich mich genau im Internet, sowie hier auch hier im Forum über die möglichen Risiken und Komplikationen, die hier bei einer Hornhauttransplantation auftreten können.

Obwohl ich hier im Forum viel Gutes über eine Hornhauttransplantation lesen konnte, war ich doch bis zum Tag an dem die OP anstand, sehr skeptisch.
Am 31.5.2011 war es nun soweit, um 10:00 Uhr musste ich mich in der Klinik melden zu den dringend benötigten Voruntersuchungen. Dabei musste ich verschiedene Fragen beantworten, zum Beispiel ob Vorerkrankungen vorliegen usw. Aufgrund dieser Angaben wurde das Operationsrisiko eingeschätzt und ich für Operationsfähig befunden.

In meinem drei Bettzimmer lagen zwei weitere Leidensgenossen, die auch Augenkrankheiten hatten. So verging die Wartezeit bis zur Operation schnell. Die Nacht konnte ich, dank der Ablenkung durch die Gespräche mit anderen Patienten gut verbringen und tief schlafen.

Am nächsten Tag kam es dann mit etwas Verzögerung zur Operation. Ich musste ein Operationshemd anziehen, 30 min vor der Narkose bekam ich eine Beruhigungstablette. Die Narkose verlief reibungslos und ohne nennenswerte Komplikationen. Nachdem ich nach circa 2 Stunden wieder aus der Vollnarkose erwacht bin war ich positiv überrascht, dass sich meine Schmerzen im Auge in Grenzen hielten. Bis auf ein leichtes Brennen und Ziehen, verspürte ich keine großartigen Schmerzen. Das Auge wurde mit einer geschlossenen Kapsel gegen Bakterien und Flüssigkeitsverlust geschützt. Hin und wieder merkte ich wie etwas Flüssigkeit aus dem Augenverband austrat.

Mir wurde von den Schwestern erklärt, dass dies ganz normal sei, was mich etwas beruhigte. Mit großer Begeisterung stellte ich fest, dass ich das frisch operierte Auge schon etwas öffnen und meine Hand sehen konnte.

Die Nacht nach der Operation verlief gut und ich konnte schlafen. Am Morgen bekam ich dann, wie die weiteren Tage circa fünfmal am Tag jeweils einen Tropfen Floxal EDO, Dexa EDO sowie Corneregel EDO.

Nach zwei Tagen hatte ich einen Visus von 0,1. Meine alten Werte vor der Operation waren Visus 0,05.

Am Sonntag den 05.06.2011 wurde ich dann aus der Klinik entlassen. Die notwendigen Medikamente wurden mir mitgegeben. An der Dosierung hatte sich nichts geändert. Heute ist der 06.06.2011 und meine Sehleistung hat sich meiner Meinung nach noch etwas verbessert. Obwohl ich der Meinung bin, dass das Transplantat noch nicht ganz klar ist, bin ich guter Hoffnung, dass sich meine Sehleistung noch weiter verbessern wird.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt die Operation nicht bereue sondern angenehm überrascht bin. Habe mir die Angelegenheit schmerzhafter und komplizierter vorgestellt.

Werde Euch in den nächsten Wochen berichten, wie die Heilungsphase verlaufen ist.

http://imageshack.us/photo/my-images/641/augef.jpg/

Hier ist ein Foto vom operierten Auge. Man sieht kaum Nähte. Der Operateur hat gute Arbeit geleistet. :D
Stephen33
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

War gestern 08.06.2011 noch einmal in der Klinik. Wir konnten einen Visus von ca. 0,2 - 0,3 mit Brille feststellen. Habe den Eindruck, dass die Hornhaut noch nicht 100% klar ist. Die Ärzte sind aber bis jetzt sehr zufrieden mit dem Heilungsverlauf.

5x 3 Tropfen pro Tag müssen unverändert genommen werden. Die Schutzkappe trage ich noch weiterhin, da ich den Eindruck habe, dass mein Auge sonst recht trocken wird und anfängt zu reiben.
Stephen33
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

Hornhaut heilt gut ein. Ich habe aber den Eindruck, dass die Hornhaut am Morgen immer etwas trüber ist als am Abend. Vielleicht liegt es auch an der Augensalbe Corneregel die ja ziemlich zähflüssig ist und einen recht dicken "Schmierfilm" auf dem Auge hinterlässt.

Sehr gerne hätte ich mich auch bei der Familie des Spenders bedankt, aber da gibt es wahrscheinlich keine Möglichkeit die Adresse rauszufinden, oder???

Weiss jemand, nach welchen Kriterien die Hornhäute ausgesucht werden. Gibt es auch geschlechtsspezifische Kriterien (Frauen bekommen Hornhäute von Frauen, Männer von Männern usw.). Werden wirklich Hornhäute von Gleichaltrigen ausgesucht?

Vielleicht kennt sich da ja jemand aus, würde mich über eine Antwort freuen... :D
sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by sabine s. »

hallo stephen.

die möglichkeit, an die familie des spenders heranzukommen gibt es nicht! ist auch gut so, denn stell dir mal vor, die hornhaut oder auch ein anderes organ würde abgestoßen, da könnte es vorkommen, daß der empfänger der spender-familie gar nicht mehr so freundlich gesonnen wäre-
meines wissens wird eine hornhaut nur nach den kritierien rausgesucht, ob sie klar ist, genug zellen hat, dick genug ist,der spender keine infektionen hatte (hepatitis, HIV, ect) noch frisch genug ist und groß geug ist. alter, geschlecht des spenders spielt keine rolle, soweit ich informiert bin.
was anderes ist es, wenn mein ein HLA-gematchtes gewebe bekommt, da müssen alle parametert mit dem empfänger übereinstimmen, weshalb die wartezeit auf ein gematchtes transplantat oft inakzeptabel lang ist.

wünsche dir einen guten heilungsverlauf.

grüßle
sabine s.
Stephen33
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

@sabine

Danke für Deine Nachricht. Dachte immer, es wird die Hornhaut von einem etwa Gleichaltrigen eingesetzt.

Weisst Du vielleicht, wie lange es im Durchschnitt dauert bis die Hornhaut sehr klar ist und man eine Sehschärfe von ca 0.5 Visus erreicht?
Meine Operation ist schon fast 14 Tage her, denke dass die Hornhaut gut einheilt bin aber auch neugierig wie lange es dauern kann, bis 0.5 erreicht sind.

Außerdem habe ich den Eindruck, dass am Morgen ein zarter Nebel über der Hornhaut liegt was am Abend oft wieder besser ist.

Tropfe immer noch fünfmal am Tag jeweils einen Tropfen Floxal EDO, Dexa EDO sowie Corneregel EDO.

LG und Danke
Stefan :wink:
sabine s.
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visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by sabine s. »

hallo stephen,

das ist völlig unterschiedlich, dazu gibt es keine richtwerte. daß die hornhaut am morgen etwas trüb ist ist völlig normal und das kann noch ne ganze zeit lang so andauer, das hängt auch vom kreislauf ab, ob die hornhaut nachts noch leicht anschwillt, das hängt von den medikamenten ab, manche, wie corneregel hinterlassen einen kurzueitigen schmierfilm ect. pp.
zu den 0,5 also ich habe diese NIE erreicht. mein visus steht seit jahren bei 30% bzw. 0,3.
ich kann dir also weder sagen WANN noch OB du die jemals erreichen wirst.
geduld und ruhe ist hier einfach am wichtigsten.
grüßle
sabine
ChrisHof
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by ChrisHof »

Stephen33 wrote: Sehr gerne hätte ich mich auch bei der Familie des Spenders bedankt, aber da gibt es wahrscheinlich keine Möglichkeit die Adresse rauszufinden, oder???
Aufgrund des Transplantationsgesetzes ist dies nicht möglich. Du kannst dich jedoch bei der Klinik oder sogar bei der betreffenden Hornhautbank bedanken. Vor allem durch den Einsatz der Mitarbeiter der Hornhautbank hast Du Dein Transplantat.
Stephen33 wrote: Weiss jemand, nach welchen Kriterien die Hornhäute ausgesucht werden. Gibt es auch geschlechtsspezifische Kriterien (Frauen bekommen Hornhäute von Frauen, Männer von Männern usw.). Werden wirklich Hornhäute von Gleichaltrigen ausgesucht?
In der Regel werden Hornhauttransplantate ungematcht vergeben. Das bedeutet, dass kein Abgleich der genetischen Daten vorgenommen wird. Liegt ein genetisch passendes Transplantat vor hat dies meist Vorrang vor den anderen Kriterien. Die Vergabe erfolgt nach Dringlichkeit, Alter (bis zu ca. 20 Jahre älter oder jünger) und Wartezeit.
Das wichtigste für Dich ist jedoch, dass die Hornhaut eine gute Qualität hat (hohe Endothelzellzahl, wenig Nekrosen, keine Narben usw.) und davon kannst Du sicher beruhigt ausgehen.
Stephen33
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

Meine OP ist jetzt mittlerweile schon 19 Tage her. Hier einmal ein Foto von heute:

http://img835.imageshack.us/img835/2198 ... nitten.jpg

Das Unterlied war heute morgen etwas geschwollen. Habe den Eindruck, dass es vielleicht von Corneregel kommt. Manchmal kommt davon einfach zu viel ins Auge, da es ein Gel ist und sich schlecht dosoieren lässt.

Transplantat hat sich noch etwas aufgeklärt. Ein leichter Nebel ist aber immer noch da. Habe aber den Eindruck, dass es von Tag zu Tag einen Hauch besser wird.

Mein Augenarzt hat mir zur Entwässerung der Hornhaut Omni-Sorb verschrieben. Sollte ich morgens und abends einen Tropfen ins Auge machen. Die Tropfen brannten aber im Auge, so dass ich Omni-Sorb wieder abgesetzt habe.

Ansonsten habe ich mit Brille einen Visus, von ca 0,3 vielleicht auch 0,4...
Stephen33
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

Erfahrungsbericht 25 Tage nach der OP

Am Visus von 0.3 bis 0.4 hat sich noch nicht viel verändert. Meine Augenärztin sagt, die bestmögliche Sehstärke kann erst nach dem Ziehen der Fäden erreicht werden. Trotzdem bin ich guter Dinge, dass ich vielleicht einmal 80% oder mehr erreiche.

Floxal soll ich in den nächsten 2 Wochen ausschleichen. Dexa und Corenegel soll ich weiterhin in der Dosis:

jeweils 5 X täglich

einnehmen.

Mache seit ca. einer Woche wieder vorsichtig Sport. Joggen...

Bevor ich den Lauf mache, tropfe ich mir einen Tropfen Floxal ins Auge um die bösen Bakterien abzuwehren. Danach gehts mit geschlossenen Auge unter die Dusche. Gründlich aber vorsichtig duschen ist angesagt. Danach mach ich das, was mir bisher immer gut geholfen hat. Kaltes Wasser ins Waschbecken lassen, Kopf rein und Augen öffnen. Das soll den Stoffwechsel in den Augen ankurbeln. Mache ich schon jahrelang und denke, dass dadurch meinen Keratokonus auf dem rechten Auge zum Stillstand gebracht habe. Hoffe auch, dass ich dadurch den vorzeitigen Abbau der Endothelzellen bremsen kann. Damit ich das Transplantat lebenslang behalte, entgegen der herkömmlichen Meinung der Mediziner.

Wer es nachmachen will dem sei gesagt, dass ich damit gute Erfahrungen gemacht habe. Ob es bei Euch hilft weiß ich nicht. Fragt vorher unbedingt Euren Arzt, ich übernehme keine Verantwortung für den Tipp.

Esse auch viel Heidelbeeren und Möhren. Soll ja ganz gut für die Augen sein.

So, Ihr lieben Leidensgenossen. Hoffe ich konnte Euch ein wenig informieren und unterstützen.

Bis bald... :D
Stephen33
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

So, möchte über den Stand der Dinge berichten. Trotz der statistisch gesehen geringen Abstoßungsrate, kam es in der letzten Woche bei mir zu einer Abstoßungsreaktion des Transplantats. Glücklichweise war sie in der Anfangsphase.

Stündliches Tropfen mit Dexa half aber nicht. Ich mußte ins Krankenhaus zu einer Cortison Stoßtherapie (Tropf), Damit konnte die Abstoßungsreaktion gestoppt werden. Ich hoffe es bleibt so. Soll jetzt das Cortison ausschleichen. Dauert so um die 14 Tage. Cortison ist mir nicht so gut bekommen. Bin froh, wenn ich das Zeug wieder los bin.

Transplantat ist aber wieder klar :D Ich hoffe, dass es jetzt wirklich mit meiner Hornhaut gut verwächst und die Endothel Zellen durchhalten, und das lebenslang und nicht nur für 10 Jahre.
Stephen33
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

Nach der Abstoßungsreaktion, die noch in der Anfangsphase war, geht es mir jetzt wieder gut. Mit dem Kortison konnte mein Immunsytstem wieder beruhigt werden. Auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, wurden weitere Entzündungsreaktionen vom Augenarzt festgestellt. Jetzt scheint es aber langsam alles abzuklingen.

Bin immer noch beim Kortison-Ausschleichen und nehme zur Zeit 5mg Kortison pro Tag (von früher 50mg) . Wahrscheinlich werde ich das Kortison am Dienstag komplett absetzen. :D Dann werden wir sehen, wie sich die Hornhaut verhält.

Zur Zeit ist sie schön klar hat aber noch Falten, so dass ich auf ca. 30% Sehkraft komme. :::thumb
Stephen33
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

So, Kortison wurde wieder ausgeschlichen. Alles hat sich wieder normalisiert. :)

Nehme nur noch 3 mal am Tag Dexa und hin und wieder, wenn ich merke dass die Nähte reiben, etwas Corneregel.

Glaube, mein Auge war mit dem:

5x Dexa
5x Omnisorb
5x Corneregel

am Tag einfach überversorgt. Seitdem die Dosis der Medikamente reduziert wurde, geht es meinem Auge wesentlich besser. Mit Brille habe ich jetzt schon fast 50% Sehkraft (früher 5%). Der abendliche Tropfen Dexa darf aber auf keinen Fall vergessen werden. Hatte das einmal einen Abend vergessen, schon hatte ich ein Fremdkörpergefühl am nächsten Morgen im Auge.

In der Nacht sind wahrscheinlich die Immunzellen sehr aktiv... :::blink2

Naja, kurz und gut wenn es so bleibt, bin ich guter Dinge, dass die Operation ein voller Erfolg war.

Liebe Grüße an alle Leidensgenossen :::thumb
Stephen33
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

So möchte wieder einen Bericht abgeben.
Dieser Bericht beinhaltet keine Ratschläge, sondern schildert nur meine rein persönlichen Erfahrungen. Wer eine Beratung braucht, sollte unbedingt zu seinem Augenarzt oder Naturheilpraktiker gehen.

Also mein operiertes Auge hat sich komplett beruhigt. Nehme auch jetzt statt der 15 Tropfen nur noch 2 Tropfen (1 x morgens, 1x abends).
Die Dosis hatte ich eigenmächtig reduziert, da mir die 15 Tropfen am Tag zuviel erschienen. Mein Auge war dadurch komplett überreizt.

Stattdessen habe ich auf ein altes Naturheilmittel zurückgegriffen und zwar Urin. Immer wenn ich merkte, mein Auge fängt wieder an zu brennen, dann bade ich das operierte Auge in einem kleinen Eierbecher voll eigenem Urin. Mir hat das wunderbar geholfen. Die Entzündungen sind vollständig aus dem operierten Augen verschwunden. (die Hornhaut ist klar und ich habe zwischen 30-50% Sehkraft mit Brille).

Trotzdem tropfe ich noch jeweils morgens und abends einen Tropfen Dexa Endo ins Auge. Sicher ist sicher. War vor kurzem bei meinem Professor, der das Auge operiert hatte und er sagte mir, dass es sehr gut aussieht. Das mit dem Urin habe ich ihm natürlich nicht erzählt, da manche Ärzte auf Naturheilmethoden äußerst empfindlich reagieren.

Wie schon geschrieben, hat mir das mit dem Urin sehr gut geholfen. Früher, als es noch keine Medikamente gab, wurde auf Wunden uriniert. Damit es schnell heilt. Das operierte Auge betrachte ich auch als Wunde.

Möchte hier noch einmal feststellen, dass ich nur über meine eigenen Erfahrungen berichte. Sie sollen auf keinen Fall eine Auforderung zu irgendetwas sein. Fragt lieber vorher Euren Arzt und Naturheilpraktiker.

Liebe Grüße an alle Leidensgenossen

PS. Sehe, das meine Beiträge hier rege gelesen werden, aber niemand antwortet. Was ist los, hat es Euch die Sprache verschlagen? Das hier soll kein Monolog sein :wink:
sabine s.
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augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by sabine s. »

hallo stephen,

doch, doc, wir lesen hier schon und jetzt antworte ich dir sogar.!

schön, daß das alles so gut geklappt hat und ich wünsche dir einen weiteren guten heilungsverlauf.
allerdings frage ich mich, ob das mit dem urin so eine gute möglichkeit ist, denn nicht umsonst wird dieser ja vom körper AUSGESCHIEDEN und nicht irgendwie kompensiert.
ich halte urin für giftig, weil mit dem ja sämtliche giftstoffe die darin sind ausscheidet. sonst hätten die nieren ja nicht so eine wichtige funktion.

ansonsten drück ich dir die daumen weiterhin.

grüßle
sabine
Stephen33
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

Hallo Sabine,

also die vielen Tropfen, welche mir verschrieben wurden, waren zuviel des Guten. Das Auge war dadurch überreizt und entzündet. Das hatte natürlich wieder Abwehrkörper ins Auge gelockt. Kurz und gut, ich musste dann nochmal ins Krankenhaus zu einer Kortison Stoßtherapie mit Tropf usw.

Danach habe ich die Tropfen vorsichtig eigenmächtig abgesetzt und bin damit gut gefahren (ich hoffe es bleibt so). Urin wurde früher als es noch keine Medikamente gab, als Desinfektionsmittel eingesetzt. Selbst in der Werkstatt von meinem Vater haben sich die Kollegen bei kleinen Verletzungen auf die Hand uriniert. Dadurch wurde der Heilungsverlauf beschleunigt.

Hier findest Du einmal ein paar Anwendungsbeispiele für Urin:

http://www.irchelpraxis.ch/nhk_urin.html#beispiele

Vom Trinken halte ich nichts, aber bei der äußerlichen Anwendung habe ich gute Erfahrungen gemacht. Ich will auch hier keinen dazu überreden. Aber wer schon lange Entzündungen im Auge hat, die mit anderen Medikamenten nicht wegzubekommen sind, der kann das ja mal vorsichtig in Erwägung ziehen.

Ach so, eines habe ich noch vergessen. Habe mir auch noch für die Wohnung einen Venta Luftwäscher/Befeuchter geholt. Habe den Eindruck, dass durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit meine Augen auch nicht mehr trocken werden. Das trägt ja auch zum Heilungserfolg bei.

Sabine, sag mal wieviel Tropfen nimmst Du denn jeden Tag noch für Deine Augen und welche...???

Liebe Grüße Stefan :wink:
sabine s.
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by sabine s. »

hallo stefan,

inzwischen tropfe ich nichts mehr. mir gings da so wie dir,meine transplantate haben inzwischen so wenig endothelzellen, daß eh nix mehr nützt und ich bin ja cortisonresponder. ab und zu zum befeuchten nehme ich was . das mit dem luftbefeuchter ist sicher sehr gut für die augen.
daß dem eigenurin heilkräfte zugesprochen werden weiß ich schon, dennoch bin ich skeptisch was die behandlung der augen damit betrifft, denn ich glaube nicht, daß der urin immer steril ist.
man muß nur z.b. eine nicht spürbare blasenentzündung oder reizung haben und scho sind keime drin.
aber darüber läßt sich jetzt natürlich auch trefflich streiten.

grüßle
sabine
Stephen33
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Stephen33 »

Hallo Sabine,


schade, dass mit den Endothelzellen. Dr. Krumeich sagte mir aber, dass da was in der Entwicklung ist, neue Endothelzellen ohne eine komplette Hornhauttransplantation wieder ins Auge zu bringen. Wie schon gesagt, es ist in der Entwicklung. Vielleicht kann es Dir ja mal irgendwann helfen.

Hier mein operiertes Auge:

http://img828.imageshack.us/img828/4393/augep.jpg

Foto habe ich gerade gemacht.

LG Stefan :wink:
Einauge
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Einauge »

Hallo Stephan,

ich weiss nur, dass Limbusstammzellen gezüchtet werden können. Endothelzellen wäre mir neu :::wink2 .


LG Micha
sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by sabine s. »

ja. aber ich denke, wir meinen alle das gleiche.
limbusstammzellen stimmt natürlich.

grüßle
sabine
Palme1990
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Joined: 2013-08-17, 18:44
KC-Experience: Hallo, ich habe seit einigen Tagen die Krankheit Keratokonus diagnostiziert bekommen.

Re: Mein OP Bericht vom 01.06.2011

Post by Palme1990 »

Hallo'
Ich habe deine Erfahrungen mit grossen Interesse aufgenommen.danke für die Hilfe. In 10 Tagen ist es bei mir auch soweit.
IIch lasse eine perforierende keratoplastikbdurchführen.ich bin in im St.Franziskus Hospital in Münster in Behandlung.
So langsam steigt die Nervosität.aber dank der vielen guten Berichte Hall sich auch die in grenzen:)))

Ich werde euch auch von meiner op berichten,
LG patrick