nun habe ich es doch endlich mal geschafft mich hinzusetzen und einen kleinen Bericht über meine Vernetzung letzten Jahres, genau genommen am 01.12.2008, zu schreiben.
Zuweit auschweifen möchte ich nicht, da ich gerade den Bericht von Franke gelesen hab (http://www.forum.keratokonus.de/viewtop ... =98&t=3723), der meine Erfahrungen fast zu 100% wiederspiegelt. Doch nun ein paar Worte zu damals.
Wie gesagt, die OP war am 01.12.2008 in der Augenklinik Rechts der Isar in München. Der behandelnde Arzt war Dr. Christoph Winkler von Mohrenfels.
Die Operation verlief sehr ähnlich wie bei Franke, nach ca. 20 min "rumrühren" im fixierten Auge, wurde mit dem Einträufeln von Riboflavin begonnen. Die Liedsperre war meines Erachtens während der OP das schlimmste. Ich versuchte immer locker zu bleiben, denn jedes Zucken am Auge drückte gegen die Sperre.
Nach einigen Tropfen und 30 min später wurde ich mit einem "extremen" Auge, hatte mich kurz im Spiegel betrachtet. Ähnelte einem Horrorfilm
Nicht zu vergessen die Verbandslinse die mir noch eingesetzt wurde.
Auf dem Heimweg begann dann die wirkliche Qual. Stau in München, die Betäubung am Auge lies nach, und die Schmerzen steigerten sich minütlich. Zuhause angekommen gings dann sofort ins Bett, jedes Leuchten (Handy, Wecker, etc.) wurde unterbunden. Mein stetiger Begleiter, auch im stockfinsteren Zimmer, war meine Sonnenbrille.
Nach 2 Tagen waren die Schmerzen eigentlich komplett weg. Immer schön "schmieren" wie meine Augenärztin zu sagen pflegte.
Ich war jedenfalls mit dem Verlauf der Operation zufrieden. Die Schmerzen waren zwar bisher eine der krasseren die ich erlebt habe, aber das war fast abzusehen an diesem empfindlichen Körperteil.
Nun sind mittlerweile 6 Monate vergangen. Die Kontaktlinsenanpassung hat sich leider wegen Lieferschwierigkeiten seitens des Herstellers ziemlich verzögert.
Jedoch besteht hier momentan meine größte Sorge.
Ich habe nun zwar meine fast entgülten Linsen bekommen, aber mein operiertes rechtes Auge hat seit über einem halben Jahr keine Linse mehr gesehen, und ist demnach ziemlich "sauer" wenn ich dem dieses Ding reinsetze.
Die Anpassung beim Optiker war bisher ziemlich mühsam und ich hoffe das da noch mehr geht als 50% Sehleistung. Da ich nämlich vorhatte gegen Ende diesen Jahres mein anderes Auge crosslinken zu lassen, sehe ich da im wahrsten Sinne des Wortes "schwarz". Denn mit dem rechten Auge müsste ich die Zeit, in der ich keine Linse auf dem linken Auge tragen kann überbrücken. Dies ist aber mit der Sehleistung momentan nicht möglich.
Deshalb meine erst Frage, inwiefern ihr Erfahrungen mit den Linsenanpassungen danach hattet. Wurde dies durch die OP eher vereinfacht, hat sich nichts verändert, oder gibt es nun mehr Probleme als vorher?
Meine Optikerin riet mir, dass ich evtl. mal eine Keratoplastik ins "Auge" fassen sollte (welch Wortspiel...). Da die Heilungschancen im jüngeren Alter weit besser sind als später.
Was meint ihr dazu? Lieber jetzt die Hornhaut transplantieren, oder mit dem XLinken die Krankheit soweit hinauszögern, bis wahrscheinlich eine Transplatation unausweichlich ist?
Werde auf jeden Fall erstmal wieder meinen Augenarzt aufsuchen um zu kontrollieren, ob der Keratokonus vorerst aufgehalten wurde.
Sobald ich wieder Neuigkeiten habe, werde ich diese natürlich niederschreiben.
In diesem Sinne eine Gute Nacht und ein Lob an das tolle Forum!
Jan-Eric