Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

lepper01
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2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by lepper01 »

So jetzt will ich meine 2 OPs kurz beschreiben.

Im Jahre 1997 vor meiner ersten OP (perforierende Keratoplastik) mein Visus war: Rechts: s.c. 0,06 Links: s.c. 0,5 + 2.
Meine erste Operation (rechtes Auge):

Ort: Uni Klinik Regensburg
  • Operateur: Frau Dr. Frieling (heute eigene Praxis in München)
  • Tag nach der OP Visus: Rechts: s.c. 0,05 Links: 0,6
  • Medikation: Dexasine AT std, Polyspectran AT 2std, Bepanthen AS 4xtgl, Ficortril AS zur Nacht
  • Zwei Wochen nach der OP Visus: Rechts: s.c. 0,2 Links: s.c. 0,4
  • Medikation nach 2 Wochen nach der OP: Dexasine AT 3xtgl über 1 Woche, dann 2x tgl. über 2 wochen, dann 1xtgl. über 3 Monate. Zusätzlich Vidisic Gel 2 std, Bepanthen AS zur Nacht, sowie Ficortril AS auch zur Nacht
  • 1 Jahr nach der OP Visus: Rechts: s.c. 0,5 Links: s.c. 0,4
  • 2-14 Jahren nach der OP Visus: Rechts: s.c. 0,6 Links: s.c. 0,25
  • 16 Jahren nach der OP Visus: Rechts: s.c. 0,5 Links: s.c. 0,20
Jetzt vor einer Woche wurde mein linkes Auge mittels Femtolaser in München von Prof. Dr. Neuhann operiert. Es sollte eine Keratoplastik nach DALK mit Femtolaser sein, aber leider ist nicht gelungen, da Endothelschicht dabei gerissen ist. Somit wurde perforierende Keratoplastik durchgeführt (auch mit Femtolaser).
  • Ort: wie schon gesagt Rotkreuzklinikum München
  • Operateur: Prof. Dr. Neuhann
  • Tag nach der OP Visus: Rechts: s.c. KA Links: etwa 0,1p
  • 1 Woche nach der OP Visus: Rechts: s.c. KA Links: 0,1p
  • Medikation: 3 Monaten lang Dexagel AT 4 x tgl., Corneregel AUG 4x tgl.
Zur Zeit ist der Vorderkammer abgeflacht sonst das Transplantat klar. Jetzt bin ich gespannt, nach der guten Erfahrung mit dem rechten Auge, ob es mit dem linken genauso gut sein wird. Viele User hier im Forum berichten, dass es eher zufall war, dass mit dem rechten Auge so gut geworden ist. Wenn das so ist, dann bin ich von der medizinischen Entwicklung/Forschung der letzten Jahre enttäuscht.
sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by sabine s. »

hallo lepper,

flache vorderkammer ist eigentlich kein problem, muß halt der druck öfter kontrolliert werden. ich denke, beim prof. neuhann bist in sehr guten händen, hab allle meine ops bei ihm machen lassen.
nur, dein letzter satz stimmt mich doch etwas nachdenklich.
natürlich will jeder das beste und den besten verlauf für sich, aber du bist nicht bei einem automechaniker und du bist ein lebender organismus, keine maschine.
erfolge und mißerfolge sind nie vorauszusehen, nie absehbar und nie planbar.
nur weil sich opertationstechniken und know-how weiterentwickelt haben, bedeutet das noch lange nicht eine 100%ige unfehlbarkeit.
es kann immer wieder, trotz bestem operateur, trotz fortschrittlichstem equipment was schief gehen oder nicht ganz so gut werden im ergebnis wie es zu wünschen wäre.
in münchen wird, da kannst du mir glauben, ALLES getan um einen optimalen erfolg zu erzielen.
vor noch nicht soooo langer zeit war eine keratoplastik sehr kompliziert, man mußte tagelang auf dem rücken liegen, ect. pp. gemessen daran, ist der fortschritt schon enorm und eine garantie auf gesundheit hat leider kein mensch.
ich wünsche dir alles gute und drücke dir die daumen.!
grüßle
sabine
lepper01
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by lepper01 »

Hallo Sabine,

danke für Deine Antwort.

Es war von mir keine Kritik an Ärzten oder Klinik in München, ich bin sehr zufrieden mit Prof. Neumann und von der Praxis. Ich kann es weiter empfehlen.
Vielleicht war ich depressiv nach der OP ;)

BTW. ich habe noch eine Frage, wenn so eine Hornhaut nur 10 Jahren hält, dann wie soll man als 30Jährige bis zur Rente überstehen? dann muss man etwa 5 mal transplantieren? geht das überhaupt?
kera98
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KC-Experience: Ich habe keinen Keratokonus, sondern eine seltene erbliche Hornhautdystrophie, allerdings mit ähnlichen Folgen für die Sehschärfe.
Keratoconus since: Meine Dystrophie begann ca. mit 16-17 Jahren, wurde aber nicht erkannt und über Jahre deswegen falsch und gar nicht behandelt. Die korrekte Diagnose kam, als ich Anfang 40 war.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage auf beiden Augen Minisklerallinsen. Links nach Keratoplastik mit irregulärem Astigmatismus, rechts (noch) ohne OP. Eine Brille habe ich zwar, komme damit aber nur auf eine Sehschärfe von 25-30%.
Operationen: Keratoplastik (li Auge) 5x in 25 Jahren
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by kera98 »

Hallo, Lepper,

es ist ja nicht gesagt, dass das Transplantat nur 10 Jahre hält.

Deine erste OP rechts ist doch auch schon 16 Jahre her, wenn ich das richtig lese. Im Durchschnitt geht man von 10-15 Jahren aus, aber es gibt durchaus auch Leute, da hält das Transplantat deutlich länger. Ewig allerdings meist nicht, und wenn ja, dann ist tatsächlich eine Rekeratoplastik notwendig.

Und ja, 5x geht, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Mein Operateur sagte, er hat auch Patienten mit dem 7. Transplantat. Ich muss sagen, dass Du auf alle Fälle offenbar gut aufgeklärt wurdest.

Als ich mit 21 Jahren mein erstes Transplantat bekam, hat mir kein Mensch gesagt, dass es nicht das restliche Leben hält.
lepper01
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by lepper01 »

Hallo Sabina,

kann ich Dich per Mail oder PM kontaktieren? Wobei per PM wird es nicht gehen, weil ich noch nicht berechtigt bin.

Grüße
sabine s.
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augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by sabine s. »

hallo

schon passiert und hab dir auch schon geantwortet.
:::Nice als PN
lepper01
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by lepper01 »

So, jetzt wieder ein Update:

zur OP am rechten Auge 1997:
Ich habe heute herausgefunden, dass ich nach 4 Monaten einen Visus ohne Korektur 0.5 erreicht habe. Der Visus ist dann stabil bis heute geblieben und lag meisten zwischen sc 0.5-0.6. Mit Kontaktlinsen konnte ich sogar den Visus fast auf 100% steigern ;)

In der Zeit hatte ich aber kleine Abstoßungsreaktion, welche ich mit Dexa Edo nach 2-3 Tagen im Griff hatte. In der Zeit hatte ich "fast" vergessen, dass ich an Keratokonus leide.

Zusammengefasst, ich bin sehr zufrieden mit der Transplatation.

So, jetzt zu dem linken Auge. Seit kurzem habe ich Oberflächenreizung, und das Auge tut weh, d.h. tut es brennen und hin und wieder stechende Schmerzen tue ich verspürren. Sonst das Auge ist ok, bis auf kleine Delle an der Hornhautgrenze. Diese Delle verursacht, dass sich Luftblasen dort bilden und ich merke es auch beim Blinzeln. Die Delle liegt etwa bei 1 Uhr im Bereich der Knoten.

Mein Visus ist immer noch schlecht nach 2 Wochen, liegt etwa bei sc 0.08. Beim Sehtest hat die Augenärztin auch festgestellt, dass ich Doppelbilder sehe (anstatt 1 Zahl, dachte ich dass es 2 Zahlen gibt). Die Falten sind eigentlich schon weg, die einzige Erklärung dafür wäre starke Astigmatismus :( (man kann es leider nocht nicht messen --> das ist noch eine Vermutung). Wundert mich, weil ich mich für Femtolaser entschieden habe, um eben diese Fenomene zu vermeiden. Hat vielleicht jemand Erfahrung mit Keratoplastik und Femtolaser?

Ich hoffe, dass sich die Lage ändern wird, nächste Woche habe ich mich entschieden doch nach München zu Praxis von Prof. Neuhann zu fahren. Vielleich können die mich etwas beruhigen ;)

Grüße
sabine s.
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augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by sabine s. »

hallo lepper01


du hast vor 2 wochen? ist das richtig? ein NEUES hornhauttransplantat bekommen. Stell dir mal vor, du hättest vpr 2 wochen eine neue niere bekommen.
da würde auch noch längst nicht alles völlig rund laufen. die organe müssen sich anpassen an den neuen körper, sie müssen sich einpassen, vertraut machen, anwachsen, einwachsen. das alles dauert, und nach einer hornhauttransplantation sowieso, weil eine hornhaut kaum durchblutet ist.
auch eine femtolasertransplantation geht nicht spurlos an einem vorüber. auch dieses transplantat braucht zeit sich an die neue umgebung zu gewöhnen.
daß keine falten mehr da sind ist doch schon mal sehr gut nach der kurzen zeit.
reizungen und irritationen gibts immer wieder mal, auch die doppelbilder wirst du noch sehr lange haben.
du hast ja auch fäden drin. da KANN man einfach keinen optimalen visus haben.
in der regel dauert es monate bis 2 jahre, nach transplantation bis man in etwa sagen kann, was für einen visus du dann hast.
geduld ist ganz wichtig für den heilungsprozess. du überforderst sonst dich und dein auge.
logisch, wenn du beunruhigt bist dann geh zum arzt, ganz klar. lieber 3x zu oft als einmal zu wenig.!
wenn in münchen aber rauskommt, daß alles ok ist, dann kannst du dich eigentlich nach meiner erfahrung darauf verlassen und das ganze hoffentlich wieder entspannter angehen.
ich drück dir die daumen, daß alles ganz im rahmen ist!
grüßle
sabine
lepper01
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by lepper01 »

Hallo zusammen,

ein kleines Update, nach etwa 2 Monaten Visus s.c. 0.1 eigentlich unverändert. Die Hornhaut ist abgeflacht, angeblich eine Folge relativ straffer Nähte :( damit kann man die starke Fehlsichtigkeit erklären. Notfalls muss ich fast 1 Jahr warten, bis ich, na ja, etwas mehr sehen kann.

Zur Zeit hab ich ein Problem, wenn ich im Raum sitze, wo der Raum künstlich beleuchtet wird. Das irritiert mich (eigentlich mein Sehen) total. Lieber mach ich dann das Auge zu. Vielleicht kommt auch zu dieser Irritation, weil zu große Unterschiede in der Sehstärke gibt :idea:

Zu Femtolaser, ich persönlich sehe keinen positiven Effekt, nächstes mal würde ich die 1500 Euro sparen und mich für traditionelle Methode entscheiden. Vielleicht deswegen wollen die Krankenkassen es nicht bezahlen.

Viele Grüße
lepper01
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by lepper01 »

Hallo zusammen,

wieder ein Update von mir. Meine Augenärztin ist nicht begeistert mit dem Heilungsverlauf, in München sind sie eher wieder beruhigt, wobei im Dezember hab ich dort einen Kontrolltermin. Den Kontrolltermin werde ich aber nicht bei dem Operateur haben, meine Augenärztin ist wieder der Meinung, dass das Auge sollte eigentlich der Operateur anschauen.

Sie meinte, ich soll nachhaken, warum gibt es so große Unterschiede im Heilungsverlauf (zwischen 1 Operation 1997 und jetzt), dafür muss rationale Begründung geben (Die Sachen passsieren nicht einfach so...).

Meine Beschwerden heutzutage (d.h. nach 3 Monaten):
  • Sehschärfe liegt immer noch bei SC 0.1
  • Weiße Punkte am Rande des Transplatats sind zu beobachten, seit etwa 2 Wochen
  • Das Transplantat ist immer noch abgeflacht. Am Rande des Schnittes (mit Femtolaser) gibt es eine Stufe nach unten. Das wundert mich, da mit Femtolaser geschnitten wurde, meine Augenärztin hat es zum ersten mal sowas gesehen :(
  • Das Fremdkörpergefühl ist hin und wieder (eher öfters) immer noch vorhanden
  • Beim Sehen, habe ich einen Schleier/Nebel vor dem operierten Auge, d.h. auch, dass das Auge "das gesamte Sehen/Bild" benachteiligt.
Was meint Ihr, ist es normal soetwas nach 3 Monaten? sind die Beschwerden im grünen Bereich? Ich habe die Befürchtung, dass entweder ist etwas schief gegangen, und mich 2 OP erwartet :( Ehrlich gesagt, ich weiß nicht was ich darüber denken soll.....

Viele Grüße, und bin dankbar für jede Antwort.
sabine s.
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visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by sabine s. »

hallo.

wann warst du denn in münchen zur nachuntersuchung? waren da die weißen pünktchen am transplantatrand schon, oder sind die erst hinterher aufgetaucht?
du solltest auf alle fälle noch vor dem dezember das in münchen anschauen lassen. weise darauf hin, daß du wie durch nebel siehst, daß du einfach beunruhigt bist, weil sich der visus deiner meinung nach verschlechtert hätte.
in der regel bekommst du dann sehr schnell einen notfalltermin u.U sogar gleich im op. natürlich nicht zum operieren, aber zm anschauen lassen. ich weiß, daß der prof neuhann mittwoch nachmittags in der praxis ist und an anderen tagen aber im rotkreuz im op. sag einfach, daß du gerne hättest daß er (er hat dich doch operiert?) mal drauf schaut, zumindest aber an dem tag, an dem du kommst, da ist, damit man ihn hinzuziehen könnte, was die ärzte auch tun, sollten sie etwas ungewöhnliches entdecken.
das dürfte kein problem sein, daß der prof dich anschaut. mußt halt bissle drauf drängen.
ich weiß jetzt nicht inwieweit es nach femtolaser auch zu stufen kommen kann, aber ne stufe ist meiner meinung nach nicht unbedingt optimal, zumal jetzt doch schon 3 monate seit op ins land gegangen sind. möglicherweise muß er da etwas nachnähen, das wird aber ambulant gemacht und ist kein großer akt, hatte ich auch schon 2-3 mal.
die weißen pünktchen könnten eiweißablagerungen sein und das ist nicht so gut, da sollte schnell geschaut und was unternommen werden.
ich kann und darf keine diagnose stellen, aber weiße pünktchen KÖNNEN ein alarmzeichen sein, KÖNNEN aber auch ganz normal sein, fadenenden oder fadenknötchen. zur sicherheit, falls die in münchen nicht ohnehinschon entdeckt worden sind, nachschauen lassen.
ich drück dir die daumen.!
gib bescheid, was rausgekommen ist.
grüßle
sabine
lepper01
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by lepper01 »

Hallo Sabine,

zuerst danke für Deine Antwort. Ich war einmal nach 1 Monat in München bei einer Untersuchung (bei Frau Dr. Metzger), damals hat Sie keine Auffälligkeiten feststellen können. Wobei die Hornhaut war schon damals abgeflacht mit der Stufe etc.

Mit dem Schleier/Nebel, das hab ich auch schon seit Anfang an, es wird einfach nicht besser. Für mich ist es aber keine Dauerlösung so zu funktionieren. Dieser Nebel entsteht meistens, wenn die Lichtstrahlen (Künstliches Licht) auf die Fäden (das ist meine Vermutung) einfallen, dadurch entsteht ein Bild, als wenn man z.B. Haare/Wassertropfen im Auge hätte, ich weiß, es klingt etwas surrealistisch ;) Also, der Nebeleffekt ist sehr störend, aber bekannt.

Die weißen Pünktchen hat meine Augenärztin vor etwa 2 Wochen festgestellt, deswegen hat sie mir empfohlen von 3tgl auf 4tgl die Kortisondosis zu steigern. Letzten Freitag war ich wieder bei meiner Augenärztin und sie meinte, die weißen Pünktchen sind noch da, aber haben sich nicht vermehrt, d.h. sie sind „stabil“ geblieben. Ich habe deswegen auch Prof. Neuhann angeschrieben (per Mail), und er meinte, dass er schlecht was dazu sagen kann, ohne es gesehen zu haben. Aber hat nicht geschrieben, bitte sofort kommen etc.

Ich habe am 11.12 (das ist Mittwoch) einen Kontrolltermin wieder bei Frau Dr. Metzger. Ich habe auch nachgefragt, ob Prof. Neuhann es sich auch anschauen könnte, das sollte aber Frau Dr. Metzger selber entscheiden und bei Bedarf wird sie mich bei Prof. vorstellen. Deswegen werde ich mit dem Auge bis Mittwoch, den 11.12 warten, schlechter als jetzt kann es nicht werden.

Viele Grüße
sabine s.
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visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by sabine s. »

hallo,

ok, dann weiß der prof zumindest bescheid und fr. dr. metzger auch. du solltest dennoch zur sicherheit im laufe der woche zu deiner augenärztin gehen, damit die mal draufschaut, wie es sich nach höherer kortisongabe entwickelt hat. ich möchte einfach nicht, daß es zu einer abstoßung kommt und die weißen pünktchen KÖNNTEN darauf hinweisen, deshalb lieber etwas übervorsichtig sein. 11.dezember ist zwar bald , aber sollten sich die weißen pünktchen vermehrt haben oder noch andere unstimmigkeiten dazu kommen, wäre schnelleres handeln wichtig.
ich will dir jetzt keine angst machen, aber aus erfahrung weiß ich, daß "weiße pünktchen" auch etwas ernsteres sein KÖNNTEN. ich kann mich natürlich irren, dann umso besser.
grüßle
sabine
Anette
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by Anette »

Hallo,

ich denke schon, daß es unterschiedliche Heilungsverläufe (auch bei der gleichen Person) gibt, viele Faktoren spielen da eine Rolle und ob die Ursache für die schwierigere Heilung der Femtolaser ist, das wird man dir medizinisch sicherlich so nicht bestätigen.

Daß du 3 Monate nach der OP noch den Eindruck hast, du siehst nicht gescheit bzw. neblig, ist eigentlich nicht beuruhigend, solange deine Augenärztin bei den Kontrolluntersuchungen ein klares Transplantat vorfindet. Dieses neblige Sehen begleitete mich im Grunde über mehrere Monate hinweg, da war ich auch ziemlich ungeduldig und zweifelnd. Erst nach dem Fadenzug läßt sich der endgültige Visus bestimmen und dann mit Brille oder Linsen optimieren.

Wie "schlimm" die Folgen von so einer Stufe sind, weiß ich auch nicht, wie äußert sich diesbezüglich der Operateur? Wie macht sich so ne Stufe beim Sehen bemerkbar? Spürt man diese? Ich könnte mir vorstellen, daß sich dieses Problem vielleicht durch den Fadenzug wieder verändert???

Die weißen Pünktchen am Transplantatrand kann ich am wenigsten einordnen, da schließe ich mich Sabine an, nämlich diese in München abklären zu lassen, damit du dir nicht unnötig Sorgen machen mußt. Möglicherweise sind das auch Erscheinungen, die bei dem langwierigen Einheilungsprozess auftreten können, aber nicht unbedingt Anlaß zum Handeln sind. Ich schließe mich da Sabine an, dies in München abklären zu lassen und wenn ich deine Zeilen richtig verstehe, dann hast du ja jetzt im Dezember noch dort einen Termin und wenn nötig, dann laß dir gleich einen Notfalltermin geben. Ich denke, daß sich der untersuchende Arzt in München eh den Rat vom Prof. einholt, wenn etwas nicht im Rahmen des Heilungsprozesses wäre. Allerdings weiß ich auch, daß der Prof dort nicht immer greifbar ist und auch die Zeit im Behandlungszimmer oftmals recht knapp ist.

Im Nachhinein würde ich mir meine Fragen aufschreiben (ich war auch immer aufgeregt) und viel mehr drauf drängen, daß diese ernst genommen und in meinem Sinne beantwortet werden.

Ansonsten wünsche ich dir weiterhin Geduld (auch wenns schwer fällt) bis das Transplantat vollständig eingeheilt ist. Gib dir Zeit.

Alles Gute von

Anette

P.S Es wäre schön, wenn du uns auf dem Laufenden halten würdest.
Alles hat seine Zeit
lepper01
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by lepper01 »

Hallo zusammen,

vielen, vielen Dank für die Antworten :)

Ja Sabine, da hast recht, weiße (oder sogar welche Farbe auch immer) Punkte im Auge ist beunruhigend. Ich könnte notfalls bei mir in Regensburg an die Uniklinikum fahren, und es prüfen lassen. Hier werden auch Hornhauttransplantationen durchgeführt. Ich war schon einmal dort (etwa vor 2 Monaten), aber die machen es ungern, da sie es nicht operiert haben.

Meine Ärztin hat es noch nicht als Abstoßung angesehen, aber als etwas Ungewöhnliches. Ich gehe davon aus, dass sie zumindest Abstoßungsreaktion erkennen kann, auch deswegen da sie angeblich einen guten Ruf hat ;) Sie hat auch eine Broschüre mit allen wichtigen Informationen zu Keratoplastik, Behandlung und Risiken von der Praxis Neuhann bekommen, war sogar begeistert, dass so etwas gemacht wird.

@Sabine: Was meinst Du damit:
möglicherweise muß er da etwas nachnähen
Also Anette, der Operateur hat zu der Stufe bzw. abgeflachter Hornhaut gemeint (klar, per E-Mail), dass die oft eine Folge relativ straffer Nähte ist. D.h. wenn alles fertig ist, wird sich das weitgehend geben; ansonsten kann man die damit verbundene Fehlsichtigkeit korrigieren (was auch immer damit gemeint ist).
Das Problem ist, dass die flache Stelle beim Blinzeln nicht richtig befeuchtet wird. Deswegen das Zentrum vom Auge (genau dort die Stelle abgeflacht ist) permanent dezent gereizt ist.

Mich würde aber trotzdem interessieren warum nach einer OP die Heilung so verläuft und nach einer anderen OP anders bzw. komplizierter. Dafür muss Gründe geben, die man vielleicht nachgehen könnte. Tja, die Ärzte werden es aber besser wissen ;) Fakt ist, dass 1997 nach etwa 4 Wochen hab ich vergessen, dass ich operiert wurde, und von Tag zu Tag die Sehschärfe besser wurde.

Ich als Laie würde diese Gründe sehen:
  • Präoperative Faktoren und Zustand der Hornhaut (wie Narben, Dicke etc.)
  • Spenderhornhaut Qualität (Anzahl Endothelzellen, Alter, Art und Länge der Zwischenlagerung, auch genetische Ähnlichkeit)
  • Alter des Patienten (z.B. 1997, damals war ich jünger)
  • Immulogie und genetisch bedingte Aufnahmefähigkeit/Anpassung von/an Fremdorganen….
  • Therapiemaßnahmen und medikamentöse Behandlung
  • Und jetzt das was ich nicht weiß: Durchführung der OP. Da weiß ich nicht, welche Faktoren eine Rolle spielen. Zweitens inwiefern die OP-Technik eine Auswirkung auf die Heilung und Erfolg hat (z.b. Femtolaser).
Viele Grüße
lepper
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by lepper »

Hallo,

jetzt schreibe ich wieder unter meinen alten Nick: lepper (und nicht lepper01).

Ich war am 11.12.2013 in München bei der Frau Dr. Metzger. Die Ärztin meinte, dass alles in Ordnung ist und dass die weißen Punkte nicht zu beobachte sind :::surprise bzw. hat meine Augenärztin Markierungen gesehen (scheinbar sind sie noch zu sehen).

Bei dem Sehtest mit Gläser Hilfe +9 dioptrien erreichte ich 100% Zeile, sonst sc 0.1 :(

Es wurde auch Hornhauttopographie durchgeführt und dort konnte man sehen, dass die Hornhaut abgeflacht ist, und dass an einigen Stellen uneben (wegen Fadenzugkraft) ist. Deswegen muss ich min. 1 Jahr aushalten bis die Fäden rauskommen, erst dann vielleicht werde ich besser sehen können :shock: Ich dachte immer, dass die Spannungen, Zugkräfte etc. berechnet werden und dementsprechend implementiert. Endothelzellen wurden auch gemessen, laut der Ärztin die Anzahl ist OK, hat aber keine Zahl genannt.

@Admin: mein Nick: lepper01 funktioniert nicht mehr. E-Mail habe ich vergesssen, leider.

Grüße
Lepper

[20131218 - Admin: Account lepper01 deaktiviert]
sabine s.
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augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by sabine s. »

hallo lepper,

fr. dr. metzger ist wirklich eine kompetente frau, bei ihr war ich auch schon öfter und ich denke, was sie sagt, "gilt". leider wohl auch die ansage, daß du bis zum fadenzug warten mußt, bis man eine annähernde aussage bzgl. des visus machen kann.
das bedeutet aber NICHT, daß du dazu verdammt bist alles so zu belassen bis das eine jahr vorbei ist. du selbst spürst am besten, wenn was nicht in ordnung ist, d.h. wenn dich was sehr stört und du mit dem ein oder anderen symptom nicht zurecht kommst (schlechter visus ausgenommen).
das gehst du eben nochmal und nochmal hin und sagst, daß dich dies oder jenes sehr stört. ect. pp. die in münchen, die sind anspruchsvolle patienten gewohnt, da brauchst du dir keine gedanken machen.
wer hat dich operiert? der prof? der ist legendär für sein präzises operieren, wenn andere augenärzte seine werke sehen (bei mir z.b) dann brechen die in verzückungen aus, was mir selber bei meinem mickrigen visus nichts hilft, aber sein u.a. handwerkliches können ist wohl unumstritten.
wollte das nur mal wieder loswerden.
mit "möglicherweise muß er da nochmal nachnähen" meine ich wohl das, was er dir im mail geschrieben hat, mit der nachkorrektur. es kann sein, daß sich im laufe dieses einen jahres ergibt, daß der ein oder andere faden doch zu locker sitzt oder zu straff , und man dann eine kleine (ambulante) fadenkorrektur machen muss.
es ist wohl so, daß man vor der transplantation nicht ganz genau ausrechnen kann wie sich das dann post-OP verhält, weil das ja immerhin lebendes gewebe ist. so viele parameter spielen da eine rolle. sicher auch das alter des patienten, sicher auch der zustand der wirtshornhaut (dicke, zellen ect.) sicher auch der zustand des keratokonus, man kann einfach nicht eine op mit der anderen vergleichen. wir sind menschen, keine maschinen.
alles in allem liest sich das bei dir aber trotz dem du unzufrieden bist, an, wie ein ganz normaler postoperativer verlauf.
gegen stellen, die nich richtig mit tränenflüssigkeit benetzt werden, gibts ja das schmieren mit dem guten alten corneregel, das wirkt oft wunder, weil eine trockene hornhaut oft fiese mießempfindungen machen kann.
ansonsten, wenn du wirklich bedenken hast, hingehen, formulieren, was dir nicht passt, fragen, was man da tun könnte, fragen, warum das so ist.
grüßle
sabine
lepper
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by lepper »

Hallo Sabine,

wie immer danke für die Antwort.

Ich schreibe jetzt nur kurz, da ich zur Zeit beschäftigt bin ;)

Ich habe schon wiederholt in München, dass ich mit dem Visus nicht ganz zufrieden bin. Auch nach 3 Monaten, da es schlechter als vor OP ist. Frau Metzger meinte dann, ich soll zum Optiker gehen, und mir weiche-Kontaktlinsen +9 kaufen. Wobei da hab ich die Angst auf die Hornhaut die weiche-Kontaktlinsen draufzumachen.

BTW. mich hat Prof. Neuhann operiert. Wobei meine Augenärztin nicht so ganz begeistert von dem Ergebnis ist. Vor allem wegen abgeflachten Hornhaut.

viele Grüße
sabine s.
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by sabine s. »

öha,öha. hast den prof mal gefragt nach den abgeflachten stellen? vllt. war das op-technisch nicht anderst möglich. wo befinden sich denn diese?
das mit den weichen kontaktlinsen würd ich schon mal ausprobieren. das epithel ist ja geschlossen. wenn du die dinger nicht allzulange drin läßt und alles schön sauber und steril ist, könnte das doch zumindest mal zeitweise ne option sein.
grüßle
sabine
lepper
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by lepper »

Prof. Neuhann habe ich nicht zu Gesicht bekommen ;) das entscheidet der Arzt, ob es nötig ist (bei mir war es die Frau Dr. Metzger). Abgeflacht ist im Zentrum, das kann sogar meine Frau sehen. Der Prof. Neuhann hat sich nur per Mail dazu geäußert:
....ist oft eine Folge relativ straffer Nähte....
und dazu sagte er noch auch per mail:
...wenn alles fertig ist, wird sich das weitgehend geben; ansonsten kann man die damit verbundene Fehlsichtigkeit korrigieren...
. Wobei nach der Hornhauttopographie-Messung meinte die Frau Dr. Metzger, dass an anderen Stellen auch uneben ist --> Sie meinte:
Kein Wunder, dass ich nur 0.1 sehe
und es kommt angeblich von den Nähten-Zugkräften :( wobei Sie hat es nicht als etwas schlimmes gesehen. So wie ich es verstehe, die Nähten müssen erst raus, um es glat zu kriegen, und um die Abflachung zu korrigieren.

Grüße
sabine s.
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by sabine s. »

hallo,

ja da hat sie wohl leider recht.
wichtig bei einer kerato
plastik ist ja in erster linie, daß die spenderhornhaut gut einwächst. dazu bedarf es wohl manchmal straffer nähte und manchmal eher lockerer nähte, ganz nach gegebenheiten.
der visus ist mittelfristig post-op gar nicht sooo wichtig,. um diesen kümmert man sich dann nach dem fadenzug endgültig.
deshalb ist eine transplantation auch immer so eine langwierige sache, denn man kann davon ausgehen, daß das operierte auge für ca. 1 1/2 jahre mehr oder weniger ausfällt.
es gibt sicher fälle, die bereits kurz nach op besser sehen, aber in der regel sieht man nach der op erst mal genauso schlecht, bis schlechter.
das ist vollkommen normal.
wenn die option mit den weichen linsen zur vorübergehenden visusverbesserung, noch steht, würde ich das wirklich mal versuchen.
klär das aber vorher nochmal genau ab.

grüßle
sabine
kera98
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KC-Experience: Ich habe keinen Keratokonus, sondern eine seltene erbliche Hornhautdystrophie, allerdings mit ähnlichen Folgen für die Sehschärfe.
Keratoconus since: Meine Dystrophie begann ca. mit 16-17 Jahren, wurde aber nicht erkannt und über Jahre deswegen falsch und gar nicht behandelt. Die korrekte Diagnose kam, als ich Anfang 40 war.
Experience with eyeglasses / lenses: Ich trage auf beiden Augen Minisklerallinsen. Links nach Keratoplastik mit irregulärem Astigmatismus, rechts (noch) ohne OP. Eine Brille habe ich zwar, komme damit aber nur auf eine Sehschärfe von 25-30%.
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Re: 2 OPs (1997 <-> 2013) der Vergleich

Post by kera98 »

Hallo, Lepper,

Sabine hat recht, mit dem Visus braucht man einfach Geduld. Und es gibt auch keine Garantie, dass es nach dem Fadenzug deutlich besser wird. Ich weiß die Prozentzahl nicht mehr, aber die meisten Leute mit Keratoplastik brauchen danach eine Brille oder gar harte Kontaktlinsen, um wirklich gut zu sehen.

Es gibt ja hier im Forum genug wie mich: ohne Korrektur habe ich weniger als 5%, mit harten (Sklerallinsen) habe ich 100% Sehschärfe.

Mein Operateur hat übrigens anlässlich meiner letzten OP erklärt, dass die abgeflachten Transplantate heute häufiger vorkommen und eine Folge der modernen OP-Technik sind: Früher wurden die Transplantate 0,2 - 0,5 mm größer als das "Loch" zum Einnähen gemacht, und dadurch drückten sie den Rand nach oben und es gab eher eine Vorwölbung. Die modernen Trepansysteme und auch der Laser sind gedacht, Loch und Transplantat gleich groß zu machen, was aber zu strafferen Nähten und flachen Transplantaten führt, da mehr Spannung da ist und kein Gewebe übrig ist, das den Rand der Hornhaut hochdrückt.

Eigentlich soll das zu besseren Visusergebnissen führen, hat sich bei mir leider nicht bestätigt.

Viele Grüße und frohe Weihnachten!