Hallo Frank,
tja, Du hast schon Recht - das alles wäre perfekt und wünschenswert! Gehe ich richtig in der Annahme, dass Du darauf abzielst, dass die Mini-ARK z.B. hier in Deutschland eingeführt werden soll? Denn im Prinzip haben wir den Spezialisten, er sitzt in Rom und heisst Massimo Lombardi
Meine momentanen Gedanken sind folgendermaßen, zu
1)
Warum einen Laser? Um die Mini-ARK durchführen zu können, wird kein Laser benötigt (->Diamantmesser). Prof. Lombardi hat in seiner Praxis selbst auch keinen Laser , sondern nutzt den einer befreundeten Klinik (soweit ist zumindest mein Kenntnisstand - falls jemand was Neueres weiß, bitte Bescheid sagen). Bei manchen Patienten bietet er die Möglichkeit des Laserns an, um ein gutes Ergebnis noch besser zu machen. Aber soweit ich das von anderen Operierten mitbekommen haben, sind die meisten schon mit der Mini-ARK zufrieden und wollen die Laser-Korrektur garnicht.
Dieser Wunsch-Arzt müsste zunächst einmal jahrelang bei Prof. Lombardi lernen um überhaupt diese Kunst des Operierens zu beherrschen. Es handelt sich hier ja nicht um eine OP nach Schema F, sondern aufgrund jahrelanger Erfahrung (inklusive dieser hoher Anzahl von Operationen in Russland) steht Prof. Lombardi heute da, wo er ist.
Und so wie er selbst sagt, ist es ja schon mal nicht einfach, den Arzt mit den erforderlichen Grundvoraussetzungen zu finden. Denn hier ist nicht einer gefragt, der ein Studium mit Note 1 hingelegt hat und sich in der Hierarchie nach oben gearbeitet hat, sondern es ist jemand gefragt, der eben die handwerklichen Voraussetzungen mitbringt - da eben von Auge zu Auge die Schnitte anderst gesetzt werden müssen. Und diesen Arzt zu finden, ist seiner Aussage zufolge wohl garnicht so einfach...
3)
Man war sich beim KC-Treffen 2004 darüber einig, dass das eine super Sache wäre und der ein oder andere wollte sich darum kümmern bzw. Kontakte herstellen, etwas in Gang bringen, etc. Es verlief im Sande, die betreffenden Personen hatten nie wieder etwas darüber gesagt.
4)
Die Diskussionen nach dem großen KC-Treffen 2005 haben es gezeigt. Alle finden ein Treffen sinnvoll, notwendig und eine tolle Sache (ich nach wie vor auch!). Aber wenn es dann um die tatsächliche Organisation geht, wird es still um das Ganze.
Leider mussten wir das schon bei den Vorbereitungen zum "großen" KC-Treffen 2005 feststellen. Mehrere Leute hatten sich zuvor angeboten zu helfen, gewisse Dinge zu organisieren/mitzubringen - letztendlich war die Anzahl der tatsächlichen Helfer minimiert und wir hatten Probleme, die zu-und dann abgesagten Dinge zu beschaffen.
Leider war folgendes festzustellen: reden/schreiben ist eine Sache, wirklich etwas machen eine andere... aber warum soll es hier anders sein als im alltäglichen Leben...
5)
Wurde mehrmals schon versucht in Angriff zu nehmen - leider ohne Erfolg, aber es müsste eben jemand machen und dass das ein-zwei Personen alleine nicht bewerkstelligen können, ist auch klar...
Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass ich die o.g. Punkte ins Negative ziehen möchte, aber ich möchte auch nicht, dass hier über "rosarote Luftblasen" gesprochen wird. Ich denke, man sollte aus den vergangenen Erfahrungen auch lernen. Leider wurde ich aufgrund der gemachten Erfahrungen ziemlich auf den Boden der Realität zurückgebracht. Aber ich würde mich freuen, wenn es uns wirklich mal gelingt, einer dieser Punkte tatsächlich umzusetzen.
Sechs Besuche in Rom würde ich nicht unbedingt als Durchschnitt bezeichnen. Ich kenne einige, die gerade mal 2x in Rom waren. Natürlich kommt es immer auf den Verlauf der OP an. Aber die Entscheidung liegt auch am Patienten selbst. Manche möchten regelmäßiger die Gewissheit haben, dass alles in Ordnung ist (und die Aussage des Operateurs ist einfach was anderes als von einem "fremden" Arzt), andere eben nicht...
Freue mich auf weitere Gedanken/Anregungen
Gruß Anja