Ich hab da vielleicht mal eine ganz dumme Frage:
Kann man zu Beginn eines Keratokonus auch weitsichtig sein?
Mir kommt alles, was ihr hier so an Symptomen schreibt, furchtbar bekannt vor…
Ich bin am 2. März dieses Jahr aufgewacht und habe auf dem rechten Auge alles nach oben verzogen doppelt gesehen. Dazu kam noch so ein Phänomen, welches ich am besten mit dem englischen Wort „shiny“ beschreiben könnte - also wenn ich ins Licht geschaut habe, dann hatte es so ein Scheinen drumherum.
Ich war erstmal ziemlich fertig, weil doch am Abend vorher noch alles „normal“ war und nun sprachen mich Kollegen schon auf mein gerötetes rechtes Auge an.
Bin dann beim Augenarzt gewesen (da ich zu der Zeit sowieso im Krankenhaus gearbeitet habe, bin ich dort gleich in die angegliederte Augenarztpraxis gegangen), wo mich eine junge Assistenzärztin untersuchte.
Sie stellte fest, daß ich eine - wie sie es beim 1. Termin nannte - „Hornhautverkrümmung“ hätte (ich sah einen leuchtenden Punkt als langgezogene Linie) und sehr trockene Augen („Sicca-Syndrom“), was sie mit einem Papierstreifentest (Schirmertest) feststellte…
Sie verschrieb mir Augentropfen, mit denen es auch sehr schnell wieder besser wurde! Ich sollte allerdings 4 Wochen später noch mal zur Kontrolle kommen.
Bei diesem 2. Termin wurde die Hornhaut“verkrümmung“ auf einmal in Hornhaut“stippung“ umbenannt („Das sah ja letztes Mal mit der Spaltlampe schon sehr dramatisch aus, aber zum Glück ist das ja jetzt schon alles wieder viiiiiel besser…“) und „auf einmal“ war ich weitsichtig, wovon sie beim 1. Termin noch gar nichts erwähnt hatte. Und zwar links +2 dpt. und rechts +0,5 dpt.!
Die Ärztin fragte mich noch scherzhaft, ob ich mir denn sicher sei, daß ich die Probleme auf dem rechten Auge hätte, da ja das linke mit 2 Dioptrien weitaus schlechter sei!
Ich wäre beruhigter gewesen, wenn ich schon beim 1. Termin überhaupt erfahren hätte, daß ich weitsichtig bin, denn das hat sich ja sicherlich nicht in diesen 4 Wochen entwickelt, sondern war schon die Jahre zuvor so, ohne daß ich was davon bemerkt hätte!
Mit Anfang 20 kann die Linse eine Weitsichtigkeit ja lange ausgleichen. Bin die letzten 13 Jahre bei keinem Augenarzt gewesen, da ich nie Probleme mit dem Sehen hatte - den Führerschein-Sehtest vor 5 Jahren habe ich ja schließlich auch bestanden! Und nun sowas!!
Nun ja, das Ende der Geschichte war, daß ich nun wegen der trockenen Augen regelmäßig Augentropfen verwenden soll und mir eine Brille zugelegt habe (mit dieser sehe ich zwar nicht besser, aber irgendwie entspannter) - eine Kontrolle ist für nächsten März geplant.
Trotzdem habe ich an manchen Tagen - nicht immer - wieder dieses „Scheinen“, sehe verschwommen oder sogar leicht doppelt, besonders wenn ich in Vorlesungen sitze und stundenlang Powerpoint-Präsentationen anstarren muß!!! Den ganzen Sommer bin ich eigentlich nur mit Sonnenbrille rumgelaufen, weil es mir immer zu hell war und nachts beim Autofahren habe ich schon arge Probleme, besonders wenn es regnerisch ist.
Vor diesem Tag im März ist mir das nie so aufgefallen… auch habe ich das Gefühl, daß mein rechtes Auge ständig gerötet ist.
Was gibt es denn außer einem Keratokonus noch alles, was solche Symptome macht?
Nun zurück zu meiner eigentlichen Frage, die vielleicht ein bißchen arg theoretisch ist, aber es interessiert mich halt einfach
Ich nehme ja nicht an, daß es sich bei mir um einen Keratokonus handelt… aber könnte es denn sein, daß jemand seit vielen Jahren weitsichtig ist (= Augapfel zu kurz, also z.B. mit +2 dpt. auf beiden Augen) und nun anfängt, einen Keratokonuns zu entwickeln (= Auge „verlängert“ sich) - so daß ein Auge sich in kurzer Zeit von +2 dpt. auf + 0,5 „verbessert“, aber dabei die typischen Symptome entstehen???
Ich weiß, es hört sich sehr abenteuerlich an, aber ich würde gerne mal ein paar „Expertenmeinungen“ hören!
Liebe Grüße Kaddi