Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: viewtopic.php?t=6501

Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

BigCoder
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Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by BigCoder »

Hallo,

ich hatte am 23.04.2008 in Wien eine Hornhauttransplantation am rechten Auge, nach meiner Einschätzung ist das derzeitige Ergebnis "sehr gut" und wie ich sehe wurde schon über mich diskutiert. (Ich bin Pixis Freund.) ;-)

- - - Ich warne vorab, das wird jetzt ein ziemlich langer Text! - - -

Momentan erreicht das rechte Auge ohne jede Sehhilfe etwa 20%, mit Brille etwa 40%, auch die ganzen "Störeffekte" sind (erstmal) weg.


Zur Vorgeschichte:
Seit Mitte 2007 haben meine Augen eine ziemlichen Sturzflug begonnen. Etwa alle 1-2 Monate hat sich meine Sehschärfe "sichtbar" verschlechtert. (Ich benutze keine Sehhilfe, da ich Kontaktlinsen nicht vertrage.) Ende 2007 wurde es dann langsam "kritisch". - Das geringste Problem war dabei der "reine" Verlust von Sehschärfe. - Ich konnte nicht mehr richtig "tief" schlafen, war tagsüber immer müde, hielt mich mit Literweise Kaffee bei der Arbeit wach. - Seit Anfang 2008 (Januar / Februar) war das "Schmierbild" des rechten Auges so stark, das es das Linke beim Sehen "störte". (Um meine Sehschärfe zu "verbessern" reichte es, das rechte Auge zu schließen.) Etwa im März bekam ich erstmals „Probleme“ beim Einsteigen in die U-Bahn, weil mein rechtes Auge die gelbe Linie am Bahnsteig mit der gelben Linie im Zug „mischte“ und ich so den „Spalt“ zwischen Bahnsteig und Tür nicht mehr sehen konnte. (Das war ein einziges gelbes „Geschmiere“.) Einige Wochen vor der OP „verlor“ ich zunehmend die Fähigkeit, die Bilder der beiden Augen „richtig“ zu „mischen“. - Ich sah immer stärker „doppelt“. - Die Ärzte der Klinik, welche die Augen vor der OP untersuchten meinten, das die Hornhaut bereits so dünn sei, das Diese leicht reißen könnte. (Ich glaube ca. 360 Mikrometer.) Die Klinik hatte es wirklich sehr eilig mit der OP, denn eine Spenderhornhaut war schnell organisiert, so das ich nur eine Woche für sämtliche Vorbereitungen hatte.


Der Klinik-CheckIn:
Ich war in meinem Leben noch nie zuvor krank geschrieben, gehe nur zum Arzt, wenns „brennt“ und meine letzte OP hatte ich mit 3 (vor Jahrzehnten). Kurz: Ich hatte keinen blassen Schimmer, was mich erwartet. - Es wurden eine Menge Befunde benötigt, die ich aus Zeitmangel in einer der „Häuser, die Verrückte macht“ - Äh – Gesundheitszentren – machen lies. - Interessant war diese „Do-It-Yourself“-Medizin aber irgendwie trotzdem. Zum Lesen der „Romane“ die mir die Klinik mitgegeben hatte, war ich zwischen „vom-Kunden-grundlos-gnadenlos-zusammenscheißen-lassen“ (1st-Level-Support / Internet-Hotline) und Vorbereitungsstress nicht gekommen und der „Papierstapel“ wurde mir beim Klinik-Check-In „weg genommen“, was ich nicht wirklich verstand. - Ich werde die Welt der Götter in Weiß wohl nie verstehen. - Die Befunde waren OK, ich war/bin nur „zu dick“. (BMI > 40).

Die letzten Voruntersuchungen in der Klinik waren unangenehm und ich bin mir sicher, das es den Ärzten egal war. - Wie gesagt, verstehe ich Ärzte nicht. - Ich bekam bereits erste Medikamente (zur Senkung des Augeninnendrucks, wie ich später erfuhr, ) und es gab einige Gespräche mit Ärzten/Pflegepersonal, wo es aber um „08/15-Zeugs“ ging, (habe ich Diabetes? ... ) die Untersuchung des Oberarztes, welcher mir irgendwelche brennenden Tropfen in die Augen gab und natürlich der Narkosearzt. - Der sagte mir, das ich 6 Stunden vor und nach der OP Nichts Essen und Nichts trinken darf. Da ich es gewohnt bin, Massenhaft (3 Liter und mehr) am Tag zu trinken, befürchtete ich Schlimmes. - Zum Glück erfuhr ich noch „rechtzeitig“, das ich nach der OP beide Augen verbunden bekomme und konnte deshalb noch einige wenige Vorbereitungen treffen. (Dinge zurechtlegen, Handy „vorbereiten“, ...) die Illusion eines „2-3 Tageaufenthalts“ wurde mir an dem Tag auch genommen, „10 Tage“ war die Antwort des Oberarztes.

Die OP:
Der Tag der OP war – naja – hektisch und damit für mich (etwas) verwirrend. - Ich sollte vor der OP noch ein spezielles „OP-Höschen“ anziehen, zudem bat ich den Narkosearzt um ein Beruhigungsmittel vor der OP. - Ich wurde allerdings schon zur OP abgeholt, bevor ich mich „richtig“ anziehen und das Beruhigungsmittel nehmen konnte. Im OP selbst wurde mir das linke Auge „zugeklebt“, (damit auch ja nicht das Falsche operiert wird?, ) und das rechte Auge mit einer menge Zeugs vollgetropft. „Es wird gleich leicht brennen“, sagte der „tropfende“ Arzt noch und „kaum überrascht“ brannte das rechte Auge nach dem Eintropfen einer gelblichen Flüssigkeit höllisch. - Jaja, die Götter in Weiß. - Ich erinnerte mich zu diesem Zeitpunkt an einen Satz eines Psychiaters, der mir ein Medikament mit „ach, gerade dieses Medikament hat so gut wie keine Nebenwirkungen“ verschrieb, wobei ich wegen diesen „so gut wie keinen Nebenwirkungen“ beinahe Selbstmord beging, weil ich Diese nicht mehr aushielt. - An meinen Kopf wurde noch was befestigt, so das eine Art „Hammer“ auf das rechte Auge drückte und ich bekam noch ein Mittel gespritzt(???), wobei ich 500ml statt 250ml bekam. (Mehr habe ich nicht mitbekommen.) Interessant war, das der OP gekühlt wurde. (Ich glaubte bisher immer, in einem OP sei es besonders warm.) Während ich da liegend wartete, (es war noch eine OP vor mir, ) löste sich der Verband am linken Auge, da ich Dieses immer wieder auf und zu machte. Als es dann „los ging“, wurde dieser Verband „schnell“ durch einen Neuen ersetzt. Diese seltsame Konstruktion (mit dem „Hammer“) wurde von meinem Kopf entfernt, die drei EKG-Sensoren wurden festgeklebt, eine Oberarmmanschette (Blutdruckmessung) wurde angelegt und dann der Arm fixiert, der rechte Arm wurde an einer „Armlehne“ fixiert, (der Narkosearzt war rechts von mir, ) eine Atemmaske(???) wurde vorbereitet, der Narkosearzt meinte „scherzhaft“, das „hier“ hunderte von Schläuchen und Kabeln seien, um den Patienten ins Reich der Träume zu bringen, er sagte das einige Patienten sogar während der OP träumten und dann war es schwarz und ich hörte Jemanden („erfreut“???) rufen „Herr xxx, Herr xxx, es ist (etwa) 11:30 Uhr“, oder so ähnlich. - Die OP war für 8:30 Uhr vorgesehen, etwa 7 Uhr war ich im OP-Bereich. - Filmriss. - Die Zeit von etwa 8:30 Uhr und etwa 11:30 Uhr „fehlt“ mir. - Da ich nur „schwarz“ sah, dachte ich mir „schwrzhaft“ Sowas wie „Aha, Power-Palming“. Nachdem ich einigermaßen „wach“ war, wurde ich zurück auf die Station geschoben.

Die Nachbehandlung:
Über irgendeinen Weg erfuhr ich dann auch, das die OP erfolgreich verlaufen sei. ch selber war froh, das die Narkose richtig funktionierte und es zu keinem „Awareness“ kam. Zu Trinke bekam ich natürlich Nichts, nur so seltsame Zitronenstäbchen zum lutschen. Dementsprechend fühlte ich mich relativ schnell „ausgetrocknet“. Das operierte Auge wurde an dem Tag einmal „aufgedeckt“, um die ganzen Tropfen und Salben zu verabreichen. Das Sehen war zwar unscharf, aber möglich. (Damit war die OP tatsächlich erfolgreich.) Als mich „Pixi“ besuchen kam, bekam sie erstmal einen Weinkrampf. Ich versuchte sie zu beruhigen, aber es gelang mir nicht. Es gelang mir während des gesamten Klinikaufenthalts nicht. Das ging sogar soweit, das sie am ersten Wochenende sogar ihr Handy abschaltete.

Da ich durch meine Arbeit beim zusammenscheiss-lass-Service mit den Nerven am Boden war und in meinem Kopf ein höllisches Durcheinander herrschte, sah ich die permanent verbundenen Augen als eine willkommene Möglichkeit, mal wirklich viel zu schlafen und damit wenigstens Etwas von dem Stress ab zu bauen. Das funktionierte sogar und nach einigen wenigen Tagen normalisierte sich sogar mein Nacht-Schlaf wieder, d.h. ich schlief wieder tief, ja sogar ein Schlafen am Tag war wieder möglich.

Dazu gesellte sich dann noch der Terror wegen der Frage nach den Nutzen dieser intensiven und (offensichtlich?) unüblichen Nachbehandlung. Mein ständiges Nachfragen brachte eigentlich immer nur die selbe Antwort, „das es gut / wichtig für das Auge sei“ und eine immer schlechter werdende Laune von Ärzten und Pflegepersonal. - Aufklärung auf typisch medizinischem Niveau. So wie ich es kenne. - Andererseits wurde ich immer wieder auf den Zusammenhang zwischen den Druck im Magen/Darm und Augen hingewiesen/erinnert. - Soweit ich das mitbekommen habe, ist eine 3-Tage-Behandlung üblich, ich war 12 Tage in der Klinik. Allerdings habe ich (momentan) eine Chance, das eine Brille zur Korrektur reicht.

Bei den letzten Untersuchungen war der Oberarzt gerade zu euphorisch. „Ich bin verliebt in dieses Auge!“ rief er im Untersuchungsraum. „Sorry, aber das Auge gehört mir.“ Dachte ich mir und versuchte die Stimmung zu nutzen um heraus zu finden, was mein Auge „so besonders“ machte. - Keine Chance. Arzt bleibt Arzt. - Bei einer Nachkontrolle „merkte“ ich mir, das die Hornhaut zwar „stippungen“ hat, aber keine einzige „Stufe“. Das Transplantat ist klar, (was ich leidvoll bei der Entlasung merkte, ) und mit einer durchgehenden Naht befestigt. Die Naht soll bereits in 3-4 Monaten entfernt werden, was meines wissens auch unüblich aber durchaus positiv ist.

Die Entlassung:
Das rechte Auge wurde „erst“ am Tag der Entlassung aufgedeckt, die Schwester die mir an dem Morgen die Tropfen gab, war verwundert, weil ich noch immer das eine (operierte) Auge zugedeckt hatte. Bei einer letzten Untersuchung des Auges an dem Tag, erreichte ich etwa 30%.

Da ich das rechte Auge an dem Tag das erste Mal wieder verwendete, war ich mit den Reizen und mit dem extrem hellen Sonnenlicht etwas „überfordert“. Ständig waren die Augen (also Beide) müde. Zum Glück holte mich Pixi zwei Straßen von der Klinik entfernt ab.

Erfahrungen Zuhause:
Zuhause versuchte ich mich sehr zu schonen und Alles gaaaaaaaanz langsam zu machen, noch langsamer als sonst. Zudem legte ich selber immer wieder Pausen für meine Augen („Palming“) ein. Ich merkte jetzt auch, das dass Transplantat tatsächlich klar ist, das linke (nicht operierte) Auge allerdings nicht. Daher sah ich jetzt überhaupt erst, das dass linke Auge bereits trüb ist. Das Sehen auf dem rechten Auge wirkte auf mich wochenlang so, als hätte Jemand den „Farbkontrastregler“ zu hoch gedreht. Alles wirkte extrem scharf und extrem „knallig“. Das Sehen überanstrengte das Auge leicht, da es ja Monate lang nur „unscharfes Geschmiere“ sah und noch nicht einmal fokussieren konnte/musste. An sonnigen Tagen kann ich mich ohne Sonnenbrille eigentlich nicht mehr raus trauen.

Ein Unglück kommt selten alleine und wenn ich durch Kunden-Tobsuchtsanfall-Nervenzusammenbrüche (welche dem Unternehmen einige gute Mitarbeiter kostete) meinen Körper so vernachlässige und schädige, das meine Sehschärfe in sich zusammenfällt, fällt sicher noch mehr zusammen. Und als ich bereits zum zweiten Mal Blut pinkelte, beschloss ich doch einen Arzt zu konsultieren. Ich war ja eh noch Krank geschrieben. Meine Durchhaltetaktik um mit brennender Blase und schmerzenden Nieren 3 Tage zu „warten“, bis ein Arzt wieder „offen“ hatte, war erfolgreich. Die Nierenschmerzen, nachdem ich die erste Antibiotika-Tablette genommen hatte, waren kaum noch auszuhalten. - Das angeschlagene Immunsystem tat sicher dem Auge auch nicht gut, zumal noch nicht Alles überstanden ist. - Ein Lungentest (wegen meines Dauerhustens, sogar bei 25°C ) und ein Termin beim Hausarzt (wegen explosionsartig vermehrter Leberflecken) sind noch nötig, dann sollte das gesamte Ausmaß des Schadens bekannt sein.

Einen Vorteil hat sich das rechte Auge nach der OP immer halten Können. - Es sah schärfer/besser als das Linke.

Mit freundlich Grüßen aus Wien, BigCoder.
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Nicht die Notwendigkeit, sondern die Möglichkeit Zählt.
BigCoder
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by BigCoder »

Nachtrag:

Ich war heute ambulant zur Kontrolle in der Klinik. Das Auge ist OK und mit einer Brille mit -4 dpt und +3 dpt 80° erreichte ich eine Sehschärfe von 50%. (Das nicht-operierte erreicht mit ca. +2 dpt eine Sehschärfe von 30%, wenn ich mich richtig erinnere.)

50% sind für mich schon Luxus. :-)

Gruß, BigCoder.
wmmw
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KC-Experience: Diagnose 1988 - beide Augen - dann KK-Linsen - immer wieder mit Problemen - dann > erste Transplantation 01/1990 links, zweite Transplantation rechts 01/1991, Danach einige Versuche mit Kontaktlinsen - leider fehlgeschlagen - danach Brille - Visus immer so um die 60 - 80 % - links und rechts. (zwischendurch auch mal nur an die 40% - siehe Bericht)
Seit etwa 2002 erhebliche Verschlechterung des rechten Auges - Diagnose > transplantierte Hornhaut hat sich "bei 9 Uhr" gelöst > abgehoben > Ursache ??? > am wahrscheinlichsten lt. Augenarzt eine körperliche Überanstrengeng. Dies hatte zur Folge, dass im Jänner 2007 eine re.Transplantation rechts gemacht wurde.
Alle drei Transplantationen sind eigentlich "super verlaufen".
Visus jetzt 02/2008 mit Brille bei 80% bivokal (60% links, 80% rechts)
Update: 03.2012 mit Brille re. 100% li. 60%
0382021 Visus links 35%, rechts 100% mit Gleitsichtbrille
04/2021 Abstoßung Hornhaut links - Update 11.2024 - Abstoßung Hornhaut war eine Fehldiagnose - war eine Herpesinfektion - alles wider OK - Viseus RA 100%, LA 40%
Keratoconus since: KK seit dem 22. Lebensjahr (Diagnose). mit 20 beim Bundesheer war noch alles OK. Danach "schleichende Verschlechterung". KK wurde von meinem Doc aber sofort erkannt. Lag wohl auch daran, dass in diesen zwei Jahren der Schub extrem gewesen sein muss. Obscan etc. war damals "noch nicht bekannt" - war schon mit der Spaltlampe zu erkennen.
Experience with eyeglasses / lenses: KL unmöglich - immer Riesenprobleme. Mit Brille immer so um die 60 bis 80% - zwischenzeitlich natürlich auch weit weniger, immer wieder Änderung spez. von Astigmatismus und Achse. Brille im Durchschnitt alle 18 Monate neu.
Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
Ich über mich: verheiratet, 2 Kinder
Berufserfahrung Behandlung Keraokonus: immer wieder leichte probleme da ich ca. 6 Stunden/Tag vor dem Bildschirm verbringe - hab es aber immer noch mit Hilfe meines Optikers geschafft, dass ich "normal" arbeiten kann.
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by wmmw »

Hallo Coder

Über den Krankenhausaufenthalt können wir ja am Montag sprechen :::sad ich war schon dreimal dort - ich kenn das - aber der Erfolg spricht für sich.
Ein Visus von 50% so kurz nach TP ist einfach Spitze - :D :D :D -
dazu muss ich dir schon jetzt gratulieren.
Freu mich schon auf Montag
lg walter
ich liebe das Leben - auch mit KERATOKONUS !!!
BigCoder
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Zuviel Hitze für mein Auge?

Post by BigCoder »

Hallo zusammen,

eine kurze Frage vorab: Kennt Jemand zufällig ein gutes (haus-)Mittel gegen zu trockene Augen? Danke schonmal im Vorraus.


Ein kleiner "zwischenbericht":

Seit einigen Tagen "brennt" die Sonne in Wien und exakt seit dieser Hitzewelle "leidet" mein rechtes Auge "etwas". - Die Sehschärfe ist am Tag wesentlic geringer, kehrt aber am Abend (wenns kühler ist) offensichtlich wieder zurück. (Zumindest glaube ich das.) Das Auge "schmerzt" oft leicht und wirkt irgendwie "trocken", wie mein restlicher Körper auch. - "Strenge" ich das Auge an, z.B. durch lesen oder zu hellem Sonnenlicht (trotz Sonnenbrille), tränt das Auge auch, hört aber im Dunkelnwieder, bzw. nach der "Belastung" wieder auf. Sogar das linke (unoperierte) Auge schmerzt gelegentlich, aber seltener als das Rechte.

"Pixi" (meine Lebensgefährtin) ist sehr besorgt, da es u.U. eine "Abstoßungsreaktion" sein könnte, aber eine Abstßung so kurz nach der OP und so "plötzlich"? Ich glaube, das Auge ist oft/ständig überanstrengt und zu trocken.

Gruß, Michi.
sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by sabine s. »

hallo michi und pixi,

das auge leidet natürlich so oder so unter sonne, hitze, trockener luft.

wenn du eine sonnenbrille aufhast und das auge immer gut feucht hältst (corneregel so heißts in deutschland) dann müßte das ok sein.
du gehst doch regelmäßig zur kontrolle???
eine abstoßung kann immer passieren, egal wie lang die transplantation her ist, auch schon im frühen stadium, aber das ist eher unwahrscheinlich, weil abstoßungen ohnehin selten sind.
wenn du dir irgendwie unsicher bist, dann geh zum augenarzt. lieber einmal zuviel als zu wenig.
das, was du beschreibst sind eher ganz normale postoperative symptome........MEINES ERMESSENS NACH !!!! ......das heißt nicht, daß du nicht zur sicherheit nachschauen lassen solltest.
das auge wird noch länger sehr sehr empfindlich sein und großstadt im sommer tut ihm leider nicht allzugut.
immer kräftig schmieren, d.h. eben das corneregel oder vitApos. einfach ne befeuchtende creme, vor licht, wind und allzu großer trockenheit schützen, dann müßte es hinhauen.
aber du kannst selbst am besten abschätzen was los ist. wenn du den eindruck hast, das ist nicht mehr ok, dann las nachschauen.
eine abstoßung merkt man am roten auge, am tränenden, am total empfindlichen, am schleier vor dem auge, an schmerzen.
fühlt sich alles widerlich an.
eine beginnende abstoßung merkt man leider kaum einmal. deshalb sage ich , daß man lieber öfter nachschauen lassen soll.
er augenarzt sieht das recht schnell daran, daß er in der spaltlampe eiweißzellen entdeckt, dazu gehört nicht viel wissen, das kann eigentlich auch schon ein besserer optiker.
aber nach meiner erfahrung und die ist recht lang, sind das bei dir ganz normale postoperative erscheinungen.
bitte nicht zu lange die augenklappe auflassen, weil das noch mehr die keime fördert.
wünsche dir/euch alles gute.
grüßle
sabine
wmmw
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KC-Experience: Diagnose 1988 - beide Augen - dann KK-Linsen - immer wieder mit Problemen - dann > erste Transplantation 01/1990 links, zweite Transplantation rechts 01/1991, Danach einige Versuche mit Kontaktlinsen - leider fehlgeschlagen - danach Brille - Visus immer so um die 60 - 80 % - links und rechts. (zwischendurch auch mal nur an die 40% - siehe Bericht)
Seit etwa 2002 erhebliche Verschlechterung des rechten Auges - Diagnose > transplantierte Hornhaut hat sich "bei 9 Uhr" gelöst > abgehoben > Ursache ??? > am wahrscheinlichsten lt. Augenarzt eine körperliche Überanstrengeng. Dies hatte zur Folge, dass im Jänner 2007 eine re.Transplantation rechts gemacht wurde.
Alle drei Transplantationen sind eigentlich "super verlaufen".
Visus jetzt 02/2008 mit Brille bei 80% bivokal (60% links, 80% rechts)
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0382021 Visus links 35%, rechts 100% mit Gleitsichtbrille
04/2021 Abstoßung Hornhaut links - Update 11.2024 - Abstoßung Hornhaut war eine Fehldiagnose - war eine Herpesinfektion - alles wider OK - Viseus RA 100%, LA 40%
Keratoconus since: KK seit dem 22. Lebensjahr (Diagnose). mit 20 beim Bundesheer war noch alles OK. Danach "schleichende Verschlechterung". KK wurde von meinem Doc aber sofort erkannt. Lag wohl auch daran, dass in diesen zwei Jahren der Schub extrem gewesen sein muss. Obscan etc. war damals "noch nicht bekannt" - war schon mit der Spaltlampe zu erkennen.
Experience with eyeglasses / lenses: KL unmöglich - immer Riesenprobleme. Mit Brille immer so um die 60 bis 80% - zwischenzeitlich natürlich auch weit weniger, immer wieder Änderung spez. von Astigmatismus und Achse. Brille im Durchschnitt alle 18 Monate neu.
Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
Ich über mich: verheiratet, 2 Kinder
Berufserfahrung Behandlung Keraokonus: immer wieder leichte probleme da ich ca. 6 Stunden/Tag vor dem Bildschirm verbringe - hab es aber immer noch mit Hilfe meines Optikers geschafft, dass ich "normal" arbeiten kann.
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by wmmw »

Hallo Michi

Deine Lichtempfindlichkeit wird sich nach zwei bis drei Monaten wesentlich verbessern wenn nicht sogar total verschwinden (wie bei mir). Bevor du Corneagel, Vitapos oder Oleovit ins Auge schmierst lass unbedingt mal nachschauen "ob alles zu ist" (Epithel geschlossen).

Solange das transplantierte Auge "nicht korrigiert ist" > erst ab 6 Monaten sinnvoll (prov. Brille) > wirst du immer wieder deine Augen überanstrengen > mach mal Pause > sooft es geht. Alles Gute weiterhin.

lg Walter
lg auch an pixi !
ich liebe das Leben - auch mit KERATOKONUS !!!
BigCoder
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by BigCoder »

GRMPF!

Sorry, aber ich hatte gerade eine Antwort geschrieben und beim Klick auf Vorschau .... bitte einloggen.

Meinen nerven gehts allgemein sehr schlecht, meinen Augen vermutlich auch (noch / wieder / ?????) ...

Gruß, BigCoder.
BigCoder
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by BigCoder »

Hallo zusammen,

ich fasse mich lieber kurz:
- meinem rechten Auge gings gestern (wo ich zuhause war und es kühl war) relativ gut. - Brennen / Schmerzen, o.Ä habe ich nur bei 25°C und mehr. (Seltsam.)
- Dieses "Brennen" und "Nachlassen der Sehschärfe" begann schlagartig mit der Hitze und damit einige Tage nach der letzten Kontrolle, wo Alles OK war und ich (mit Brille) sogar 50% erreichte. - Ich glaube deshalb nicht an eine Abstoßung.
- Ein Problem ist geblieben, die Sehschärfe hat offensichtlich(?????) nachgelassen.(?????) - Zumindest ohne jede Korrektur.
- Doppelsehen hat sich bei mir wieder gebildet, ich bilde mir aber ein das kommt von den Nähten + der Rest der alten Hornhaut.
- Zu einer Kontrolle "zwischendurch" (nächste währe in 1-2 Monaten) traue ich mich nicht. -> Siehe beispiel mit dem "Hammer ausleihen" in Pixi's Thread.

... und ich bin gerade wieder arbeiten (bei einem "Krankenkassenkiller" - äh - "Zusammenscheisslasservice" - äh - "Callcenter") und habe wieder "Sommerdepressionen".

ich hoffe, ich bin nicht "zu extrem" jetzt rüber gekommen.

Gruß, Michi.
BigCoder
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by BigCoder »

Hallo zusammen,

heute habe ich den text vorgeschrieben, damit er nicht verlohren geht. ;-)


@sabine:

Danke für deine Tipps. Ich habe eh fast immer eine Sonnenbrille dabei und trage die Augenklappe nur wenns "nicht mehr geht". Mein Auge feucht halten ist schwierig. - Ich habe da leider noch Nichts "vernünftiges" gefunden, mein Auge "trocknet" sehr schnell wieder, egal was ich rein tue. :-(

leider kann ich nicht so gut, eigentlich sogar garnicht abschätzen, ob das "normale postoperative Sympthome" sind, oder was "dramatisches". Es ist (leider?) erst meine erste OP und die Aufklärung über die Nachbehandlung glänzte durch die nicht-existenz und meinen Fragen ist man in der Klinik arrogant "ausgewichen". :-S


@wmmw:

Soweit ich das "mitgehört" habe, ist das Epithel bereits "vollständig zusammengewachsen". (Ohne gewähr, ohne Garantie!!!!!!!!!!!!!!!) Oleovit soll ich laut "Oberarzt" jeden Abend schmieren, dazu morgens und abends noch was Anderes (weiß den Namen jetzt nicht. - ist ein "Gel".)

Das mit der Kontrolle ist so eine Sache: Erwähnte ich schon, das ich total ungerne zum Arzt gehe, weil ich immer befürchte, dort "zusammengeschissen" zu werden? Deshalb warte ich ja immer "bis zur allerletzten Minute", bis ich zu einem Arzt gehe. :-S Zugegebenermaßen kein guter Stil, speziel bei meinem "Kampfgewicht" von ca. 130Kg.

Glaubst du, das dieses "ständig überlastet sein" sich mit einer Brille bessert? Ich hatte in meinem Leben nie wirklich eine Brille getragen, hatte aber auch noch nie "negative Glaswerte". (meine "standardbrille" war immer ca. +4 Links und +2 Rechts. Jetzt habe ich Rechts -4 ?????)

Das mit dem Entspannen der Augen ist so eine Sache: ich versuche natürlich meine Augen möglichst immer aus zu ruhen, habe im Moment aber fast immer nur "10-Stunden-Dienste". (z.B. von 9 bis 19 uhr.) Macht die Sache leider etwas schwierig. :-(


@All:

Da ich beim Entspannen der Augen, speziell beim "Palming" einmal "richtig tief atmen" muss und Herzrasen bekomme, habe ich jetzt beschlossen (möglichst) jeden Abend einen Spaziergang von etwa 1 Stunde zu machen.

Auch kann es sein, das ich etwas abgenommen habe, :-) :-D was sicherlich auch dem Auge gut tut.

Es scheint sich eine "verbeulung" nach Links und Eine nach links-Unten zu bilden, sind aber beide noch wesentlich kleiner als beim unoperierten Auge, ich hoffe das ist "normal".

Momentan sehen beide Augen "etwa gleich viel", zumindest "unterstützen sich" die beiden Augen "gegenseitig". Das rechte Auge alleine, naja .... eher schwach (ohne Korrektur natürlich) .... war mal besser .... aber vielleicht ist das Auge im Moment wirklich "nur" überlastet.


Gruß, Michi.
sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by sabine s. »

hallo,

deine op ist wirklich noch nicht lange her!!!! das dauert oft monate, bis man nichts mehr spürt außer vllt. einem schlechteren visus, und selbst der ist bei dir doch schon ganz passabel.
du solltest aber wirklich wirklich regelmäßig zur kontrolle gehen. aus welchem grunde sollten dich die ärzte denn "zusammensch....."???
es gäbe noch die möglichkeit zu einem guten optiker zu gehen, der kann durch die spaltlampe auch erkennen, ob sich was tut, was ne abstoßung werden könnte. zumindest kann er dir sagen, ob alles normal und dem postoperativen zustand entsprechend aussieht.
daß das epithel geschlossen ist, ist ja schon mal gut.
auch sollteste du dich nicht allzusehr auf das operierte auge konzentrieren, das macht dich bloß verrückt.
nach 4 transplantationen, weiß ich, wovon ich rede.
entspannt sein, das auge in ruhe lassen, auch nicht "palmieren"........ich denke, das ist eh überhaupt nicht soooo gut, scheint mir ein sinnvoller weg zu sein.
du kommst leider um nachuntersuchungen nicht rum. nur SO kann gewährleistet werden, daß sich alles gut entwickelt.
wir können hier auch keine medizinischen aussagen treffen, dürfen wir auch nicht.
geduld und etwas gelassenheit brauchst du auf jeden fall.
bis zum fadenzug und darüberhinaus wirst du sicher immer wieder mal das ein oder andere zipperlein spüren.

ich wünsche dir weiterhin alles gute!!!! und eben..........geduld geduld geduld...

grüßle
sabine
wmmw
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KC-Experience: Diagnose 1988 - beide Augen - dann KK-Linsen - immer wieder mit Problemen - dann > erste Transplantation 01/1990 links, zweite Transplantation rechts 01/1991, Danach einige Versuche mit Kontaktlinsen - leider fehlgeschlagen - danach Brille - Visus immer so um die 60 - 80 % - links und rechts. (zwischendurch auch mal nur an die 40% - siehe Bericht)
Seit etwa 2002 erhebliche Verschlechterung des rechten Auges - Diagnose > transplantierte Hornhaut hat sich "bei 9 Uhr" gelöst > abgehoben > Ursache ??? > am wahrscheinlichsten lt. Augenarzt eine körperliche Überanstrengeng. Dies hatte zur Folge, dass im Jänner 2007 eine re.Transplantation rechts gemacht wurde.
Alle drei Transplantationen sind eigentlich "super verlaufen".
Visus jetzt 02/2008 mit Brille bei 80% bivokal (60% links, 80% rechts)
Update: 03.2012 mit Brille re. 100% li. 60%
0382021 Visus links 35%, rechts 100% mit Gleitsichtbrille
04/2021 Abstoßung Hornhaut links - Update 11.2024 - Abstoßung Hornhaut war eine Fehldiagnose - war eine Herpesinfektion - alles wider OK - Viseus RA 100%, LA 40%
Keratoconus since: KK seit dem 22. Lebensjahr (Diagnose). mit 20 beim Bundesheer war noch alles OK. Danach "schleichende Verschlechterung". KK wurde von meinem Doc aber sofort erkannt. Lag wohl auch daran, dass in diesen zwei Jahren der Schub extrem gewesen sein muss. Obscan etc. war damals "noch nicht bekannt" - war schon mit der Spaltlampe zu erkennen.
Experience with eyeglasses / lenses: KL unmöglich - immer Riesenprobleme. Mit Brille immer so um die 60 bis 80% - zwischenzeitlich natürlich auch weit weniger, immer wieder Änderung spez. von Astigmatismus und Achse. Brille im Durchschnitt alle 18 Monate neu.
Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
Ich über mich: verheiratet, 2 Kinder
Berufserfahrung Behandlung Keraokonus: immer wieder leichte probleme da ich ca. 6 Stunden/Tag vor dem Bildschirm verbringe - hab es aber immer noch mit Hilfe meines Optikers geschafft, dass ich "normal" arbeiten kann.
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by wmmw »

Hallo BigCoder

Regelmäßige Kontrollen nach einer Transplantation sind UNBEDINGT NOTWENDIG :!: um eventuelle Komplikationen so früh wie möglich zu erkennen - warum sollte dich ein Arzt zusammensch....? - vergiss mal deine negativen Erfahrungen in der Vergangenheit.

Abstoßung glaub ich eher nicht - wie schon gesagt - Prof. Bartl transplantiert schon seit über 30 Jahren und es kam noch nie zu einer Abstoßung! - Ich glaube eher, dass du "trockene Augen" hast - gehört eben kontrolliert. :!:

Immer +Werte > nach TP -Werte ist eigentlich "normal" > vor TP - Hornhaut vorgewölbt - Auge "zu lang" > + Werte > nacht TP - Hornhaut im Niveau oder minimal "zu tief" - kann aber auch von der Naht sein > Auge "kürzer" -Werte. - dein Visus wird sich aber noch einige Zeit nicht stabilisieren - das dauert eben - hab GEDULD.

lg Walter
ich liebe das Leben - auch mit KERATOKONUS !!!
BigCoder
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by BigCoder »

Hallo zusammen,

natürlich gehe ich zu den REGELMÄßIGEN, bzw vom Arzt "vorgeschriebenen" Kontrollen, die nächste währe "etwa" am 23.07. (also 2 Monate nach der Letzten Kontrolle.) - Was ich möglichst vermeiden möchte sind "unplanmäßige" Kontrollen.

Warum sollte der Arzt "schreien"? Nun, ich kann meine negativen Erfahrung meiner vergangenheit nicht vergessen können. - Dafür war es zu viel, zu schlimm, zu intensiv. - Diese Angst wird sich niemals legen..... - Zudem werde ich immer etwas "panisch", wenn was "passiert", was mir vorher nicht "erklärt", bzw. "erwähnt" wurde. - So bllden sich auch beim rechten Auge bereits wieder diese "Keratokonus-typischen-Schliermuster".

Gruß, BigCoder.
wmmw
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Operationen: 1990 Keratoplastik links, 1991 Keratoplastik rechts, 2007 Rekeratoplastik rechts.NEU - 10.2015 - meine linke Hornhaut ist wieder in Bewegung geraten (Kegelbildung)
Mögliche Ursachen: Keine Ahnung warum. Das wahrscheinliste ist das "Augenreiben" im Kindesalter. War total lustig sich die Augen zu reiben und danach die visuellen Effekte zu genießen.
Ich über mich: verheiratet, 2 Kinder
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by wmmw »

Hallo BigCoder

Dein Keratokonus wird dich "dein Leben lang begleiten" > jederzeit kann etwas unvorhergesehenes eintreten! So ist es leider.
Damit müssen wir alle leben. :!:
Eine gewisse Gelassenheit hilft einem da sicher weiter > Panik auf keinem Fall > bleib cool > du wirst sicher noch öfter "deine Nerven brauchen".
lg Walter
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BigCoder
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by BigCoder »

Hallo Walter,

danke für deine Antwort, du hast mir damit sehr geholfen. :-)


Kurzer "Status":

Etwa 3 Monate nach der OP: Das rechte auge scheint sich seit Wochen "endlich" stabilisiert zu haben, die Sehrschärfe scheint ähnlich wie beim Linken (also etwa 20%) zu sein. (Ohne Korrektur.) Das Auge kann "alleine" noch immer nicht "richtig" fokusieren, da ich in meinem leben noch nie "Kurzsichtig" (= Brille mit Minus-Werten) war, schiebe ich das einfach da drauf. Zudem "mögen" sich meine beiden Auge schon seit einiger Zeit wieder, d.h. ich sehe mit "beiden Augen zusammen" wieder schärfer als mit "Einem alleine".

Inzwischen haben sich (leider) wieder "Keratokonus-typische-Effekte" wie das berühmte Doppel-Sehen beim rechten Auge wieder eingestellt, sind aber noch schwächer als beim linken (unoperierten) Auge.

Ich werde nächste Woche Freitag wieder zur Kontrolle gehen (weil dann habe ich zeit und dann ist die Kontrolle fällig) werde dann wieder berichten, was dabei rausgekommen ist.


Eher ein Randproblem, aber trotzdem inzwischen sehr störend ist meine Schuppenflechte am Kopf. Da ja das Auge unbedingt trocken bleiben muss, kann ich die Haare nicht (richtig) beim Duschen waschen. - Dafür bin ich zu tolpatschig. Und baaden (wo ich damit ein geringeres Problem habe) kann ich wegen des Zeitaufwandes nicht so oft. Das wird wohl nur noch mit der keule (Kortison) wieder in den Griff zu bekommen sein.


Gruß, Michi.
BigCoder
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by BigCoder »

Hallo zusammen,

hier noch kurz die Ergebnisse der letzten Kontrolle (25.07.2008):

1. Die Naht kann bereits entfernt werden, allerdings ist die Klinik "überbelegt", so das ich "einen Tag vor der Aufnahme" einen Anruf bekomme. ("eingeschobener Termin".)
Meine Freundin ärgert sich dabei darüber, das ich für die Nahtentfernung stationär aufgenommen werden muss. (???)

2. Das operierte Auge hatte eine "Entzündung", dagegen habe ich Tropfen bekommen (Ultracortenol, 6 x täglich und Ketorotac-Trometamol, 4 x täglich, seit gestern beides "nur" noch 3 x täglich, nachdem sich die Entzündung wesentlich gebessert hatte).

Gruß, Michi.
sabine s.
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KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird.
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Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by sabine s. »

hallo michi,

sag deiner freundin, daß es normal ist, daß zur nahtentfernung stationäre bleiben mußt.
so lange wird das nicht dauern, oder?
ich schätze mal 2-3 tage. es dient deiner sicherheit, denn eine nahtentfernung, sowieso nach einer entzündung ist eine etwas kritische phase und sollte was passieren (abstorßungsreaktion o.ä.) dann bist du gleich vor ort.
das ist also voll ok.
wünsche dir alles gute!!!
grüßle
sabine
BigCoder
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by BigCoder »

hallo sabine,

danke für deine schnelle Antwort.


Ich muss an dieser Stelle erstmal zugeben, das ich mich da fast garnicht auskenne.

Interessant finde ich z.B. bei "dieser" OP, die Fäden bereits 3-4 Monate nach der OP gezogen werden. (ich hatte irgendwann mal gehört, 1 jahr nach der OP sei normal?)

Seit beginn der Behandlung der "Entzündung" hat sich dieses "Störmuster" (-> Doppelsehen, etc.) verstärkt, die Sehschärfe aber verbessert. (Dürften jetzt etwa 30% ohne Korrektur Auge sein. - Ist aber eher geraten.) Wirklich nachvollziehen kann ich das auch nicht.

Naja, mal schauen, wie es nach dem Fäden ziehen aussieht.

Gruß, Michi.
BigCoder
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by BigCoder »

Hallo zusammen,

hier nur eine kurze Ergänzung:

Ich habe gestern das letzte Mal die Tropfen genommen, seit heute nehme ich Nichts mehr. (Ist vom Arzt so verordnet.)

Für das Fädenziehn warte ich noch auf den "kurzfristigen Anruf", das ein Bett frei ist.

Gruß, Michi.
jomann
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KC-Experience: Trübe aussichten ??

Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by jomann »

Hallo Coder
Sag in welchem KH warst Du ?
Ich hatte auch die Hornhauttransplantion in Wien ( Akh ) 06 06 2008 ( Linkes Auge )
also ich hab ne doppelte Sternnaht verpasst bekommen und muss 12-18 Monate
lt. Prof.Pieh auf die Nahtentfernung warten.

Wünsche Dir alles Gute !!!
Jomann aus St.Pölten
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Re: Hornhauttransplantation am 23.04.2008 in Wien. - Sehr lang!!

Post by BigCoder »

Hallo Jomann,

ich war in der "Klinik der Barmherzigen Brüder" in WIen.

Gruß, Michi.